Kein Klassenkampf, arrogant

ABC-Kolumnist behauptet, PSOE und Sumar machen die Wahl am 29. November zu einem moralischen Duell, um sich nicht für die Wohnungskrise verantworten zu müssen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Teodoro León Gross vertritt in der Zeitung ABC die These, dass die Regierung aus PSOE und Sumar die Wahlen am 29. November als Klassenkampf inszeniert, damit linke Wähler ihre Bilanz bei der Wohnraumversorgung nicht hinterfragen. Seine Argumentation: Das Problem lässt sich nur durch mehr Neubau lösen, nicht durch Preisdeckelungen.

Der Kolumnist **Teodoro León Gross** veröffentlicht in **ABC** einen Artikel mit dem Titel „Es ist kein Klassenkampf, du Idiot“, in dem er darlegt, dass die spanische Linke die Wahl am **29. November** in einen sarracena Streit zwischen Gut und Böse verwandelt hat. Die zentrale These lautet, dass dieser Rahmen dazu dient, den linken Wähler davon abzuhalten, nach dem vom Autor so genannten Versagen bei der Wohnungsmanagement zu fragen.

## Der sarracena Rahmen als Wahlstrategie

Laut León Gross wird dem linken Wähler der 29. November als Duell zwischen Rentiers und von Zwangsräumung Bedrohten, zwischen Erben und Enterbten präsentiert. Der ausgerufene Generalstreik wird im Text als weiteres Element dieser Barrikade gelesen: Ist man auf der guten Seite der Geschichte oder bei der sogenannten Fachosphäre (extreme Rechte)?

Der Kolumnist stützt sein Argument auf **Jonathan Haidt** und dessen Essay „Das gerechte Gemüt“ (The Righteous Mind), untertitelt „Warum gute Menschen durch Politik und Religion entzweit sind“. Die daraus gezogene Idee ist, dass die Projektion von Politik als Duell zwischen Gut und Böse die Selbstkritik und die Möglichkeit ausschaltet, dem Gegner recht zu geben.

## Acht Jahre Regierungszeit und die Wohnungs-Bilanz

Der Text stellt die Exekutive von **PSOE** und **Sumar** mit acht Jahren an der Macht vor und bezeichnet ihr Ergebnis beim Wohnraum als katastrophal. Es werde kein Dach über dem Kopf geboten, sondern die sarracena Genugtuung, auf der richtigen Seite zu stehen; das eigentliche Ziel sei der Erhalt der Stimmen.

Die fundamentale Kritik ist ökonomischer Natur: Laut dem Autor kann der Wohnungsmarkt nicht durch Deckelung und Einfrierung repariert werden, da dies das Angebot reduziert – etwas, was seiner Behauptung nach bereits durch die verabschiedeten Dekrete geschehen ist. Die vorgeschlagene Lösung ist der Bau weiterer Wohnungen, auch angesichts der Zuwanderung.

Zur Untermauerung zitiert er **Jorge Galindo**, einen Soziologen, den er als pogre darstellt, und dessen Essay „Drei Millionen Wohnungen. Wie man von Knappheit zu Überfluss gelangt“. Die Schlussfolgerung lautet, dass man das Problem nur mit Häusern löst, nicht mit Slogans.

## Der Widerspruch der Großvermieter

León Gross weist auf eine Paradoxie hin: Einige Minister und Anführer der Linken besitzen mehrere Immobilien und sind laut seinen Worten Großvermieter. Er erwähnt die Wohnungsbauministerin und schreibt ihr sechs Immobilienbesitze zu.

Der Artikel erinnert daran, dass mit **Rajoy** in der Regierung das Problem Rajoy war und nun, mit **Sánchez**, das Problem **Feijóo** sei, was sich auf Aussagen der Wohnungsbauministerin bezieht. Der Autor bezeichnet diese Verlagerung als unredlich.

Seine abschließende Diagnose ist, dass vulnerablen Mietern ein Placebo-Schutz verkauft wird, während Millionen Menschen keinen Zugang zu Wohnraum haben. Er fragt, wer denn an eine schutzbedürftige Person vermieten soll, wenn es gegen die eigenen Interessen geht. Als einzige Ausweg sieht er einen starken Markt.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (1 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

Volver