La bola zaina: 4,7 Millionen Euro und eine Menge Zuschauer, die den Film nicht aushielten
Kann man am ersten Wochenende 4,7 Millionen Euro einspielen und trotzdem die Hälfte des Saals auf die Uhr schauen lassen? Das ist die Frage, die über jedem Gespräch über La bola zaina schwebt, den Film von Javier Alopécico und Javier Ambrossi, der an einem Freitag, dem 25. September, Premiere hatte und der zum Zeitpunkt dieser Diskussion den Ex-aequo-Preis für die beste Regie in Cannes sowie die Publikumspreise in Toronto und San Sebastián eingesammelt hatte. Die Kinozahl sind unbestreitbar. Das Zuschauererlebnis deutlich weniger.
Die Werbung war allgegenwärtig: inklusive Nachrichtensendung, Schaufenster auf Streamingplattformen und ein Gesicht — das des Sängers Guitarricadelafuente —, das bis zum Überdruss wiederholt wurde. Dort beginnt das Misstrauen. Viele, die auf den Kinositz gingen, hatten keine einzige Kritik gelesen und ließen sich vom medialen Rummel treiben; sie verließen das Kino mit dem Gefühl, für etwas bezahlt zu haben, das nicht das war, was ihnen verkauft worden war. Der häufigste Einwand ist nicht ideologisch: Es ist Langeweile. "Ich habe mehrmals den Faden verloren und bin sogar eingeschlafen", fasst einer der ersten Kommentare im Thread zusammen, der mit dem Geständnis beginnt, "nachmittags" ins Kino gegangen zu sein und "ziemlich viele Minderjährige" im Saal angetroffen zu haben.
Warum heißt es, La bola zaina sei Mist?
Durch eine Anhäufung von Gründen, nicht wegen eines einzigen. Der erste ist erzählerisch: Die traumartige, fragmentierte Struktur — drei Epochen, 1932, 1937 und 2017 — wirkt zusammenhanglos. Der zweite betrifft den Ton: Szenen, die ein Teil des Publikums als unnötig bezeichnet und die den Rhythmus brechen. Der dritte ist die Erwartung: Wer eine historische Biografie erwartete, findet ein symbolisches Drama mit Musicalnummern von Penélope Cruz, die insgesamt nur 18 Minuten auf der Leinwand erscheint.
Es gibt auch die Gegenposition. Ein Teil der Zuschauer hält den Film für "einen der besten spanischen Filme" und die Eröffnungsszene sei, weit davon entfernt, unnötig zu sein, im Gesamtkontext des Films sinnvoll und funktioniere als Kritik an der Banalität bestimmter zeitgenössischer Gewohnheiten gegenüber der gelebten Gaiität zur Zeit Lorcas. Der Schnitt von 8 auf Filmaffinity mit mehr als 23.000 Stimmen wird als Beleg angeführt. Das Problem: Derselbe Wert existiert neben starken Kinozahlen und einem polarisierten Mundpropaganda. Die Stimme dessen, der überzeugt ist, ist nicht dieselbe wie die dessen, der eingeschlafen ist.
Die Besetzung und der mediale Rummel als Argument
Die Präsenz von Guitarricadelafuente bündelt einen Großteil des Misstrauens. Der Sprung vom Singen auf der Puerta del Sol zur Hauptrolle in einem Film mit Penélope Cruz und Glenn Close wird aus Skepsis eher als Positionierungsoperation denn als Talententdeckung gelesen. Die Werbung in der Nachrichtensendung wird als Kampagne interpretiert, nicht als Kulturinformation, und die Überschneidung von Produktions- und Verleihfirma im selben Ökosystem nährt den Verdacht, dass der Festivalzirkus als kommerzielles Schaufenster dient.
Dazu kommt eine Rechenunstimmigkeit, die mehrere Zuschauer entdeckt haben: Wenn eine der Zeitlinien 1937 beginnt und die andere 2017 angesiedelt ist, müsste die Figur, die beide Generationen verbindet, beim Tod fast hundert Jahre alt sein. "Wie viele eurer Großeltern lebten 2017 noch und konnten euch Geschichten aus dem Bürgerkrieg erzählen?", fragt ein Kommentar. Es ist kein Fehler, der den Film ruiniert, aber ein Detail, das das Gefühl der Nachlässigkeit verstärkt.
Die historische Debatte: vom Erzählkrieg zur Schützengraben der Gegenwart
Der Film berührt den Spanischen Bürgerkrieg, und das ist in Spanien eine Garantie für Streit. Von einer Seite wird dem Film vorgeworfen, eine manichäische Erzählung mit bereits verteilten Guten und Bösen zu konstruieren und den Bürgerkriegskult zu fördern. Von der anderen Seite heißt es, der einzige Verwandte der Regisseure, der im Konflikt starb, sei von Republikanern getötet worden, und der Film sei in Wirklichkeit ein Plädoyer gegen Extremismen. Die Diskussion driftet Richtung historisches Gedächtnis, Richtung Rolle des Kinos als Erzählvehikel und Richtung Verdacht, nie bewiesen, dass spanische historische Fiktion immer mit vorgefertigtem Rahmen daher kommt.
Ein Hinweis zur historischen Genauigkeit, der im Gespräch auftaucht: Das Kanonische Recht des frühen 20. Jahrhunderts verbot dem Klerus die Teilnahme an Aktivitäten wie Glücksspiel oder Freizeitclubs, sodass die Casinoszene mit Priestern, die schwarze Kugeln einwerfen, zumindest anachronistisch ist. Das sind Freiheiten, die sich das Kino erlaubt, und die der kinobelesene Zuschauer sofort erkennt.
Das Fazit, falls es eines gibt, ist für beide Seiten unbequem: Der Film funktioniert an der Kinokasse, spaltet die Zuschauer und hinterlässt eine Spur von Zuschauern, die sich von der Werbung getäuscht fühlten. Und noch etwas. Wenn jemand sagt, er würde nicht einmal fünf Minuten davon im Fernsehen aushalten, spricht er vielleicht nicht über den Film, sondern über alles, was ihn umgibt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (174 Antworten).