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Kino 2025-2026: Vom «Temu-Predator» zu Bugonia
War Machine, Bugonia, Weapons und Sirat spalten die Saison zwischen solidem Blockbuster und umstrittenem Meisterwerk.
«Temu-Predator» und Bugonia: Filme, die das Publikum spalten
Das Filmjahr 2025-2026 zieht eine kuriose Bilanz: Ein Action-Blockbuster über einen außerirdischen Jäger, der laut Zuschauern ohne Wokismus oder Liebesgeschichten auskommt, ein Science-Fiction-Film, den einige als Meisterwerk feiern und andere mit Unglauben quittieren, sowie mehrere europäische Titel, die nur durch pure Zähigkeit im Gespräch bleiben. Die Kinokassen lügen nicht, aber auch der Geschmack nicht. Mitten darin wächst der Verdacht, dass das aktuelle Kino in eine Ära vergrauter Farben und endloser Greenscreen-Arbeit eingetreten ist, die weder Veteranen noch Neulinge überzeugt.
War Machine: Der Predator, der nicht menschlich wirkt
Der Film, der die Debatte eröffnet, ist War Machine, ein Action-Stück, dessen Protagonist laut wiederholter Beschreibung wie „ein Predator, aber als Alien-Maschine“ funktioniert. Der erste Konsens sieht ihn über dem Genre-Durchschnitt: Er unterhält, liefert was er verspricht und lässt sich gut schauen. Manche vergleichen ihn direkt mit Battle: Los Angeles (2011), bis hin zum „exakt gleichen“ Ende, bei dem alle in die Schlacht ziehen. Dies ist nicht das erste Mal, dass Hollywood sein Handbuch für militärische Rekrutierung im Gewand der Science-Fiction wiederverwertet.
Die häufigste Kritik ist nicht ideologischer Natur, sondern betrifft die Besetzung: Die Fünf-Minuten-Rollen von Jai Courtney und Dennis Quaid wirken eher wie Werbe-Gags denn als narrative Notwendigkeit. „Kein Wokismus, keine Romantik, kein Unsinn, nur Gewalt und offensichtlicher Amerikanismus“, fasst ein Kommentar die allgemeine Stimmung zusammen. Die Frage, ob der Titel sich auf den Alien oder den Protagonisten bezieht, bleibt offen: „Der Typ wirkt auch nicht menschlich.“
Bugonia, Weapons und der Rest: Eine Liste der Zwietracht
Für einen Teil des Publikums ist der Favorit der Saison Bugonia, bezeichnet als „mit Abstand der beste Film von 2025/6“. Es folgt Weapons, das ebenfalls besteht, wenn auch mit Nuancen. Probleme gibt es bei Sirat, beschrieben als „unerträglich, nur geeignet, wenn man Hippies beim Drogenkonsum zuschauen mag“, und bei Nosferatu, das manche als „das Schlechteste, was Eggers je gedreht hat“ betrachten. Auch One Battle After Another entgeht der Kritik nicht: „Super langsam, fade und extrem rot gefiltert.“
Zirkulierende Titel umfassen Mickey 17, Hamnet, Marty Supreme, Crime 101, Disclosure Day, Wildwood, Black Bag und Joel Edgertons Train Dreams. Auch spanische Vorschläge wie der Stierkampf-Dokumentarfilm Tardes de soledad und Balandrau tauchen auf. Die Bandbreite des Geschmacks ist so groß, dass jede Rangliste zum Minenfeld wird.
Die Farbe des aktuellen Kinos: Greenscreen, Grau und Nostalgie
Eine querlaufende Kritik zielt auf die visuelle Fertigstellung ab. „Filme werden vor Greenscreens gedreht und Hintergründe digital hinzugefügt; um Differenzen zu kaschieren, werden Bilder bearbeitet, was zu dunklen, vergrauten Farben führt.“ Die Beschwerde ist nicht nur ästhetisch: Sie verbindet sich mit dem Gefühl, dass das Kino der letzten sieben oder zehn Jahre Textur verloren hat. Generationsvergleiche folgen schnell: Als Spezialeffekte und die Farbe der Sechziger kamen, protestierten Ältere; nun ist die Ablehnung generationenübergreifend.
Das Publikum, das nicht mehr schluckt
„Aktuelles Kino ist Müll, die Leute schlucken jeden Schund.“ Dieser Satz fasst eine Welle der Entfremdung zusammen, die nicht zwischen Blockbustern und Arthouse unterscheidet. Dem gegenüber steht die Haltung, dass es noch Spielraum gibt: Bugonia und Weapons beweisen, dass interessante Arbeit möglich ist. Die Spannung ist neu nicht, aber die Diagnose, dass „was sie machen, weder Alten, Jungen noch den Machenden selbst gefällt“, ist beunruhigend.
So endet die Saison 2025-2026: Ein kompetenter, aber unauffälliger Blockbuster, ein Minderheiten-Favorit, der um Anerkennung kämpft, und ein ungelöster Streit über digitale Fertigstellungen. Die Kinosäle werden sich weiter füllen. Der Konsens nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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