Lohnt sich der Stress mit Spaniens Selectividad noch?

Wir prüfen, ob sich die Anstrengung für Spaniens Selectividad-Aufnahmeprüfung noch lohnt, mit Daten zu Zulassungsgrenzen, Studiengängen mit Jobaussichten und dem Niedergang des sozialen Aufstiegs.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Selectividad: lohnender Aufwand oder Lotterie der Studiengänge?

In Spanien ist die traditionelle „soziale Leiter“, die akademische Leistung belohnte, seit Jahrzehnten defekt. Trotzdem vergraben sich tausende Teenager weiterhin in Bibliotheken, um Topnoten zu jagen. Die Frage ist, ob sich der Verzicht noch lohnt oder nur für eine Handvoll Studiengänge wie Medizin oder Ingenieurwesen sinnvoll ist.

Die Studiengänge, die sich wirklich lohnen

Verteidiger des Systems argumentieren, dass nur bestimmte Studiengänge den Druck rechtfertigen. Medizin, Pflege und Ingenieurwissenschaften bieten weiterhin klare Berufsaussichten und ordentliche Gehälter. Für den Rest, etwa Lehramt oder Geisteswissenschaften, führt die Anstrengung selten zu proportionalen Belohnungen. Private Universitäten mit Jahresgebühren zwischen 7.000 und 10.000 Euro gelten als Alternative für diejenigen, die sie sich leisten können.

Der soziale Aufstieg ist in Spanien blockiert

Eine immer wiederkehrende Analyse besagt, dass der soziale Aufstieg im Land selbst nicht mehr funktioniert. Der wahre Ertrag kommt erst durch Auswandern in Länder, in denen Abschlüsse geschätzt werden. Für Reiche ist der Universitätszugang ohnehin eine Frage des Geldbeutels, nicht des Verdienstes. Die Selectividad belohnt nur arme Schüler, die die nötige Zulassungsgrenze erreichen.

Das unbequeme Fazit: Für den durchschnittlichen Studenten lohnt sich die Mühe der Selectividad nur, wenn er einen ganz bestimmten Studiengang anpeilt oder Spanien verlassen will. Alle anderen erleben sinkende Rendite ihrer Investition.

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