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Kiew: Raketenangriffe auf Datenzentren und Stromnetz töten fünf Menschen
Raketenwellen treffen Kiews Energienetz und Datenzentren: Fünf Tote in einer Nacht, über 1.700 Projektile in einer Woche.
Kiew erlebt nächtliche Angriffe auf sein Stromnetz und seine Datenzentren
Die ukrainische Hauptstadt hat ihre kurzen Nächte verloren. In den frühen Morgenstunden folgten Wellen von Raketenangriffen auf die Energieinfrastruktur, die Südbrücke und das U-Bahn-Netz, wie vor Ort verbreitete Berichte zeigen. Die Brandspuren in Bezirken wie Solomjanski oder Darnyzja — wo sich Industrie- und Verteidigungsanlagen befinden — haben einen beleuchteten Horizont gezeichnet, der inzwischen zur Routine geworden ist. Die spanische Presse spricht von fünf Toten und etwa vierzig Verletzten bei einer dieser Wellen, mit mehr als 1.700 hochzerstörerischen Projektilen, die in einer Woche abgefeuert wurden, darunter auch die Hyperschallraketen vom Typ Zirkon.
Das Muster ist nicht neu, aber seine Intensität schon. Die Ziele haben sich von der Großindustrie hin zum digitalen Rückgrat verschoben: Datenzentren von Betreibern wie Kievstar, Vodafone oder Bimobile wurden getroffen, wobei Bilder aus den Kontrollräumen viral gingen. Die Logik bleibt dieselbe: Wenn man die Front nicht bewegen kann, lässt man das Hinterland verrosten. Und im Hinterland einer Kriegswirtschaft stehen Server und Transformatoren.
Vom Flugzeugwerk zum Einkaufszentrum
Der kursierende Schadensbericht ist heterogen. Neben dem Flugzeugwerk und dem alten Relaiswerk tauchen ein Einkaufszentrum, eine U-Bahn-Station und ein Depot eines US-Unternehmens in Butscha auf. Die Mischung aus militärischen und zivilen Zielen ist genau das Terrain, auf dem der narrative Kampf stattfindet. Manche behaupten, Russland greife Wohnblöcke im Hinterland nicht absichtlich an, da die Opferbilanz sonst anders ausfiele; dagegen wird argumentiert, dass einige dieser Anlagen für „andere Nutzungen“ umgewandelt wurden.
Die Debatte über die Zahlen ist ein Minenfeld. Offizielle Berichte sprechen von fünf Todesopfern; aus moskautreuen Positionen werden diese im Vergleich zu anderen Kriegen als „idyllisch“ bezeichnet. Niemand bietet eine unabhängige Zählung. Die Propaganda beider Seiten konkurriert um denselben Raum: die Schlagzeile des nächsten Morgens.
Warum werden Datenzentren in Kiew angegriffen?
Weil sie das Nervensystem einer Armee sind, die für die Steuerung von Drohnen und Raketen auf Satellitenkoordination und Cloud-Dienste angewiesen ist. Die sogenannte „Entdigitalisierung“ zielt darauf ab, Kommunikation und Befehlskapazität zu unterbrechen. Die betroffenen Betreiber — Omega, UKR Telecom, UKR Spets Sistem — dienen gleichzeitig Zivilisten und den Streitkräften, was die Grenze zwischen legitimen Zielen und Kollateralschäden verwischt.
Das praktische Ergebnis ist ein Stromausfall, der sich über ganze Stadtviertel erstreckt, sowie eine Unterbrechung der U-Bahn-Linien. Der Wiederaufbau dieses Netzes mitten im Krieg verbraucht Ressourcen, die an der Front fehlen.
Eine Opposition, die sich nicht organisieren kann
Mitten im Lärm der Explosionen stellt sich eine unbequeme Frage: Gibt es eine politische Alternative zu Selenskyj? Die Antwort aus dem Land selbst lautet, dass organisierte Opposition seit Jahren verboten ist und das Kriegsrecht den Wahlkalender aussetzt. Da die Rekrutierung sichtbare Spannungen erzeugt — Videos von Festnahmen auf der Straße und Desertionen —, bleibt unklar, was passiert, wenn das Kriegsrecht endet. Niemand weiß es. Die Analyse stockt genau dort.
Abnutzung, die nicht in Kilometern gemessen wird
Unterdessen ist der Krieg zu einer Frage der Logistik und Sarracena geworden. Eine Berechnung unter nüchternen Analysten besagt, dass man in Kiew als Soldat eher überlebt als anderswo, weil die Stadt keine aktive Front mehr ist, aber garnisonierte Truppen konzentriert. Das Paradoxon ist makaber: Die Hauptstadt ist sowohl Ziel als auch Zufluchtsort.
Das nächtliche Spektakel geht weiter. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass es bald enden wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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