León plant Jobs für Prostituierte: Programm oder Ämterpatronage?

Der Stadtrat von León in Spanien startet ein Programm, um Prostituierten Arbeit zu vermitteln. Skepsis wegen fehlender Konkretisierung und des Verdachts auf Ämterpatronage. Echte Wiedereingliederung…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

León beschließt ein Programm zur Vermittlung von Prostituierten: Wiedereingliederung oder Vetternwirtschaft?

Der Stadtrat von León in Spanien hat den I. Kommunalplan zur umfassenden Betreuung von Personen in der Prostitution verabschiedet, eine Initiative, die Menschen, die in der Prostitution arbeiten oder Opfer von Menschenhandel sind, berufliche Alternativen bieten soll. Die Maßnahme wurde ohne großes Aufsehen vorgestellt und stößt bei Analysten auf nahezu einhellige Skepsis: Niemand glaubt, dass sie das halten wird, was ihre Befürworter versprechen.

Das Programm: gute Absichten, vage Umsetzung

Das Dokument, von dem nur die Grundzüge bekannt sind, sieht „soziale, wirtschaftliche und berufliche Alternativen“ vor. Es fehlt an Konkretisierung: Welche Art von Jobs? Mit welcher Qualifizierung? Über welche Unternehmen? Die Detailarmut nährt den Verdacht, dass es zu willkürlichen Anstellungen im öffentlichen Sektor führen könnte, wie es bereits in bekannten Fällen von Vetternwirtschaft geschah.

Die wirtschaftliche Kluft: Prostitutionsverdienst gegen das Angebot

Das größte Hindernis ist wirtschaftlich. Wer in der Prostitution arbeitet, kann in einer Woche verdienen, was ein konventioneller Arbeitnehmer in einem Monat erhält. Acht Stunden täglich unter einem Arbeitgeber können nicht mit flexiblen Arbeitszeiten und hohen Einkommen konkurrieren. So viele Wiedereingliederungsprogramme auch vorgelegt werden: Solange der Lohnunterschied so gewaltig ist, scheinen konventionelle berufliche Alternativen zum Scheitern verurteilt. Finanzielle Hilfen wiederum laufen Gefahr, zu einem Zuschuss zu werden, der die Tätigkeit nicht unattraktiv macht.

Kommunale Ämterpatronage: der Schatten des Falls Ábalos

Der Verweis auf den Fall Ábalos liegt nahe. Die Politik der Vermittlung von Personen aus der Prostitution erinnert an die Mechanismen politischer Kooptation: Dem Stadtrat wird vorgeworfen, solche Initiativen zu nutzen, um sein Klientelnetzwerk auszubauen. Der Präzedenzfall von hochrangigen PSOE-Funktionären, denen vorgeworfen wurde, Nahestehende in öffentlichen Institutionen unterzubringen, trägt nicht dazu bei, die Zweifel zu zerstreuen. Die offene Frage lautet, ob dieses Programm Frauen aus der Prostitution heraushelfen wird oder nur die Listen der städtischen Beschäftigten verlängert.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (13 Antworten).

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