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Rätsel in Ceuta, Spanien: Katzen verschwinden aus Kolonien
In Ceuta, Spanien, verschwinden Katzen, und die Pflegerinnen machen Migranten verantwortlich. Ohne Beweise oder offizielle Daten wächst der Streit weiter.
Das Rätsel der verschwundenen Katzen in Ceuta beunruhigt die Lokalpolitik
Ceuta, der am stärksten überwachte Grenzposten Europas, hat eine Krise, die in keinen offiziellen Berichten auftaucht: Die Katzenkolonien der Stadt leeren sich. Die Frauen, die diese Tiere füttern, erklären, dass „der von Migranten verursachte Schaden groß und in vielen Fällen irreparabel" sei. Der Satz hat in den sozialen Medien Wellen geschlagen, doch die Beweise vor Ort bleiben zumindest vage.
Was wirklich bekannt ist
Die ersten Meldungen kamen von lokalen Medien, die sich auf die Pflegerinnen beriefen und von verschwundenen Katzen sowie gefressenen Tauben und Möwen sprachen. Die direkte Beschuldigung der Migranten machte in Foren und sozialen Netzwerken die Runde, oft in Worten, die niemandem nützen. Doch kein offizieller Bericht hat bisher bestätigt, dass das Verschwinden der Katzen mit der Einwanderung zusammenhängt. Es gibt keine Zahlen zur Katzenpopulation, keine Autopsien der gefundenen Überreste und keine laufende Untersuchung.
Das Gespenst von Haiti
Der Vorfall lässt sich nicht ohne das Hintergrundrauschen der US-Politik lesen: Dieselbe Erzählung, Migranten würden Haustiere essen, wurde im Wahlkampf verbreitet und bis zum Überdruss wiederholt. In der spanischen autonomen Stadt trifft dieser Verweis auf die Realität einer angespannten Grenze und einer Migrantenunterkunft, die den Druck auf die öffentlichen Ressourcen vervielfacht. Die Mischung ist explosiv, auch wenn die Daten nicht herhalten.
Schweigen und halbe Wahrheiten
Während sich die offizielle Darstellung darauf beschränkt, mögliche natürliche Ursachen oder eine Überpopulation der Katzen zu nennen, beharren die Pflegerinnen darauf, dass die Kolonie „irreparabel geschädigt" sei. Der Streit verläuft, wie so oft, auf parallelen Gleisen: Wer das Schlimmste sehen will, sieht es; wer Skepsis bevorzugt, verlangt Beweise. Die einzige objektive Tatsache ist, dass die Katzen, die in Ceuta täglich gefüttert wurden, nicht mehr da sind.
Die unbequeme Frage, die auf dem Tisch liegt: Gäbe es wirklich einen Zusammenhang zwischen der Ankunft von Migranten und dem Verschwinden der Katzen, warum will dann keine Verwaltung eine Untersuchung einleiten? Vielleicht, weil die Antwort, welche es auch sei, zu viele Dinge entfachen würde.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (71 Antworten).
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