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La Sexta und die Kanäle: die übertriebene Wohnungsnot-Behauptung
La Sexta behauptete, Menschen lebten in Kanälen. Ein Sanierungstechniker widerlegt das: Sammler sind 2,5 Meter breit. Wohnungslosigkeit ist das eigentliche Thema.
Kanäle als Wohnung: Eine Schlagzeile, die nicht trägt
Kaum hat La Sens verkündet, dass Menschen inzwischen in den Kanälen leben, eskaliert die Debatte über soziale Ausgrenzung in Spanien. Das Bild ist niederschmetternd, doch bevor man es akzeptiert, lohnt ein Blick auf den Plan jeder modernen Stadt.
Wer in der Abwasserentsorgung gearbeitet hat, winkt ab. Die heutigen Sammler sind keine bewohnbaren Gänge: Sie sind etwa 2,5 Meter breit, haben in der Mitte einen Wassergraben und werden ausschließlich von Wartungspersonal betreten. Für eine Matratze ist kein Platz, und jeder Regen verwandelt den Tunnel in eine Falle.
Energiearmut oder die letzte Stufe der Ausgrenzung?
Einige Reaktionen ordneten das als Energiearmut ein. Das ist es nicht ganz. Die Unfähigkeit, die Stromrechnung zu zahlen, hat wenig mit dem Schlafen unter einem Gully zu tun; hier fehlt die Wohnung vollständig. Das Haus ist nicht ineffizient – es existiert schlicht nicht.
Ironie als Zuflucht
Wie so oft schlug der Skeptizismus in schwarzen Humor um. Nicht wenige erinnerten daran, dass ein bekannter spanischer TV-Moderator bei so vielen leerstehenden Wohnungen die Betroffenen in seinen zahlreichen Immobilien aufnehmen könnte. Der Seitenhieb verrät die eigentliche Frage: Warum geht die Erzählung von den Menschen unter dem Asphalt ohne konkrete Wohnungslösungen einher?
Die verstörende Zahl: Die Sammler moderner Wohngebiete sind für Wasser gebaut, nicht für Menschen. Wenn jemand dorthin geht, dann nicht freiwillig; dann hat ihm das System alle anderen Optionen genommen. Die Frage lautet nicht, ob die Schlagzeile wörtlich zu nehmen ist, sondern warum eine Gesellschaft eine unterirdische Hölle erfinden muss, um die Krise zu erkennen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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