Laser-Haarentfernung: 6 Sitzungen für 90 % weniger Haare

Der Laser zerstört nur Haare in der Anagenphase: etwa ein Drittel pro Sitzung. Rund 6 Sitzungen sind nötig, um mehr als 90 % zu reduzieren – und nur bei heller Haut und dunklem Haar.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Laser-Haarentfernung: 6 Sitzungen für 90 % weniger Haare
Helle Haut und dunkles Haar: der einzige Fall, in dem der Laser wirkt

Die Laser-Haarentfernung entfernt keine Haare. Sie reduziert sie. Und sie reduziert sie wirklich nur, wenn der Patient eine körperliche Voraussetzung erfüllt, die keine Klinik in ihre Werbung schreibt: helle Haut, dunkles und dickes Haar. Außerhalb dieses Szenarios ist die Behandlung teuer, langwierig und in etlichen Fällen schlicht nutzlos. Das Versprechen glatter Haut für immer verkauft Sechs-Sitzungs-Pakete; die Physik dahinter verkauft etwas deutlich weniger fotogenes.

Warum es sechs Sitzungen braucht, bis man etwas merkt

Das Detail, das die Werbebroschüre entkräftet, ist Folgendes: Das Haar durchläuft drei Wachstumsphasen — Anagen, Katagen und Telogen — und der Laser zerstört den Trinc nur, wenn sich das Haar in der ersten befindet. Damit bleiben pro Durchgang rund zwei Drittel der behandelten Zone unberücksichtigt. Etwa ein Drittel der Haare verschwindet, nicht ein einziges mehr.

Dazu kommt das Vorsichtsprinzip der Kliniken: Die ersten Sitzungen werden mit weniger Leistung geschossen, als die Haut vertragen würde, sodass die Wirksamkeit selbst im günstigsten Fall nicht bei 100 % liegt. Bei einem Rhythmus von einer Sitzung alle zwei bis drei Monate braucht man drei Sitzungen, um erste langfristig haltbare Veränderungen zu sehen, und etwa sechs, um von einer Reduktion von über 90 % der Haare sprechen zu können. Wer schon nach dem ersten Termin Ergebnisse erwartet, wirft sein Geld zum Fenster hinaus, und die komplette Aufschlüsselung von Phasen, Leistungen und Zeiträumen, die unter denen kursiert, die es bereits aus eigener Tasche bezahlt haben, gleicht in nichts dem, was an der Rezeption unterschrieben wird.

Der Schmerz hängt von der Zone ab, nicht von der Widerstandsfähigkeit des Patienten

Es tut weh. Der Leistungstest vor Vertragsabschluss wird mit dem Gerät bei niedriger Intensität durchgeführt, sodass der Patient einen trügerischen Eindruck bekommt: Wenn die Behandlung bezahlt ist und das Gerät hochgefahren wird, ist die Sitzung etwas ganz anderes. Auch die Schmerzverteilung ist nicht gleichmäßig. Es gibt Zonen, in denen der Stich gut erträglich ist, und andere — der Schritt ist es, der in Gesprächen immer wieder genannt wird —, wo jeder Schuss voll durchschlägt.

Es kursiert eine hausgemachte Erklärung für die guten Ergebnisse bei bestimmten Profilen: Helle Haut reflektiert die Wärme, statt sie zu absorbieren, und der Laser konzentriert sich dorthin, wo er hingehört — auf das Melanin im Haar. Die Idee passt zur Beobachtung, dass dunkles Haar fester verankert ist als weißes, was jeder sofort bestätigen kann, der einem Verwandten graue Haare ausgerissen hat: Die weißen kommen von allein, die dunklen wehren sich, und das Ausziehen tut weh.

Haare vor der Sitzung zu färben bringt gar nichts

Es ist eine der verbreitetsten und am schlechtesten begründeten Annahmen. Die Farbe wirkt auf den äußeren Teil des Haares, nicht auf den inneren Bereich, in dem der Trinc sitzt — und genau dorthin muss der Laser gelangen, um zu wirken. In Verbindung damit, dass der Patient rasiert erscheint — oder in der Klinik selbst rasiert wird —, bringt der Trick keinerlei Ergebnis.

Die andere große Baustelle ist die Qualität der Geräte. Es herrscht weitgehender Konsens, dass der Sektor voller Schönheitsstudios ist, die ohne die nötige Technologie oder das Fachwissen auf den Laser-Zug aufgesprungen sind. Die wiederholte Empfehlung lautet, wenn das Haar nicht blond oder hell ist, auf ein Gerät mit ENEKA-PRO-Technologie zu bestehen. Bei blondem Haar ändert sich das Gespräch: Dort schrumpft die Erfolgschance fast auf null, denn der Laser braucht Pigment im Trinc, um sich in Hitze umzuwandeln und ihn zu zerstören.

Die Laser-Haarentfernung funktioniert, aber sie funktioniert wie eine medizinische Behandlung mit engen Indikationen, nicht als universeller Schönheitsservice. Sehr wahrscheinlich wird der Sektor weiter das dauerhafte Ergebnis an ein Publikum verkaufen, das in der Hälfte der Fälle gar nicht dafür infrage kommt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (23 Antworten).

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