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Kündigung mit 35 wegen toxischer Kollegin
Ein 35-jähriger Angestellter kündigt wegen einer toxischen Arbeitskollegin. Schon nach 30 Minuten eskaliert der erste Streit mit einer Kundin.
Manche kündigen per Brief, andere mit Knall. Diesmal fällt der Knall auf einen Mittwoch. Ein 35-jähriger Arbeitnehmer gibt seinen Job auf und erklärt, er habe kein Bedürfnis mehr, die Situation zu ertragen. Der Grund ist seine Sitznachbarin, eine Person, die laut seiner Erzählung in der ganzen Stadt bekannt ist; er war vor ihr gewarnt worden.
Die Geschichte stammt von dem, der sie erlebt hat. Er beschreibt eine toxische Arbeitskollegin mit langem Dienstalter: arrogant, überzeugt von ihrer eigenen Unfehlbarkeit, stets darauf aus, Fehler anderer zu finden, und mit einem permanenten Ärger im Gesicht, den man auch auf der Straße erkennt. Wenn man ihr eigene Fehler aufzeigt, ist kein Gespräch möglich. Spricht man über ein Thema, hat sie immer einen Verwandten, Bekannten oder Freund, der alles besser weiß als alle anderen.
Das klingt wie eine Anekdote vom Flur. Für den Erzähler ist es jedoch der Auslöser für seinen Abschied.
Halbe Stunde am Platz und offener Streit mit einer Kundin
Der Vorfall, der den Alltag zusammenfasst, ist kurz: Nach nur einer halben Stunde an ihrem Arbeitsplatz hatte sie bereits Streit mit einer Kundin, die ratlos dastand und nicht verstand, was gerade passiert war. Das Muster wiederholt sich. Kunden geraten regelmäßig mit ihr aneinander; dieselben Kunden loben hingegen die Freundlichkeit des Kollegen neben ihr. Ihm wurde genau das vorgeworfen: Wenn schon bezahlt sei, solle man nicht mit Fragen stören.
Die Botschaft des Hauses lautet, so wie er sie darstellt: Geld kassieren und Mund halten. Kundenfragen zu beantworten wird als Zeitverschwendung gedeutet; Freundlichkeit fast als Mangel an kommerziellem Verstand. Eine seltsame Art, Kundenservice in einem Geschäft zu verstehen, das davon lebt.
Zwei Lager im selben Gebäude und ein Team, das alles meldet
Die beschriebene Organisation ist in zwei Bereiche des Gebäudes gespalten. Kalter Krieg, nichts offen ausgesprochen. Sie fungiert als Übermittlerin: Sie informiert die Leitung über jede Bewegung und unterbindet jeden Versuch, Gehälter oder Bedingungen zu verbessern. Ein Teil der Belegschaft fordert ständig Verbesserungen und wird dafür vom anderen Teil gehasst. Dieser andere Teil verdient schlechter und arbeitet länger, ist aber unfähig, den Mund aufzumachen.
Der scheidende Mitarbeiter sagt, er sei der einzige Mann im Team.
Warum verteidigen die Geringverdiener das Unternehmen?
Das im Bericht auftauchende Muster – wer am wenigsten verdient, verteidigt oft am stärksten den Status quo – lässt sich, je nach Interpretation des Falls, durch Angst vor Repressalien, die Kosten eines Jobwechsels in diesem Alter und eine Unternehmenskultur erklären, die Folgsamkeit belohnt und Initiative bestraft. Wer zum Aufpasser des Kollegen wird, erkauft sich damit ein Stück Schutz.
Auf dieser Basis versteht sich der Rest: der Rüffel für den freundlichen Mitarbeiter, die Verachtung für Lohnforderungen und der kalte Krieg zwischen den Gebäudebereichen als stabiler Zustand. Niemand streitet offen, weil offener Streit seinen Preis hat.
Soziale Arbeit, Predigten und unpassende Gehaltsabrechnungen
Ein Detail ärgert den Protagonisten mehr als das ärgerliche Gesicht seiner Kollegin: die gepredigte Sarracena. Die Institution präsentiert sich mit 2000 Jahren Tradition und widmet einen Teil ihrer Einnahmen sozialen Zwecken, während sie laut seiner Version perversos Löhne und Arbeitszeiten zahlt. Die Rede von Nächstenliebe koexistiert mit Vorwürfen gegen den Mitarbeiter, der Kunden gut betreut.
Es ist die alte Spannung zwischen Wohltätigkeit als Schaufenster und Gehalt als Kostenfaktor. Das Unternehmen, das nach außen Solidarität zeigt, kann intern das unsolidarischste an der Straße sein. Es gibt keine öffentlichen Zahlen zur Überprüfung; nur die Erzählung dessen, der die Abrechnung in der Hand hält.
Welche Taktiken helfen beim Umgang mit solchen Kollegen?
Aus fremden Erfahrungen ergeben sich drei Rezepte, keines heldenhaft. Erstens: Kontakt auf das Nötigste beschränken. Zweitens: Dem widersprechenden Recht geben, bis er ermüdet: Immer ja zu Dummen sagen, denn Diskussionen mit Uneinsichtigen kosten Energie und ändern nichts. Drittens, die pragmatischste Lösung: Den anderen beleidigt sein lassen und seinen Genuss des Schweigens nutzen.
Erinnert wird auch daran, dass Jobs wegen solcher Chefs oder Kollegen verloren gehen, und dass die letzte Verantwortung bei denen liegt, die einstellen und behalten. Ein geordneter Ausstieg fehlt in allen Rezepten: Alle sind Varianten von Durchhalten oder Gehen.
Liegt es am Job oder am Unternehmen?
Ein Teil der Analyse behauptet, mit einem solchen Profil am Tisch zu sitzen, sei bereits eine Diagnose: Wenn dort keine Qualifikation oder Talent verlangt wird, muss man sich selbst prüfen. Der Einwand kommt schnell: In vielen Teams werden solche Profile in Abteilungen platziert, wo vier Leute die Arbeit machen, und da hilft Selbstreflexion wenig.
Und dann ist da das Alter, das der Protagonist mit Galgenhumor handhabt: Er ist 35 und rechnet, dass ihm noch fünf Jahre bis ins Rentenalter bleiben. Die Antwort lautet, dass diese Rechnung falsch ist – sie hängt von der Gesundheit ab, auch der mentalen – und stützt sich auf Xenophon, der alt wurde, ohne es zu merken, weil er nie Gebrechen oder Kraftverlust spürte.
Die Entscheidung steht jedenfalls fest: Am Mittwoch gibt er den Job auf. Man kann diskutieren, ob das mutig oder luxuriös ist, ob das Problem das ganze Unternehmen oder nur eine Person war, ob Selbstprüfung nötig gewesen wäre. Dort stockt die Analyse.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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