Ayahuasca, Peyote und Kambó ausprobiert: Was sich bei denen verändert, die zurückkommen
Ein ungeschönter Bericht aus erster Hand, ohne Versprechen von Erleuchtung: Jemand, der Rituale mit Ayahuasca, Peyote, San-Pedro-Kaktus und Krötensekreten durchlaufen hat, ist überzeugt, dass die Erfahrung seine Sicht auf das Leben verändert hat. Das ist keine vereinzelte Meinung. Es ist die Geschichte eines Menschen, der zwischen seinem 30. und 40. Lebensjahr in Expeditionsteams für Fernsehproduktionen arbeitete —manche für RTVE, andere für ausländische Sender— im Amazonasgebiet, am Río Progenitora de Dios auf der Suche nach Paititi oder am Titicacasee, untergebracht in indigenen Gemeinschaften, die ihm die Teilnahme an ihren Zeremonien anboten.
Die erste Aussage des Berichts ist unmissverständlich: Nein zu sagen zu dem, was einem in diesen Zusammenhängen angeboten wird, ist ein Fehler, den man ein Leben lang bereut. Die zweite relativiert: Nicht alles, was man im Dschungel ausprobiert, ist transzendent. Und die dritte, die unbequemste, lautet: Keine dieser Substanzen ist risikofrei.
Was konsumiert wird und welche Wirkungen beschrieben werden
Die Liste ist lang: Ayahuasca —drei Einnahmen—, Peyote, San-Pedro-Kaktus, die sogenannte Kröteninjektion und Rapé. Zum Rapé muss eine Präzisierung gemacht werden: Es ist gemahlener Tabak mit anderen Zutaten, der durch die Nase gezogen wird, keine injizierte Substanz. Und was als Kambó bekannt ist, stammt nicht von einer Kröte, sondern vom Frosch Phyllomedusa bicolor und wird auf kleine Brandwunden auf der Haut aufgetragen. Solche Feinheiten trennen den Erfahrungsbericht vom Folklore-Märchen und der chemischen Beschreibung.
Die beschriebenen Wirkungen reichen vom Sinnlichen bis zum Existziellen. Während der Ayahuasca-Zeremonie nehmen die sich wiederholenden Trommeln und Bongos im Hintergrund eine andere Qualität an: Bevor das Toxin wirkt, kann man die Rhythmen "sehen". Das nennt die Literatur Synästhesie. Sich wiederholende Musik verändert sich generell, wenn das Gehirn verändert ist, auch wenn der Bericht Vergleiche mit konkreten Platten ausschließt: In einer Hütte im Amazonas gibt es keinen Abspieler.
Verändert sich die Sicht auf das Leben für immer?
Ja, sagt der Erzähler. Das Argument lautet: Die Welt, die wir sehen, ist nur ein Teil der Realität, in der wir existieren, und der Geist, richtig angeregt, gelangt in andere Schichten. Dazu kommt ein Detail, das als unerklärlich dargestellt wird: Der Schamane begleitet die Reise und weiß am Ende genau, was der Teilnehmer erlebt hat.
Manche fügen eine weniger mystische, eher praktische Nachwirkung hinzu: Ein bis zwei Tage nach der Einnahme beschreiben sie bemerkenswerte geistige Klarheit und besseres Denkvermögen. Und manche bestreiten alles: Jede äußere Substanz, die man benutzt, um sich besser zu fühlen, macht abhängig, und Abhängigkeit ist eine Form von Sklaverei. Das Gegenargument: Ausprobieren heißt nicht brauchen.
Der schlechte Alucinación: Wenn die Erfahrung kippt
Nicht alles sind Offenbarungen. Ein Bericht schildert eine Zeremonie mit einem Schamanen, der ein randvoll gefülltes Glas Ayahuasca servierte und danach eines mit Rum — eine ungewöhnliche Kombination. Das Ergebnis war ein Gefühl unmittelbar bevorstehenden Todes und absoluter Vernichtung, mit innerem Widerstand, den Gesichtern von Angehörigen und der Gewissheit, sie nie wiederzusehen. Schreien, Krampfen und Erbrechen. Die Schlussfolgerung aus dieser Episode: Ohne einen Schamanen, der weiß, was er tut, kann der Alucinación schlimmer enden, als er begann.
Daher die Warnung vor dem Kontext. Die Praktiken von Schamanismus-Schulen, die Teilnehmer in verwundbaren Momenten psychisch unter Druck setzen, werden abgelehnt. Die Empfehlung lautet immer: heiliger Ort und erfahrene Anleitung, mit einer von vornherein akzeptierten Bedingung: Du führst deinem Körper ein Gift zu und kannst dabei sterben.
Diät, Pilze und die Hierarchie der Substanzen
Vor der Einnahme: keine besondere Diät. Wenig essen, ja: Mitten im Amazonas, beim Dreh von Dokumentarfilmen, gibt es eine Mahlzeit am Tag. Über psilocybinhaltige Pilze fällt das Urteil weniger feierlich aus: Sie sind keine Einweihungs- oder Erleuchtungsdroge, sie sind etwas Lustiges für zwischendurch. Eigene Anbauten werden beschrieben, ebenso eine erste Erfahrung beim Festival von Ortigueira.
Die persönliche Hierarchie setzt die Ayahuasca wegen ihrer Transzendenz nach oben, den Peyote als die am wenigsten gefährliche Option — auch wenn es in diesem Fall psychedelisch und schön, aber nicht transformativ war. Hierba bleibt im Freizeitbereich, mit einem leichten Kreativitätsschub. Und den Wirkstoff —DMT— isoliert und pur einzunehmen, gilt als Blasphemie, die das Heilige der Pflanze zerstört.
Das Gespräch kam auch auf die klinische Nutzung: Studien mit Psychedelika gegen schwere Depressionen, posttraumatische Belastungsstörung, Alzheimer oder Fibromyalgie, finanziert von der Pharmaindustrie, mit Teams in den USA, Großbritannien, Australien und Kanada. Auch auf den Fall von Connor Murphy und die Frage, ob Ayahuasca eine unheilbare Schizophrenie auslösen kann. Die Antwort des Materials ist die übliche in diesen Gefilden: reales Risiko, unvollständige Evidenz.
Ein loses Ende bleibt, das niemand knüpft. Die Erfahrung wird als Erwachen in eine andere Realität beschrieben, mit erhöhter Empfindlichkeit für anomale Gerüche, Luftzüge und seltsame Formen in Steinen oder Wolken. Ob das geschulte Wahrnehmung oder Suggestion ist, klärt der Bericht nicht. Und dieser Artikel wird es auch nicht klären.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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