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Kalter Krieg auf der Leinwand: Von Le Carré bis Chuck Norris
Von Smiley bis Chuck Norris: Der Kalte-Krieg-Film pendelt zwischen Agententhriller, Kubricks Satire und 80er-Blockbustern.
Der Kalte Krieg auf der Leinwand: Von Smiley bis Chuck Norris
Für Filme über den Kalten Krieg gilt eine ungeschriebene Regel: Je näher die Welt dem Untergang war, desto lächerlicher wirkt der Film. Die beste Satire stammt nicht von einem reumütigen Spion, sondern von Stanley Kubrick mit Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben, während der Rest zwischen Meisterwerken am Schreibtisch und billiger Action schwankt. Die Diskussion beginnt mit Titeln von The Americans bis Das Leben der Anderen, führt über Good Bye, Lenin! und Bridge of Spies und endet, wie vorhersehbar, bei Rocky und Rambo.
Spionage am Schreibtisch: Le Carré und Smiley
Der Kern des Genres liegt nicht in Schießereien, sondern in Besprechungen. Die Trilogie um Smileys Leute, Der Spion, der aus der Kälte kam und ihre TV-Adaptionen bilden das Rückgrat des Kalten Krieges, erzählt vom Verhörzimmer aus. Im Gegensatz dazu steht die Harry-Palmer-Saga —Geheimakte IPCRESS, Berlin-Finale, Milliarden für Hirne[/B]— als bodenständigere Version des Berufs: weniger Martini, mehr Bürokratie.
Die Liste umfasst Der Spion, der aus der Kälte kam, Das Odessa-File, Das vierte Protokoll, Jagd auf Roter Oktober und Gorky Park. Manche sehen letzteren als verkleideten Krimi, was stimmt: Mord als Vorwand, Moskau zu durchleuchten. Empfehlungen wie Citizen X und Kind 44 gehen in dieselbe Richtung, mit sowjetischen Serienkillern, die die offizielle Erzählung dem westlichen Individualismus zuschrieb.
Als die Bombe das Argument war
Das nukleare Subgenre hat seinen eigenen Pantheon. 13 Tage, Sieben Tage im Mai und Panik im Jahre Null teilen sich die Struktur: eine gebrochene Befehlskette und ein Beamter, der sie repariert will. Am häufigsten zitiert und beunruhigend ist Threads, oft als erschreckendster Film aller Zeiten bezeichnet. Keine Übertreibung: Er übertrifft jeden Agententhriller.
Dr. Seltsam schließt den Kreis durch Parodie. Der Kriegstraum als Club hysterischer Gentlemen. Die beste Satire über den Kalten Krieg und die unbequemste, weil der Witz immer noch funktioniert.
Vietnam und der Rest der Welt
Das Gespräch lenkt zum Vietnamkonflikt mit Platoon, Geboren am 4. Juli und Himmel und Hölle, Olivers Stones Trilogie aus drei Perspektiven. Die dritte, mit Tommy Lee Jones und Kitaros Musik, gilt als die brutalste. Danach sinkt das Niveau rapide: Rocky IV als Höhepunkt der westlich-kapitalistischen Kultur und Chuck Norris' Abenteuer als Colonel Braddock, der laut einem Beteiligten nicht spielt, sondern seine dummen Donnerstage in Vietnam erklärt.
Die Karte enthält auch Schlacht um Algier, Verlorene Kommandos und Hölle in Korea für die algerische und koreanische Front, sowie Zerrissener Vorhang, Die Hunde des Krieges, Der Tag des Schakals (Edward Fox Version) und Roter Spatz, wobei Lawrence' Nacktheit ohne sichtbare Brustwarzen hervorgehoben wird.
Serien und Dokumentationen: Das echte Material
Im TV-Bereich dominieren drei Namen: The Americans, Deutschland 83-86-89 und die Stasi-Serie, die sie verbindet. Ob Deutschland 83 „zu schwul“ ist, bleibt unbeantwortet, was viel über den Anspruch sagt. Bei Dokumentationen ist Palomares Pflichtprogramm: Vier Episoden im Stil von Tschernobyl über den Nuklearunfall über Spanien im Kalten Krieg, an den man sich nur an Fragas Bad erinnert. Die Warnung ist eindeutig: Es ist keine links-pogre Doku, und wir hätten fast Spaniens Eck verloren.
Die beste Doku-Serie über den Kalten Krieg, einst auf Canal+ ausgestrahlt, rundet einen Bereich ab, in dem echtes Material konkurrenzlos gegen Fiktion besteht.
Die unbeantwortete Frage
Bei neun Seiten Empfehlungen herrscht Konsens: Das Genre funktioniert besser am Schreibtisch als im Graben. Fiktion gelingt, wenn der Feind eine Akte ist, kein Helikopter. Warum bleibt dann Rocky IV am meisten im Gedächtnis?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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