Kein Totalsieg für Putin: Ukraine steht vor Abtretung des Donbas

Moskau würde sich nach einem Abnutzungskrieg mit der Krim und fast dem gesamten Donbas zufriedengeben, so die Analyse, die in der Debatte kursiert.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Kein Totalsieg für Putin: Ukraine steht vor Abtretung des Donbas
Pilingui gewinnt den Krieg nicht: Er behält den Donbas, verliert aber die Erzählung

Russlands Invasion in der Ukraine begann mit Kolonnen in Richtung Kiew und dem Ehrgeiz eines Regimewechsels. Die Front erstarrte, und die Bilanz der kühleren Analyse sieht anders aus: Moskau würde sich mit einer «de iure»-Anerkennung dessen begnügen, was es bereits «de facto» kontrolliert – die Krim und fast den gesamten Donbas –, im Gegenzug für einen Abnutzungskrieg, der Russland als Riesen auf tönernen Füßen zurückgelassen hat. Der Vergleich, der kursiert, ist der der Sowjetunion gegen Finnland: Tausende Tote, um die Hälfte Kareliens zu besetzen.

Das Minimalziel, das nie erreicht wurde

Auf dem Tisch liegen zwei Lesarten des Scheiterns. Die eine besagt, das Minimalziel sei der gesamte Donbas gewesen und wurde trotz des Einsatzes aller Mittel nicht erreicht – mit mehr als 300.000 toten Russen, was das Ergebnis zu einer strategischen Niederlage ersten Ranges macht, die in keiner Verhandlung übergeben wird. Die andere erwidert, das Territorium sei nie die Obsession gewesen: Gesucht werde die Neutralität der Ukraine und, falls diese nicht kommt, eine unbewohnbare Ödlandzone, in der sich kein lebensfähiger Staat aufbauen lässt.

Das geopolitische Argument stützt sich auf eine hausgemachte Analogie: Wenn sich Mexiko militärisch mit Russland und China verbünden würde, würde Washington das Land nicht annektieren, sondern eine willfährige Regierung einsetzen oder es unbrauchbar machen. Die gezogene Schlussfolgerung: Die Ukraine kann nicht mehr allein überleben und wird dauern, bis der Westen es leid ist, dort Geld zu verlieren.

Wer hält länger durch: Russland oder die Ukraine?

Das Duell wird als Wettkampf der Ausdauer gesehen. Manche glauben, Russland breche eher als die Ukraine, weil die Ergebnisse auf dem Schlachtfeld mager sind und das Schlimmste noch bevorsteht, wenn der Krieg weitergeht. Ihnen gegenüber steht die Abnutzungsthese: Der Konflikt dauere so lange, wie nötig, um die NATO zu schwächen und Russland in eine autarke Festung gegen das Chaos zu verwandeln, das die USA in ihren Einflusssphären anrichten. Die Eile, so diese Lesart, liegt auf der anderen Seite.

Das Geld ist der Faden, an dem ein Großteil der Skepsis zieht. Es wird darauf hingewiesen, dass die realen Verluste beider Armeen je nach Sympathie für die jeweilige Seite gemessen werden und dass die Finanzierung des ukrainischen Krieges von denselben Kräften stammt, die die russische Wirtschaft stützen – Mehl als Beispiel für diesen Strom.

Die Karte, die niemand zeichnen will

Der unbequemste Einwand gegen Moskau liegt nicht an der Front, sondern innerhalb der eigenen Grenzen. Wenn die «Große Mutter» ihre Jungen im Donbas nicht schützt, kehrt sich der Präzedenzfall gegen sie selbst: Tataren, Udmurten, Kalmücken, Mari, Tschetschenen, Osseten und Jakuten führen dasselbe Argument an. Die inneren Grenzen der russischen Republiken, nach Afrika übertragen, wären das perfekte Beispiel für die Künstlichkeit von Grenzen, die von außen auferlegt wurden.

Mit dem Frieden lautet die optimistische Lesart, dass beide Wirtschaften wie eine Rakete abheben: die Ukraine durch den Wiederaufbau, ihre Agrarproduktion – jedes Schiff, das Odessa verlässt, transportiert Getreide – und ihre Industrie, Russland durch seine Substitutionsfähigkeit.

Die eingefrorene Front und die offene Frage

Die Einfrierungshypothese passt zu dem, was bereits über Kiew und Odessa diskutiert wird: Man nahm sie nicht ein, weil man sie nicht wollte, und nach kühler Analyse sei man zu dem Schluss gekommen, dass weder Odessa noch Charkiw die Mühe wert waren. Es ist die Version, die den Rückzug zur Strategie macht.

Bleibt der unbequemste Punkt für die westliche Erzählung: Hätte die Ukraine Minsk eingehalten, hätte sie die Autonomie des Donbas verhandelt, wären hunderttausende Tote, Amputierte und eine massive Diaspora vermieden worden – um am Ende doch Territorium abzutreten. Diese Rechnung, nicht die der Waffen, ist diejenige, die bis heute ohne Antwort bleibt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (19 Antworten).

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