Kinderkosten in Spanien: 600 € Zuschuss vs. Kita

In Spanien sinkt die Einkommensteuerbasis um 4.000 €, es gibt 1.200 € jährliche Beihilfen, doch Kitas kosten oft 600 € monatlich.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Kinderkosten in Spanien: 600 € Zuschuss vs. Kita
Kinder in Spanien: Steuererleichterungen und monatliche Kosten

Ein Kind kann bei der spanischen Einkommensteuererklärung (IRPF) zu Erstattungen führen. Und es kann das gesamte Gehalt für eine Kita aufzehren. Beides ist gleichzeitig wahr und erklärt eine Diskussion vom März 2014: Ist es verrückt, Kinder zu bekommen? Die zwei widersprüchlichen Zahlen sind rund: bis zu 600 Euro Steuerabzug bei Geburt gegenüber 600 Euro pro Monat für die Kita.

Der Auslöser war nicht steuerlicher, sondern beruflicher Natur. Ein potenzieller Vater argumentierte, dass weder er noch seine Partnerin einen sicheren Arbeitsplatz hätten und ein Kind unter diesen Umständen riskant sei. Die häufigste Antwort, von beiden Seiten, lautet: Der perfekte Zeitpunkt existiert nicht. Wer wartet, bis alles perfekt ist, bekommt nie Kinder.

Kann man ein Kind fast kostenlos großziehen?

Ja, wenn man einen minimalen Konsumkorb akzeptiert. Das am häufigsten genannte Argument ist, dass Kinderkleidung länger hält, als das Kind zum Wachsen braucht, sodass man mit geerbter Kleidung auskommen kann, bis der Wachstumsschub endet. In einem Haushalt, in dem gekocht wird, reicht das Essen für drei genauso wie für zwei. Bildung ist bis zum 16. Lebensjahr kostenlos und das öffentliche Gesundheitssystem deckt den Rest ab. Spielzeug ist optional; die Familie bestimmt den Preis: 100 Euro für einen Plastik-LKW oder null.

Die Gegenargumente kommen mit fremden Rechnungen daher: Kitas für 600 Euro, Unterstützungspersonal, Privatschulen und ein Bildungs-Paket, das als Pflicht verkauft wird. In dieser Erzählung bedeutet der Verzicht auf die Premium-Variante, ein schlechter Elternteil zu sein. Die vollständige Aufstellung würde eine lange Analyse erfordern, die hier nur zusammengefasst werden kann.

Die Steuerrechnung: Was bringt ein Kind steuerlich und finanziell?

Ein Nutzer listet vier Wege auf, wie Nachkommen die IRPF beeinflussen. Erstens: 600 Euro Steuerabzug bei Geburt. Zweitens: 4.000 Euro Reduzierung der Bemessungsgrundlage. Drittens: 1.200 Euro jährliche Beihilfe für berufstätige Mütter, bis das Kind 3 Jahre alt ist. Viertens: Eine Erhöhung des unpfändbaren Existenzminimums um 30 %, gedacht für schwierige Zeiten. Gleichzeitig wird behauptet, dass Kinderlose mehr IRPF zahlen: Es gibt keinen Abzug, der das Fehlen von Nachkommen kompensiert.

Die optimistischste Berechnung besagt, dass für einen disziplinierten Sparer ein Kind fast ein Geschäft ist.

Gehen Frauen mit Kindern früher in Rente?

Dieser Vorschlag taucht im technischen Teil der Diskussion auf. Ein Nutzer geht davon aus, dass Frauen im Durchschnitt sechs Jahre älter werden als Männer und länger Rente beziehen, weshalb sie sich später zurückziehen sollten. Das vorgeschlagene Schema legt 67 Jahre für Männer und 69 für Frauen fest, mit Abschlägen wegen Mutterschaft: 68 mit einem Kind und 67 mit zwei. Jeder, der Kinder großgezogen hat, versteht schnell, warum dieses Thema Wellen schlägt.

Die andere Seite der Medaille ist unbequemer: Wer Kinder als alternative Rentenversicherung betrachtet, plant keine Familie, sondern eine Gehaltsabrechnung. Und Gehälter können – anders als Kinder – gepfändet werden.

Das Argument, das die Sache beendet

Manche fassen ihre Haltung so zusammen, dass sie keine Sklaven in die Welt setzen wollen. Dies ist die Strömung, die Elternschaft grundsätzlich ablehnt, ohne zu rechnen: Wenn die Welt schlechter wird und das System die Bildung der Kinder übernimmt, sind sie nur Kanonenfutter für den Mechanismus. Die klassische Erwiderung kommt als unbequeme Frage, wer sich im Alter um sie kümmert, und erhält oft eine noch unbequemere Antwort: Man bekommt ein Kind, um es zu lieben, nicht um es auszubeuten, und wer es als Lebensversicherung sieht, bleibt wahrscheinlich ohne Versicherung und ohne Kind.

Mitten in diesem Konflikt tauchen zwei generationelle Vorwürfe auf. Erstens: Es fehlt an Opferbereitschaft; unsere Eltern und Großeltern hatten es schwerer und kamen durch. Zweitens, das Gegenteil: Manche wollen keine Reisen oder Partys vermissen, und die aktuellen Generationen seien egoistisch und verwöhnt.

Gehälter, Staat und Bildung: Der echte Flaschenhals

Das Grundproblem ist nicht Liebe, sondern Geld. Bei Gehältern, die beide Partner zur Arbeit zwingen, wird die Erziehung eher zu einem logistischen Puzzle als zu einer finanziellen Frage. Hinzu kommt Misstrauen gegenüber einem Bildungssystem, das laut dieser Strömung Eltern nicht erlaubt, ihre eigenen Kinder zu erziehen. Zudem wird ein langfristiger Verfall angeprangert: vier Präsidenten seit den Achtzigern und eine Kaufkraft eines normalen Gehalts, die angeblich nur halb so hoch ist wie vor dreißig Jahren.

Das demografische Bild, das ein Teil der Diskussion zeichnet, zeigt einen sichtbaren Kontrast auf der Straße: Migrantenfamilien mit zwei oder drei Kindern neben spanischen Paaren unter dreißig, die oft keine haben. Diese Beobachtung wird als Diagnose formuliert, nicht als Vorwurf, obwohl der Vorwurf mitschwingt.

Die Frage, die niemand klärt

Es bleiben die, die behaupten, Kämpfer oder Denker großzuziehen, sei die einzige ernsthafte Antwort auf das System, und jene, die entgegnen, dass dies bedeutet, der nächsten Generation Probleme aufzubürden, die diese nicht lösen wollte. Mit dem Taschenrechner in der einen Hand und dem Euribor-Zins in der anderen: Traut sich jemand zu sagen, wie viele Kinder in ein Gehalt passen, das morgen vielleicht nicht mehr existiert?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (178 Antworten).

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