Kaspa: PoW-Projekt mit 3.000 TPS-Versprechen und 557 Mio. Marktkapitalisierung

Kaspa verspricht 3.000 TPS durch Proof-of-Work bei einer Marktkapitalisierung von 557 Millionen Dollar. Die Debatte, ob es der Nachfolger von Bitcoin oder ein Betrug ist, bleibt offen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Kaspa: PoW-Projekt mit 3.000 TPS-Versprechen und 557 Mio. Marktkapitalisierung
Kaspa: Das PoW-Projekt, das 3.000 TPS verspricht und bereits 557 Millionen wert ist

Ein Proof-of-Work-Projekt, das 3.000 Transaktionen pro Sekunde verspricht, sich als erstes BlockDAG der Welt bezeichnet und bereits eine Marktkapitalisierung von 557 Millionen Dollar aufweist. Kaspa ist kein Whitepaper-Versprechen: Es handelt seit Monaten, hat seinen Wert seit Juli 2022 verhundertfacht und ist gerade in den Radar der Binance-Futures gerückt. Die Diskussion darüber, ob es der natürliche Nachfolger von Bitcoin oder die nächste Falle für Leichtgläubige ist, ist voll entbrannt.

Der Ausgangspunkt ist technisch: Kaspa präsentiert sich als ein Bitcoin im DAG-Format, eine Struktur, die parallele Blöcke statt einer sequenziellen Kette ermöglicht. Sein Algorithmus kHeavyHash ist für optisches Mining konzipiert, und das Netzwerk funktioniert bereits mit einem Sekundenintervall zwischen den Blöcken. Auf dem Papier löst es das Skalierungs-Trilemma, ohne auf Proof-of-Work oder Dezentralisierung zu verzichten. In der Praxis diskutiert die Community, ob dies ausreicht, um den aktuellen Preis zu rechtfertigen.

Was ist Kaspa und warum wird es mit Bitcoin verglichen?

Kaspa definiert sich als erstes BlockDAG, ein digitales Hauptbuch, das parallele Blöcke und sofortige Transaktionsbestätigungen ermöglicht. Im Gegensatz zur linearen Kette von Bitcoin, bei der jeder Block auf den vorherigen wartet, verarbeitet das DAG von Kaspa mehrere gleichzeitig. Laut Befürwortern führt dies zu höherer Kapazität, ohne die Sicherheit des Proof-of-Work zu opfern.

Der Vergleich mit Bitcoin ist kein Zufall. Einige behaupten, dass erfahrene BTC-Entwickler Kaspas Spectre-Algorithmus übernehmen wollen, was auf echte technische Innovation hindeutet. Andere gehen weiter und sagen, dass Kaspa nach Implementierung von DagKnight und 100 bps skalierbarer, dezentraler und sogar sicherer als Bitcoin sein werde, ohne Sidechains oder Verwahrer. Dies ist eine starke Aussage, die entsprechend diskutiert wird.

Die angegebene Gesamtmenge beträgt 19.637.020.792 KAS, mit einer Marktkapitalisierung von rund 557 Millionen Dollar. Die Emission folgt einem Zeitplan, der laut Anhängern erklärt, warum das Chart nicht wie das einer herkömmlichen Kryptowährung aussieht. Das Argument lautet, dass der Anstieg während eines Bärenmarktes stattfand, nicht mitten in einem spekulativen Pump, was es von Tokens mit fragwürdiger Tokenomics unterscheidet.

Der Preis: Von x100 seit 2022 bis zur Widerstandsmarke von 2,6 Milliarden

Die Preisentwicklung sorgt für die meisten Diskussionen. Kaspa hat seinen Wert seit Juli 2022 verhundertfacht, eine Performance, die einige der technischen Solidität zuschreiben, andere einfacher Spekulation. Mit 557 Millionen Marktkapitalisierung ist der Vermögenswert keine Microcap mehr, aber auch noch nicht in der Liga der Großen.

Eine unter Teilnehmern kursierende Analyse deutet darauf hin, dass das nächste Ziel darin besteht, Konkurrenten wie ICP, HBAR, FIL oder CRO zu übertreffen. Wenn Kaspa diese Positionen erreicht, läge die Mindest-Marktkapitalisierung bei 2,6 Milliarden Dollar, was einem Preis von 0,12 Dollar pro Token entspräche. Ein Docht bis 0,15 Dollar ist nicht ausgeschlossen, wenn der globale Pump anhält. Und wenn ATOM seinen Wert verdoppelt, dehnt sich das Szenario auf 0,2 oder 0,3 Dollar aus.

Die Ankündigung der Aufnahme in die Binance-Futures am 17. November 2023 bringt Liquidität und Sichtbarkeit. Für manche bestätigt sie, dass der institutionelle Markt es ernst nimmt. Für andere ist es der Moment, in dem große Spieler beginnen, sich zum Verkauf an Kleinanleger zu positionieren. Misstrauen gegenüber der offiziellen Markterzählung ist nicht exklusiv für dieses Asset.

Mining, Dezentralisierung und die Debatte über Skalierbarkeit

Das Mining ist eine der Säulen des Projekts. Im Multipool von HeroMiners erscheint Kaspa sowohl nach Anzahl der Miner als auch nach dedizierter Hardware als erste Wahl. Diese Daten stammen nicht aus einer offiziellen Pressemitteilung, sondern aus der Mining-Infrastruktur selbst und deuten auf echtes Interesse an der Netzwerksicherheit hin.

Dezentralisierung wird praktisch gemessen: Ein internes Testnetzwerk mit 10 bps und vier weltweit verteilten Minern unterstützt 200 Transaktionen pro Sekunde, wobei die Kapazität schrittweise erhöht wird. Befürworter argumentieren, dass Mining und Dezentralisierung dominieren und Kaspa keine Koordinatoren benötigt, um Konsens zu erreichen. Kritiker erwidern, dass die DAG-Theorie das eine, die tatsächliche Adoption das andere sei.

Die Debatte über Smart Contracts ist weiterhin offen. Es gibt kein bestätigtes Datum für die Implementierung, obwohl erwähnt wird, dass der Hauptentwickler originelle Ideen dazu hat. Die schwebende Frage ist, ob Kaspa Volumina auf Ethereum-Niveau bewältigen kann und in welcher Sprache diese Contracts geschrieben werden. Ohne klare Antwort bleibt das Versprechen in der Luft.

Skepsis: Von Shitcoins zu x100 ohne Sicherheitsnetz

Nicht alle kaufen die Erzählung. Ein Teil der Beobachter bezeichnet Kaspa direkt als Shitcoin, ein Vehikel, um Leichtgläubige zu fangen, die auf einen x100-Gewinn hoffen. Das Argument ist einfach: Das Chart hat seit 2022 bereits einen x100 gemacht, die Marktkapitalisierung liegt über 557 Millionen und die Upside-Marge schrumpft. Jetzt einzusteigen bedeute, am Top zu kaufen.

Das Misstrauen wird durch den Mangel an unabhängigen Informationen verstärkt. Manche weisen darauf hin, dass nur sehr wenige TradingView-Analysten über Kaspa gesprochen haben, was eher darauf hindeuten könnte, dass das Projekt keinen ernsten Scrutinizing-Prozess durchlaufen hat, als dass es unterbewertet ist. Der Vergleich mit IOTA, einer anderen Kryptowährung mit ambitionierter technischer Narration und depressivem Chart, taucht häufig auf.

Das Gegenargument lautet, dass Kaspa auf wenigen Börsen gelistet ist, was den Zugang einschränkt und den Preis niedrig hält. Bei Listung auf mehr Plattformen könnte die Liquidität explodieren. Dieselbe Logik wurde Ende 2017 bei NANO oder Mitte 2020 bei Chainlink angewandt. Es könnte funktionieren. Oder es könnte die nächste Geschichte einer Kryptowährung sein, die alles revolutionieren wollte und in Vergessenheit geriet.

Der menschliche Faktor: FOMO, Geduld und die x10-Strategie

Jenseits der technischen Analyse dreht sich die Diskussion um die Psychologie des Investors. Manche geben zu, dass das Chart Schwindelgefühl erzeugt und ein starker Einstieg Angst macht. Die wiederkehrende Strategie besteht darin, auf eine Korrektur zu warten: Kaufen, wenn die Marktkapitalisierung von den aktuellen 1,4 Milliarden auf 250 oder 300 Millionen fällt. Das bedeutet, auf einen Absturz von 80 % zu setzen, um mit Spielraum einzusteigen.

Das Problem ist, dass Kaspa nicht korrigiert. Diese Resistenz gegen Abwärtsbewegungen ist für manche ein Zeichen von Stärke, für andere ein Grund für Verdacht. Die Abwesenheit von Verkaufs-Panik in einem Bärenmarkt ist ungewöhnlich, und einige interpretieren dies als Manipulation oder einfach als fehlende Liquidität, damit der Preis angepasst wird.

Die am häufigsten wiederholte Überlegung ist, dass die Positionsgröße genauso wichtig ist wie das Asset. Einen x10 mit einem substanziellen Einstieg zu machen, ist profitabler, als einen x100 mit einer symbolischen Position zu jagen. Dies ist eine Lektion im Risikomanagement, die über Kaspa hinausgeht und erklärt, warum viele lieber warten, bis der Markt ausblutet, bevor sie kaufen. Die Frage ist, ob die Korrektur diesmal kommt oder ob der Zug bereits abgefahren ist.



Mit einer Marktkapitalisierung von 557 Millionen und einem Anstieg von x100 seit 2022 ist Kaspa keine Entdeckungs-Wette mehr. Es ist eine Überzeugungs-Wette. Wer jetzt einsteigt, sucht nicht den Mondflug, sondern die Konsolidierung. In einem Markt, in dem die meisten technisch ambitionierten Projekte irrelevant enden, lautet die Frage nicht, ob Kaspa interessant ist, sondern ob der Preis bereits alles eingepreist hat.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (130 Antworten).

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