Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
David Sánchez zu neun Jahren Amtsverbot wegen Rechtsbeugung verurteilt
Das Gericht in Badajoz verurteilt David Sánchez, den Bruder des spanischen Premierministers, zu neun Jahren Amtsverbot wegen Rechtsbeugung.
Das Provinzgericht von Badajoz hat David Sánchez, den Bruder des spanischen Regierungschefs, wegen Rechtsbeugung zu neun Jahren Verbot der Ausübung öffentlicher Ämter verurteilt. Das Urteil sieht weder eine Haftstrafe noch die Rückzahlung der rund 400.000 Euro vor, die er erhalten hatte. Auch der ehemalige PSOE-Chef der Region Extremadura, Miguel Ángel Gallardo, und acht weitere Beamte wurden schuldig gesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und eröffnet den Weg für ein langwieriges Berufungsverfahren.
David Sánchez verurteilt: Neun Jahre Amtsverbot wegen Rechtsbeugung
Das Provinzgericht von Badajoz hat sein Urteil im Fall gegen David Sánchez gefällt, den Bruder des spanischen Premierministers Pedro Sánchez. Er war wegen Rechtsbeugung und Einflussmissbrauchs angeklagt. Das Gericht verhängt ein neunjähriges Verbot für öffentliche Ämter oder Beschäftigungen, aber keine Gefängnisstrafe. Zudem muss er die Gehälter, die er seit 2017 als Koordinator der Konservatorien der Provinzverwaltung (Fruta) von Badajoz bezogen hat, nicht zurückzahlen. Diese Stelle wurde laut Anklage maßgeschneidert vom damaligen Präsidenten Miguel Ángel Gallardo geschaffen. Gallardo erhielt das gleiche Strafmaß wie acht weitere Beamte, die an der Einstellung beteiligt waren.
Das Urteil stellt fest, dass die Stelle ausschließlich für David Sánchez konzipiert war, der weder die erforderlichen Qualifikationen besaß noch die angeblich befähigenden Zeugnisse vorlegte. Allerdings sah das Gericht keinen Nachweis für Einflussmissbrauch; die Anklage konnte dies nicht über jeden vernünftigen Zweifel hinaus beweisen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig: Es kann beim Obersten Gerichtshof von Extremadura und anschließend beim spanischen Bundesgerichtshof angefochten werden. Dieser Aspekt, der in ersten Berichten oft fehlte, ist entscheidend: Der Prozess könnte sich über Jahre hinziehen, und im ungünstigsten Fall für die Anklage könnte das Urteil aufgehoben werden.
Der Schatten des Einflussmissbrauchs: Wer zog die Fäden?
Ein auffälliger Punkt des Urteils ist der Freispruch vom Vorwurf des Einflussmissbrauchs. Die Anklage argumentierte, dass die Einmischung hochrangiger Kreise der PSOE, möglicherweise sogar des Premierministers selbst, bei der Schaffung der Stelle offensichtlich sei. Das Gericht wandte jedoch den Grundsatz "in dubio pro reo" an und sah diesen Druck nicht als bewiesen an. Die Frage bleibt offen: Wenn Gallardo rechtsbeugend handelte, um den Bruder von Pedro Sánchez unterzubringen, geschah dies aus eigener Initiative oder auf externe Anweisung? Die Staatsanwaltschaft konnte die Verbindung nicht nachweisen, aber die gerichtliche Darstellung lässt Raum für Spekulationen.
Öffentliche Gelder: Keine Rückzahlung, keine Haft
Die Tatsache, dass die erhaltenen Gelder – geschätzt auf etwa 400.000 Euro – nicht zurückgezahlt werden müssen, hat verständliche Empörung ausgelöst. Rechtlich können nur direkt Geschädigte – hier die Provinzverwaltung von Badajoz – diese Summe auf dem Zivilweg einklagen, was die Staatsanwaltschaft im Strafverfahren nicht gefordert hatte. Das Ergebnis ist, dass der Verurteilte das Geld behält, zumindest vorerst. Das Verbot öffentlicher Ämter ist zwar schwerwiegend, hindert David Sánchez aber nicht daran, im Privatsektor oder in öffentlichen Unternehmen tätig zu werden, die nicht unter diese Einschränkung fallen, so einige Interpretationen. Die Drehtür bleibt offen.
Im öffentlichen Diskurs macht sich ein Gefühl der Straflosigkeit breit: Für einen Bürger ohne Kontakte bedeutet eine Verurteilung wegen Rechtsbeugung oft das Ende seiner Karriere. Für den Bruder des Premierministers könnte das neunjährige Verbot nur eine Unannehmlichkeit sein, nach der die Mechanismen zur Wiedereingliederung wieder greifen könnten. Bis dahin wurden die Verfahrenskosten nur zu 50 % auferlegt, ein weiterer Schritt, der Unmut schürt.
Ein langer und unsicherer juristischer Weg
Das Urteil des Gerichts in Badajoz ist erstinstanzlich. Die Verteidigung von David Sánchez hat bereits angekündigt, Berufung einzulegen, und der Fall könnte bis zum Bundesgerichtshof gehen. Zieht sich das Verfahren lange hin, würde es mit Wahlzyklen zusammenfallen und könnte von beiden Seiten als politisches Munitionsmittel genutzt werden. Die Zeit spielt den Verurteilten in die Hände: Je länger das Verfahren dauert, desto schwieriger wird es, das Amtsverbot im Falle einer Aufhebung durchzusetzen. In diesem Fall arbeitet die Justiz langsam.
Die Verurteilung wegen Rechtsbeugung ist ein strafrechtliches Faktum, aber ihre Wirksamkeit hängt von ihrer Rechtskraft ab. In Spanien werden nicht rechtskräftige Urteile systematisch angefochten, und dieser Fall bildet keine Ausnahme. Die Frage ist, ob die Öffentlichkeit das Interesse während der wahrscheinlich Jahre dauernden juristischen Auseinandersetzung aufrechterhalten wird. Moment lautet die Schlagzeile eindeutig: Der Bruder des Premierministers ist rechtlich gesehen ein Rechtsbeuger. Aber die kleinen Details – neun Jahre, kein Gefängnis, keine Rückzahlung – mindern die Wirkung eines Urteils, das für viele zu milde erscheint.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (210 Antworten).
Kontroverse um angebliche Liebesbeziehung zwischen David Sánchez, Bruder des spanischen Premiers, und Miguel Ángel Gallardo, Chef der Provinzverwaltung von Badajoz.
Die spanische Verkehrsbehörde DGT erwägt 500-Euro-Strafen für übermüdete Fahrer. Ein Bluttest zur Messung der Ermüdung wird diskutiert, ist aber noch nicht in Kraft.