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Konten im Ausland: Der Fluchtweg über eine spanische Sparkasse
Eine spanische Sparkasse vermittelt Konten bei rund dreißig ausländischen Banken ohne Reise: im Schnitt etwa 20 Euro Gebühr und die Frage, ob sich das lohnt.
Das Fluchtkonto, das man ohne Spanien zu verlassen abschließen kann
Ein Konto bei einer ausländischen Bank zu eröffnen, ohne das Land zu betreten, ist inzwischen möglich: Eine spanische Sparkasse fungiert als Vermittlerin und erledigt den Papierkram für rund dreißig Institute in halb Europa und den USA. Der Kunde muss nur unterschreiben. Die Liste reicht von der deutschen Landesbank Baden-Württemberg über Société Générale, Regazo, Swedbank und die Royal Bank of Scotland bis zur Bank of America. Der erklärte Grund ist nicht, das Geld besser zu verzinsen, sondern einen Ausweg zu haben, falls eine kleine spanische Sparkasse pleitegeht.
Die Kosten des Unterfangens sind, den Zahlen aus dem Gespräch zufolge, gering: Die vermittelnde Sparkasse verlangt nichts für den Service, und die ausländische Bank berechnet im Schnitt etwa 20 Euro für die Kontoführung. Eine Summe, die in der Logik des ursprünglichen Gedankens gering erscheint gegenüber der Sicherheit, eine Einlage außerhalb des spanischen Systems zu haben.
Welche ausländische Bank eignet sich für ein Nichtresidentenkonto?
Eine eindeutige Antwort gibt es nicht, denn es hängt von zwei sich überschneidenden Faktoren ab. Der erste ist die Gesundheit der Bank: Die ausdrückliche Sorge ist, dass das gewählte Institut dieselbe Verschuldungsschleppe zieht wie die spanischen Sparkassen. Der zweite ist die Gesetzgebung des Landes zur Verzinsung von Konten. Der Fall Frankreich dient als Warnung: Normale Girokonten werden gar nicht verzinst, der Sparer müsste also auf andere Produkte ausweichen, wobei das Nichtresidentenkonto zumindest nicht mehr kostet als das Residentenkonto.
Manche halten die Wahl zwischen den Instituten für eine Täuschung. Die Royal Bank of Scotland und Natwest sind seit der Übernahme desselben dieselbe Bank unter zwei Marken, mit praktisch identischen Produkten. Geografische Diversifikation ist in diesem Fall reiner Wahn.
Der argentinische Corralito als Warnung fürs Bankwesen
Das Gespräch lenkt bald auf jene Episode, die viele noch im Kopf haben: die Zwangsumwandlung der Dollar-Einlagen in Pesos in Argentinien. Die Diskussion wird hitzig. Die einen behaupten, Santander und BBVA seien von einem bankrotten Staat ausgeplündert worden, der über Nacht die Regeln änderte; die anderen entgegnen, die Banken hätten Dollar-Einlagen entgegengenommen und in Pesos verliehen, und als der Peso abstürzte, hätten sie das Problem auf die Sparer abgewälzt, statt ihre eigene Verantwortungslosigkeit zu tragen. Der gemeinsame, nur widerwillig gezogene Schluss: Die Solidität eines Instituts hängt vom Land ab, in dem es tätig ist, nicht nur von seiner Bilanz.
Alternativen: Steueroasen, PayPal und Skepsis gegenüber dem spanischen Risiko
Gegen das Labyrinth aus Gebühren und Papierkram taucht der Vorschlag der Isle of Man auf, einer eigenen Jurisdiktion innerhalb des Vereinigten Königreichs, die der europäischen Sparrichtlinie unterliegt und bei der ein Konto auf dem Postweg mit Pass und Adressnachweis eröffnet werden kann. Auch PayPal wird als gebührenfreier digitaler Zufluchtsort genannt, allerdings ohne Verzinsung und mit dem Geld in bar. Die skeptische, mehrheitliche Stimme erinnert daran, dass das spanische Bankensystem zu den solidesten zählt und dass man sich mit dieser Infrastruktur für alle Fälle das Leben unnötig schwer macht. Der Punkt, an dem die Analyse stockt: Niemand weiß, wie viel an der Angst vor einer Pleite Hypothese und wie viel Prophetie ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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