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Kastration von Katzen: Was das spanische Gesetz vorschreibt und was umstritten ist
Das spanische Tierschutzgesetz schreibt vor, Hauskatzen vor dem sechsten Lebensmonat kastrieren zu lassen; in der Debatte werden rund 100 Euro pro Tier veranschlagt.
Seit dem Inkrafttreten des spanischen Tierschutzgesetzes (Ley de Bienestar Animal) ist verpflichtend, eine Hauskatze vor Vollendung des sechsten Lebensmonats kastrieren zu lassen, und viele Gemeinden finanzieren Kampagnen, um dasselbe für die Straßenkolonien zu tun.
Die Sache hat eine wirtschaftliche Seite, die in den Schlagzeilen kaum auftaucht: In der Debatte werden die Kosten jeder Kastration auf rund 100 Euro pro Tier beziffert, zu denen der Besitzer noch Chip, Impfungen und Futter hinzurechnen muss. Wer das anspricht, hält fest, dass es, multipliziert mit den Kolonien und den kommunalen Zuschüssen, keine Kleinigkeit mehr ist.
Was verlangt das Tierschutzgesetz in Sachen Katzen?
Das Gesetz legt die Kastration von Hauskatzen vor dem sechsten Lebensmonat als Ausgangspunkt fest. In der Praxis ist das nicht völlig neu: Manche führen an, dass Tierärzte seit über einem Jahrzehnt das Paket aus Chip, Impfungen und Kastration als ersten Schritt bei der Registrierung eines Tieres empfehlen. Was sich durch das Gesetz ändert, ist der Rang: Es geht von der Empfehlung zur Pflicht über.
Für Straßenkatzen ist der Mechanismus ein anderer. Die Gemeinden arbeiten mit Vereinen zusammen, die die Kolonien betreuen, und die Finanzierung stammt zu einem großen Teil aus öffentlichen Geldern.
Die realen Kosten: 100 Euro pro Katze und wer sie trägt
Hier erscheint die Zahl, die die Diskussion strukturiert. Eine Kastration kostet, laut der in der Debatte kursierenden Rechnung, im Schnitt rund 100 Euro, dazu kommen Futter und Pflege. Der Verdacht, der die Sache durchzieht, ist, dass das Volumen an öffentlichen Geldern, das in diese Kampagnen fließt, das ist, was die Vereine auf die Linie des Gesetzes hält. Man argumentiert, dass jede Organisation, die Zuschüsse erhält, am Ende den Rahmen verteidigt, von dem sie lebt. Es ist eine Hypothese, kein Fakt, und als solche sollte man sie auch behandeln.
Schadet die Kastration der Gesundheit der Katze?
In dem verfügbaren Material herrscht kein Konsens. Gegenüber der Behauptung, der Eingriff verschlechtere die Gesundheit des Tieres, wird das Gegenteil ins Feld geführt: Eine kastrierte Katze habe ein geringeres Risiko, an Gebärmutter- und Brustkrebs zu erkranken als eine nicht operierte. Die Diskussion bewegt sich zwischen pauschalen Behauptungen und tierärztlicher Erfahrung, ohne dass eine zitierte Studie die Sache abschließt.
Überfüllte Tierheime und das bevölkerungsbezogene Argument
Das Argument, das das Gesetz trägt, ist demografischer Natur. Die Tragzeit einer Katze dauert zwei Monate, und die Würfe sind groß. Die Kastration wird als einzige tragfähige Alternative zur Tötung der Jungen dargestellt, einer Praxis, die früher verbreitet war und heute gesellschaftlich nicht mehr durchsetzbar ist. Die Tierheime, so heißt es, sind überfüllt. Es gibt keinen Mangel an Katzen, ganz im Gegenteil.
Mit dem Gesetz in Kraft und den überlasteten Tierheimen bleibt ein Punkt offen: Wie viel dieser Politik dient dem Tierschutz und wie viel der Subventionsstruktur, die sie trägt. Niemand hat die vollständige Rechnung veröffentlicht. Und solange das nicht geschieht, wird die Diskussion weiter ohne Eigentümerin kursieren.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (56 Antworten).
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