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Klage gegen Verfassungsgerichtspräsidenten wegen Amnestie
Die Organisation Hazte Oír zeigt den Präsidenten des spanischen Verfassungsgerichts, Conde-Pumpido, beim Obersten Gerichtshof wegen angeblicher Rechtsbeugung an.
Klage gegen Verfassungsgerichtspräsidenten wegen Amnestie
Die Vereinigung Hazte Oír hat beim spanischen Obersten Gerichtshof (Tribunal Supremo) Klage gegen Cándido Conde-Pumpido, den Präsidenten des Verfassungsgerichts (Tribunal Constitucional, TC), und sechs weitere Richter eingereicht. Diese hatten einer Amnestie für Unterschlagungsvorwürfe gegen die ehemalige ERC-Führerin Dolors Bassa zugestimmt. Die von Libertad Digital zuerst berichtete Klage argumentiert, dass Pumps Entscheidung einen Präzedenzfall für andere separatistische Anführer schaffe und greift das Oberste Gericht dafür an, dass es die Amnestie für Unterschlagung unter Berufung auf illegale Bereicherung verweigerte. Das Dokument fordert das Oberste Gericht auf, Ermittlungen wegen angeblicher richterlicher oder administrativer Rechtsbeugung einzuleiten, und erwähnt auch eine mögliche Anmaßung richterlicher Befugnisse.
Was genau steht in der Klage gegen Pumpido?
Der Text, zu dem Libertad Digital Zugang hatte, stützt sich auf den Beschluss der Strafkammer des Obersten Gerichtshofs Nr. 21353/2024 vom 28. November im Sonderverfahren 21213/2024. Laut der Klage entschied dieser Beschluss nicht abschließend, ob die Verfassungsrichter wegen richterlicher oder administrativer Rechtsbeugung angeklagt werden sollten; er hielt diese Entscheidung bei der Ablehnung der Beschwerden im Zusammenhang mit dem ERE-Skandal für unnötig. Siebter rechtlicher Grund ist die Ablehnung einer allgemeinen strafrechtlichen Immunität, wobei jedoch die Achtung des Verbots der Überprüfung ihrer Entscheidungen gefordert wird. Die Vereinigung bittet darum, die Beschlüsse der Strafkammer vom 1. Juli und 30. September 2024 zur Behandlung von Appellen sowie die Beschlüsse des Untersuchungsrichters vom 1. Juli und 10. September 2024 und der Berufungsbeschluss vom 9. April 2025 beizufügen, einschließlich Nachweis der Zustellung.
Sondervotum der Konservativen als Grundlage der Anschuldigung
Die Klage stützt sich auf das Sondervotum der konservativen Richter, die argumentieren, dass das Verfassungsgericht seine Befugnisse überschritten habe, indem es sich in gerichtliche Entscheidungen einmischte, die nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fielen, ähnlich wie bereits im Fall der ERE. Dieses Sondervotum bildet die Grundlage für den Vorwurf der Anmaßung richterlicher Befugnisse, da der TC dem Obersten Gericht vorschreibe, wie die Amnestie für separatistische Anführer anzuwenden sei. Im Hintergrund liegt ein langjähriger Kompetenzkonflikt: Einige behaupten, der TC übergebe sich dem TS in allen Angelegenheiten, während andere meinen, der TC sollte nur klare Verfassungsverstöße prüfen und nicht jeden Fall eskalieren.
Aussichten der Klage vor dem Obersten Gerichtshof
Die entscheidende Frage ist, ob dies Aussicht auf Erfolg hat. Die Vereinigung bittet das Oberste Gericht, die Klage anzunehmen und notwendige Ermittlungen einzuleiten, die Staatsanwaltschaft zu informieren und Unterlagen zum Urteil des Verfassungsgerichts, Zertifizierungen der verschiedenen Positionen sowie Zeugenaussagen der Teilnehmer der Plenarsitzung anzufordern. Die Skepsis ist groß: Manche erinnern daran, dass ähnliche Klagen im ERE-Fall erfolglos blieben, und betonen, dass Beweise statt Zeitungsausschnitte erforderlich seien. Andere glauben zwar, dass das Oberste Gericht zuständig ist, um den TC-Präsidenten wegen angeblicher Rechtsbeugung zu untersuchen, zweifeln aber daran, dass dies zu einer Inhaftierung führen wird.
Präzedenzfall für andere separatistische Anführer
Der am Dienstag vorgestellte Bericht von Pumpido gewährt Dolors Bassa Amnestie für Unterschlagung und schafft einen Präzedenzfall für andere separatistische Anführer. Das zentrale Argument lautet, dass keine illegale Bereicherung vorlag, da die Ersparnis durch die Nichtfinanzierung des illegalen Referendums vom 1. Oktober keine solche darstelle. Laut der Klage widerspricht dies direkt der früheren Haltung des Obersten Gerichts. Einige argumentieren, dass dieses Urteil, falls bestätigt, Politikern erlauben würde, zu stehlen und dann Amnestie zu beantragen, was effektiv die Rechtsstaatlichkeit beenden würde. Andere sehen darin einen weiteren Schritt in einer langfristigen Entwicklung.
Politischer und organisatorischer Kontext der Klage
Hazte Oír ist keine neutrale Organisation; sie hat ein klares ideologisches Profil, und ihre Klagen erzeugen oft mehr Medienaufmerksamkeit als juristische Ergebnisse. Dies entwertet nicht den Inhalt, beeinflusst aber die Aufnahme. Einige argumentieren, dass wenn Organisationen wie Hazte Oír oder Iustitia Europa verschwinden und die Linke die Justiz vollständig kontrolliert, die Demokratie verloren ist. Andere dagegen betrachten diese Klagen als Lärm und behaupten, der TC habe rechtmäßig gehandelt. Die Debatte über die Amnestie für Unterschlagung verbindet sich mit breiteren Fragen: Wenn Unterschlagungsverbrechen begnadigt werden, müssen alle Politiker unabhängig von ihrer Partei gleich behandelt werden.
Die Situation bleibt unverändert: Eine Klage wurde eingereicht, das Oberste Gericht muss entscheiden, ob es sie annimmt, und der TC hat sein Urteil bereits gefällt. Es ist unklar, ob das Oberste Gericht wagen wird, Pumpido zu untersuchen. Der berechtigte Zweifel besteht darin, ob dies der Beginn etwas Bedeutendes ist oder nur ein weiteres Kapitel des gerichtlichen Lärms ohne Konsequenzen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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