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Leire Díez: PSOE-Insiderin wollte Beweise gegen UCO
Die als 'Fontanera' des PSOE bekannte Leire Díez traf sich im Februar mit einem Beschuldigten, um Material gegen einen UCO-Oberstleutnant zu sammeln. Vox hat bereits Klage eingereicht.
Leire Díez: Die PSOE-Insiderin und der Kampf gegen die UCO
María Leire Díez Castro, in den Kreisen von Ferraz (Hauptquartier der PSOE) als die 'Fontanera' (Schattenagentin) der Partei bekannt, traf sich im Februar mit Alejandro Hamlyn, einem Industriellen, der im April 2019 von der UCO verhaftet worden war. Ihr Ziel war es, kompromittierende Informationen über den Oberstleutnant der Guardia Civil, Antonio Balas, zu erhalten. El Confidencial veröffentlichte diese Nachricht, womit das Gerücht aus dem Flur zur Realität wurde. Heute ist Díez Gegenstand einer Klage, wobei Vox als Ankläger wegen Bestechung, Einflussnahme und Justizbehinderung auftritt. Das fehlende Element – das Audio, das auf Sánchez hindeutet – ist noch nicht öffentlich geworden.
Das Gespräch, das die Anschuldigungen stützt, soll auch Javier Pérez Dolset einschließen, der Hamlyn daran erinnerte, dass man für eine Ablösung von Balas «ein oder zwei klare, absolut bewiesene Unregelmäßigkeiten» brauche. Es ging um dokumentarische Munition, nicht mehr. Drumherum entstand eine düsterere Lesart: der angebliche Wunsch, den Kommandeur der UCO zum Schweigen zu bringen. In den verfügbaren Nachrichten findet sich nichts, was wie eine physische Bedrohung klingt; die extreme Interpretation bleibt genau das: eine Interpretation.
Von der Klage von Vox bis zum strafrechtlichen Horizont von Santos Cerdán
Vox hat gegen die 'Fontanera von Ferraz' wegen der drei genannten Delikte Klage erhoben, und der Fall bleibt dabei nicht stehen. Staatsanwalt Ignacio Stampa behauptet, ein Vermittler habe ein Treffen mit Santos Cerdán vorgeschlagen, an dem Leire Díez teilgenommen haben soll. Dies erschwert die strafrechtliche Lage des ehemaligen Nummer drei der PSOE. Es sind keine einzelnen Fälle, sondern zwei Netzwerke, die sich langsam überschneiden.
Der Offensive wurde ein weiteres Etikett angehängt: der Versuch, die UCO zu 'neutralisieren', weil sie Dinge untersuchte, die sie nicht betreffen sollten. Manche lesen dies als legitime Verteidigung der Regierung; dagegen spricht jedoch das Detail, dass das erklärte Ziel der Oberstleutnant war, nicht das Verfahren selbst.
Die Akte, die 55 Stunden zu spät beschleunigt wurde
Die PSOE bewegte ihre interne Disziplinarakte gegen Díez genau in dem Moment, als sie erfuhr, dass die Veröffentlichung eines Audios unmittelbar bevorstand. Mehr als 55 Stunden hatte sie sich geweigert, dies zu tun. Der Aspekt ist eher zeitlicher Natur als rechtlich: Wer Verantwortung erst übernimmt, wenn es unvermeidbar ist, räumt nicht das Haus auf, sondern rennt vor der Schlagzeile davon.
Mit diesem Schritt verwandelte die Partei ein internes Problem in einen Beweis für die Chronologie der Ereignisse. Jede Stunde Verzögerung bei der Reaktion ist nun Analysestoff.
Was ist ein 'Fontanero' der PSOE?
Der Begriff beschreibt einen Operateur, der im Schatten einer Partei arbeitet: ohne sichtbares Amt, aber mit Kontakten und der Fähigkeit, unbequeme Informationen zu managen. Nach Aussagen von Aldama, die im März zusammengetragen wurden, gab es drei solcher Operateure unter dem Kommando von Santos Cerdán: Javier Pérez Dolset, Jacobo Teijelo und Leire Díez. Die Anschuldigung stammt von einer Seite; die Übereinstimmung der Namen gibt dem Fall Substanz.
La Gaceta fügt einen weiteren Faden hinzu: Leire Díez soll Aufsichtsratsmitglied eines navarrischen Unternehmens gewesen sein, das eine Million Euro von der Regierung erhielt. Ein weiterer Datenpunkt im wirtschaftlichen Knäuel, das die Figur umgibt.
Warum die UCO im Fokus steht
Den Berichten zufolge beabsichtigten die 'Fontaneros', alle gegen die Regierung laufenden Verfahren zunichte zu machen. Daher das Interesse daran, die Ermittler zu diskreditieren. Die Linie zwischen legitimer juristischer Verteidigung und Justizbehinderung ist schmal, und ein Richter muss sie ziehen.
Es gibt einen wiederkehrenden Vergleich: Man erinnert sich, dass andere Regierungen bei internen Feinden auf Spezialeinheiten zurückgriffen. Hier, so die Anklage, habe man auf Vermittler mit eigenen offenen Verfahren gesetzt. Dieser Kontrast erklärt, warum der Fall sowohl innerhalb als auch außerhalb der Partei so viel Unbehagen auslöst.
Was jetzt passieren könnte
Der Fall ist offen und ohne das entscheidende veröffentlichte Dokument. Die Klage von Vox, die Erweiterung durch Staatsanwalt Stampa und die beschleunigte Akte markieren das Terrain, aber es gibt kein Urteil und vorerst kein Audio auf dem Tisch. Wenn das Dokument, das auf Sánchez hinweist, schließlich auftaucht, wird das Problem nicht mehr nur das einer Beraterin sein, sondern der gesamten Partei. Wenn es nicht auftaucht, könnte der Fall im üblichen Lärm versanden. Keines von beiden ist vorherbestimmt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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