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In Frankreich führt die Erbschaftsteuer von bis zu 62% zum Verfall ländlicher Gebiete und zur Aufgabe von Immobilien, während Großvermögen nur minimal besteuert werden.
Drei Millionen verlassene Immobilien, Bauern, die sich aufgrund der Unfähigkeit, die Erbschaftsteuer zu zahlen, das Leben nehmen, und eine effektive Steuerquote von nur 0,2 % für die größten Vermögen. Das französische Steuersystem für Erbschaften hat sich zu einer Maschine entwickelt, die den ländlichen Mittelstand enteignet, während große Vermögenswerte durch Offshore-Strukturen und strategische Wohnsitze dem Zugriff entgehen.
Die 62 %, die nicht alle treffen
Der maximale Grenzsteuersatz für Erbschaften in Frankreich liegt bei 62 % für Erben ohne Blutsverwandtschaft. Die Realität ist jedoch differenzierter: Bei Übertragungen zwischen Eltern und Kindern schwankt die Belastung je nach offiziellen Quellenangaben im Rahmen der Analyse zwischen 5 % und 45 %. Die 62 % sind daher eine Obergrenze, die vor allem Vermächtnisse unter Nicht-Verwandten betrifft, obwohl diese Zahl in der öffentlichen Debatte als Symbol für den steuerlichen Druck auf Erbschaften gilt.
Die Pogre der Steuer trifft jedoch mittlere Vermögenswerte hart, die keine steuerliche Planung finanzieren können. Ein Landwirt, der das Familiengut erbt, sieht sich mit Sätzen konfrontiert, die 40 % übersteigen können – eine Last, die zum Verkauf oder zur Aufgabe des Betriebs zwingt. Die Zahl der drei Millionen verlassenen Immobilien ist keine Übertreibung: Sie resultiert aus jahrzehntelanger Anhäufung von Höfen, deren Grundsteuerwert die Zahlungsfähigkeit der Erben übersteigt.
Das Drama des französischen Landlebens
Laut den in der Analyse herangezogenen Daten weist die Gruppe der Landwirte in Frankreich die höchste Suizidrate auf. Und die Unmöglichkeit, die Erbschaftsteuer auf das ancestrale Land zu begleichen, erscheint als einer der Auslöser. Dies ist kein neues Problem: Die Besteuerung des ländlichen Vermögens hat seit langem den Verkauf historischer Güter vorangetrieben, oft an Investmentfonds oder ausländische Käufer, was das Verschwinden kleiner Familienbetriebe beschleunigt.
Parallel dazu führt die Steuer auf große Wohnimmobilien seit Jahrhunderten zur Aufgabe von Villen und Schlössern mit architektonischem Wert, deren Besitzer sie weder erhalten noch die Abgaben tragen können. Das Ergebnis ist eine Landschaft ruinöser Anwesen, die der Staat schließlich auch nicht verwaltet.
Reiche zahlen nicht: Der Fall Casa de Alba
Während ein Landwirt mit einer Steuerlast von 40 % rechnen muss, zahlte das Vermögen der Casa de Alba (geschätzt auf etwa 3,2 Milliarden Euro) bei der letzten Erbfolge eine effektive Quote von kaum 0,2 %. Der Trick? Gründung einer Stiftung, Inanspruchnahme von Befreiungen für historisches Kulturgut und vor allem die Festlegung des steuerlichen Wohnsitzes in Madrid, wo die Erbschaftsteuer um 99 % ermäßigt ist. Diese Strategie ermöglichte es, dass 90 % des Vermögens befreit wurden und der Erbe lediglich sechs Millionen Euro auf 3,2 Milliarden zahlte.
Dieser Mechanismus ist nicht nur Großvermögen vorbehalten: Jeder Steuerpflichtige mit den Mitteln, seinen steuerlichen Wohnsitz in eine autonome Gemeinschaft mit Ermäßigungen zu verlegen, kann die Rechnung drastisch senken. Doch für den kleinen ländlichen Eigentümer, der keine Möglichkeit zur Verlagerung hat, ist die Steuer unvermeidbar.
Ein System, das Steuerumgehung fördert
Die Antworten auf die Steuer reichen von Kapitulation bis Flucht. Wer nicht zahlen kann, entscheidet sich für den Verkauf oder zerstört in extremen Fällen die Immobilien, bevor der Staat sie übernimmt. Andere verlegen ihren Wohnsitz in Steueroasen oder investieren in liquide Vermögenswerte außerhalb des Zugriffs des Fiskus. Die Struktur der Steuer, theoretisch pogre, aber leicht durch Planung zu umgehen, hat eine Kluft geschaffen zwischen denen, die sich einen guten Steuerberater leisten können, und denen, die es nicht können.
Die Debatte über die Erbschaftsteuer in Frankreich ist längst nicht abgeschlossen. Die Linke verteidigt sie als Instrument der Umverteilung; die Rechte, selbst die moderate, bekämpft sie als konfiskatorisch. Aber solange sprechen die Zahlen: drei Millionen verlassene Immobilien, eine explodierende Suizidrate im ländlichen Raum und Großvermögen, die nur 0,2 % zahlen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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