Los Ángeles de San Rafael: Günstiger Wohnraum bei Madrid

65 km von Madrid bietet Los Ángeles de San Rafael günstige Häuser, aber mit Wasserausfällen, seltenem Busverkehr und fehlenden öffentlichen Dienstleistungen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Los Ángeles de San Rafael: Billige Villen und ein Bus alle sechs Stunden

Los Ángeles de San Rafael ist nicht zufällig günstig. Das Leben dort kostet deutlich weniger als in der Sierra de Madrid, und diese Preisdifferenz hat konkrete Gründe: Wasser mit Unterbrechungen und schlechtem Geschmack, nur ein Supermarkt, ein Bus alle sechs Stunden nach Madrid sowie keine Schulen oder Gesundheitszentren innerhalb der Anlage. Die Urbanisation liegt im Gemeindegebiet von El Espinar, 65 Kilometer nördlich von Madrid und 6 Kilometer von den beiden Zentren entfernt, die alle Dienstleistungen der Gemeinde bündeln. Die Frage lautet daher nicht, ob es billig ist — das ist es —, sondern was man für diesen Unterschied genau bezahlt.

Was gibt es in der Urbanisation (und was fehlt)

Das Angebot ist überschaubar: ein Unide-Supermarkt, eine kleine Fischtheke und vier Bars. Nichts weiter. Es wird berichtet, dass Straßen und Gehwege in schlechtem Zustand sind, die Post nicht bis zur Haustür geliefert wird und am Eingang abgeholt werden muss, und dass die Zone wie eine lebenslose Kulisse wirkt, die von den Behörden ignoriert wird. Hinzu kommt die Lage: eine Hochebene auf 1.200 Metern Höhe, höher als das Dorf selbst, und ein privates Jagdrevier in der Umgebung.

Die Gegend trägt zudem eine unbequeme historische Last: der Einsturz eines Restaurants, das mit der Urbanisation verbunden war, mit 58 Todesopfern, das in jeder Diskussion über den Ort immer wieder auftaucht. Jeder Weg erfordert ein Auto, mit den entsprechenden Benzinkosten.

Kann man ohne Auto in Los Ángeles de San Rafael leben?

Nur mit Mühe. Die Busfrequenz beträgt eine Abfahrt alle sechs Stunden nach Madrid, die Dienstleistungen liegen sechs Kilometer entfernt — in El Espinar und San Rafael — und in San Rafael gibt es mehr Fahrpläne als im eigentlichen Kernort, wo sich das Rathaus befindet. Ohne eigenes Fahrzeug wird jede alltägliche Erledigung zu einer Expedition.

Zu den Autokosten kommt die Maut der AP-6 hinzu, die in kursierenden Berechnungen rund 14 Euro pro Fahrt nach Madrid beträgt, mit einer geplanten Abschaffung für 2029. Für jemanden, der halbwöchentlich im Homeoffice arbeitet, bedeutet dies etwa 130 Kilometer täglich an Präsenztagen. Manche vergleichen das Modell mit dem Leben in Toledo, nur ohne die industrielle Peripherie der Sagra direkt daneben.

Der kühle Sommer und die Heizkostenrechnung

Das Klimargument hält am besten stand. Im Sommer ist es nicht heiß und man schläft gut, was auf 1.200 Metern Höhe kein Zufall ist. Aber die Kehrseite hat auch Zahlen: Die Winter sind kalt und erfordern gute Isolierung und eine leistungsstarke Heizung. Und manche kontern mit der Tatsache, dass die höchste registrierte Tiefsttemperatur im August in Segovia bei 25,9 °C lag, aufgrund eines Föhn-Effekts, der den Vorteil der Höhe zunichtemacht.

Auch Radon wird unter den Warnungen genannt, obwohl das Material keine konkreten Messwerte liefert.

El Espinar oder San Rafael: die zunehmend bevorzugte Alternative

In El Espinar gibt es Schulen, Gymnasien, ein Gesundheitszentrum mit Grundversorgung, Krankenschwestern und Kinderärzten sowie Busverbindungen nach Madrid, Segovia und zur Universität. Wer beide Orte kennt, wiederholt dieselbe Empfehlung: das Dorf vor der Urbanisation, weil man dort soziales Leben führen kann, ohne ständig unterwegs zu sein, und weil man zum Preis einer Wohnung in Madrid dort Villen kaufen kann. Die Demografie von El Espinar wächst und die Zone fungiert als Anziehungspunkt für Bevölkerung aus dem Ballungsraum.

Solange die Maut bis 2029 bestehen bleibt, wird die Wertsteigerung, falls sie eintritt, zuerst die Zentren mit Dienstleistungen erreichen und nicht die Hochebene.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (36 Antworten).

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