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Lavazza für 25 € pro Kilo gegen Specialty für 40 €: Die Mühle entscheidet
Specialty-Kaffee für 40 € pro Kilo schmeckt ohne passende Mühle nicht besser: Nur die bitteren Stoffe kommen durch. Der Mahlgrad entscheidet über die Tasse.
40 € für ein Kilo Kaffee reparieren keine 20-€-Mühle
Warum schmeckt Specialty-Kaffee für 40 € pro Kilo genauso bitter wie ein Lavazza für 25 €? Die Antwort liegt, so sagen es Leute, die sich seit Jahren mit Kaffeemaschinen beschäftigen, nicht in der Bohne, sondern in dem, was man damit anstellt, bevor Wasser dazukommt. Eine billige Schlagmahlwerke-Mühle mahlt weder fein noch gleichmäßig, und ohne feinen Mahlgrad hat das Wasser keine Zeit, die Verbindungen herauszulösen, die Süße bringen: Nur die Bitterstoffe kommen durch. Das Ergebnis: Der Aufpreis pro Kilo fließt den Abfluss hinunter.
Ausgangspunkt der Sache ist ein Vergleich von Preis und Aussehen. Supermarktkaffee ist dunkler geröstet — fast verkohlt, sagen manche — und hat oft hohle Bohnen im Inneren, wie Schalen. Specialty-Kaffee bleibt in Brauntönen und kostet nie unter 40 € pro Kilo. Die tatsächliche Spanne für den spanischen Verbraucher reicht von 25 € für Lavazza bei Amazon bis 34 € für eine heimische Handwerksröstung.
Was den Unterschied zwischen Supermarktröstung und Specialty-Röstung ausmacht
Der sichtbare Unterschied ist nicht kosmetisch. Eine hohle Bohne verrät eine aggressive Röstung, die das Innere ausgehöhlt und einen Teil der aromatischen Öle verbrannt hat. Manche behaupten, der Lavazza Oro mit dem sichtbaren Glanz auf dem Foto erinnere an die Torrefacto-Mischungen, die es früher in Spanien gab, obwohl das Produkt im Ausland hergestellt wird. Specialty-Kaffee dagegen wird weniger geröstet und behält mehr Nuancen.
Das Problem: Diese Nuancen zeigen sich nur bei korrekter Extraktion. Und hier kommt die Technik ins Spiel. Für Siebträger-Espresso kostet eine Mühle, die fein und gleichmäßig mahlt, mindestens 400 €, viele liegen bei 800 oder 1.000 €. Unter 300 € besteht Konsens, dass es eine Option mit schwer zu schlagendem Preis-Leistungs-Verhältnis gibt, und für 65 € verändert eine Handmühle mit verstellbarem Mahlwerkdurchmesser das Ergebnis in einer italienischen Kanne komplett.
Warum Kaffee bitter schmeckt, auch wenn er teuer ist
Die technische Erklärung, die kursiert, ist einfach: Ist der Mahlgrad ungleichmäßig, läuft das Wasser zu schnell durch den Kaffee und hat nur Zeit, die bitteren Verbindungen mitzunehmen. Die, die Süße liefern, brauchen mehr Kontakt. Deshalb ist die erste Empfehlung für alle, die sich über Bitterkeit beschweren, die Kaffeemenge und Wassertemperatur zu reduzieren — sogar auf 60 Grad, was bereits aufbrüht.
Die Methode ist genauso wichtig wie die Bohne. In der French Press funktioniert grober Mahlgrad; in der italienischen Kanne verstopft zu feines Mahlen den Wasserweg und ruiniert die Tasse. Beim Siebträger dagegen braucht es Präzision. Derselbe Kaffee kann in der French Press süß schmecken und in einer schlecht eingestellten Siebträgermaschine furchtbar. Die Ausrüstung, nicht die Marke, trennt zwei verschiedene Getränke.
Am Ende ist das Fazit unbequem für das Marketing des Premium-Kilos: Der Qualitätssprung zeigt sich, wenn die Mühle mithält. Ohne sie landen der Lavazza für 25 € und der Specialty-Kaffee für 40 € in derselben bitteren Tasse. Und der Gaumen widerspricht derweil.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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