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Konto im Ausland eröffnen: So holen Sie Ihr Erspartes aus Spanien
Ausländische Fonds mit LU-ISIN oder Konten in Frankreich und Andorra: Wege, um Erspartes aus Spanien zu bringen, und die bürokratischen Hürden, die Sparer bremsen.
Konto im Ausland eröffnen: So holen Sie Ihr Erspartes aus Spanien
Die Angst vor dem, was in Spanien passieren könnte, treibt viele Sparer dazu, nach einem sicheren Ort für ihr Geld zu suchen. Die einfachste Option ist nicht die Grenzüberschreitung, sondern der Abschluss von im Ausland domizilierten Investmentfonds: Das Geld ist außerhalb, doch der Vertriebspartner kann spanisch sein. Entscheidend ist die ISIN: Beginnt sie nicht mit ES, ist der Fonds ausländisch. Die meisten in Spanien vertriebenen Fonds sitzen in Luxemburg (LU-ISIN).
Ausländische Fonds: der einfachste Weg, das Geld außer Landes zu bringen
Der Vorteil dieser Variante: Die Geschäftsbeziehung besteht mit der Fondsgesellschaft, nicht mit der verkaufenden Bank. Geht der Vertriebspartner pleite, kann der Anleger den Vermittler wechseln, ohne den Fonds zu verlieren. Dennoch empfiehlt sich die Streuung über mehrere Gesellschaften. Diese Option wirft die wenigsten Fragen auf und erfordert weder Reisen noch einen Wohnsitznachweis.
Konto in Frankreich oder Portugal eröffnen: Formalitäten und Kleingedrucktes
Wer ein ganz normales Girokonto möchte, muss über die Grenze. In Frankreich verlangen Banken Wohnsitznachweise (Mietvertrag, Stromrechnungen), die viele Spanier nicht vorlegen können. ING Direct France nimmt keine Nichtsteuerresidenten an. In Großbritannien ist es noch komplizierter: Man verlangt eine Sozialversicherungsnummer, einen Mietvertrag und Rechnungen der Versorgungsbetriebe. Das wiederkehrende Fazit: Spanien ist dank des Personalausweises schneller beim Kontoeröffnen, während in anderen Ländern die Bürokratie zur Hürde wird.
Andorra und die Schweiz: für Residenten oder große Vermögen
Andorra erlaubt Girokonten nur für Residenten, und dafür braucht man eine Arbeitserlaubnis. Nichtresidenten haben nur Zugang zum Private Banking, mit nummerierten Konten und hohen Kosten. Die Schweiz gilt als klassische Option für alle, die Sicherheit und Anonymität suchen – sie bleibt jedoch denen vorbehalten, die dafür zu zahlen bereit sind.
Die Garantie der Bank of England für Northern Rock: ein konkreter Fall
Im Zuge der Subprime-Hypothekenkrise bot Northern Rock attraktive Einlagen und unkomplizierte Kontoeröffnung im Internet. Die Bank of England garantierte alle Einlagen des Instituts, was es zu einem sicheren Hafen machte. Die Ironie: Dieselbe Bank hatte nur Tage zuvor Schlangen von Kunden erlebt, die ihr Geld abhoben.
Die Option von La Caixa und Unicash: offene Fragen
La Caixa gehört zum Unicash-Netzwerk aus 13 Banken, über das man theoretisch Konten bei ausländischen Instituten eröffnen kann. Unklar bleibt jedoch, ob das auch Privat Kunden können oder nur Unternehmen. Credit Agricole, Credit Lyonnais und Société Générale werden als mögliche Ziele genannt, wobei die physische Abwicklung Reisen erfordern würde.
Die Diskussion lässt einen klaren Gedanken übrig: Die geografische Streuung des Ersparten ist ein weit verbreiteter Wunsch, doch bürokratische Hürden und Kontoführungsgebühren bremsen viele aus. Ausländische Fonds erweisen sich als zugänglichste Option, während Girokonten außerhalb Spaniens für den Durchschnittssparer ein Labyrinth bleiben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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