Junts als Schlüssel: Gesetz gegen Mietbetrug im Kongress

Das Gesetz gegen Betrug bei Saisonmieten erreicht den spanischen Kongress mit 66 Änderungsanträgen. Junts ist entscheidend für die Verabschiedung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Junts als Schlüssel: Gesetz gegen Mietbetrug im Kongress
Junts als Schlüssel: Gesetz gegen Betrug bei Saisonmieten im Kongress

Der Gesetzentwurf zur Bekämpfung des betrügerischen Einsatzes von Saison- und Zimmervermietungen steht vor seiner entscheidenden Phase im spanischen Kongress. Von Sumar, ERC, Bildu, Podemos und BNG initiiert, hat das Dokument 66 Änderungsanträge gesammelt, und seine Verabschiedung hängt von Junts ab. Der Text legt fest, dass eine Zeitmiete über neun Monate oder zwei aufeinanderfolgende Verträge als Wohnraummiete gemäß dem LAU (Ley de Arrendamientos Urbanos) gelten.

Was das Gesetz vorschlägt und welche Änderungsanträge es belasten

Die PSOE möchte die Neun-Monats-Schwelle auf ein Jahr anheben; die PNV setzt sie bei zehn Monaten an. Junts argumentiert, dass keine zeitliche Frist festgelegt werden sollte, da die Wahrheit des Grundes für den Vertrag entscheidend sei. Die katalanische Partei fordert zudem, die Zimmervermietung auszunehmen, was Sumar als rote Linie bezeichnet. Alberto Ibáñez, ihr Sprecher für Wohnraum, betont, dass die Regulierung nur einer Kategorie ohne die andere das Problem nicht löst, da weiterhin getrickst wird.

Alle Fraktionen sind sich einig, dass die Verträge den Grund für die Befristung angeben müssen. Uneinigkeit herrscht bei der Prüfung dieses Grundes: ERC will die Verantwortung beim Vermieter sehen; die PNV möchte, dass der Vermieter die Umstände angibt, diese aber von den Behörden überprüft werden. Bildu geht weiter und verlangt, dass die Mietpreisobergrenzen in angespannten Gebieten auch für Zimmer gelten und die Summe der Zimmermieten die Miete der gesamten Wohnung nicht überschreitet.

Pflichtregister und Bußgelder bis zu 600.000 Euro

Sumar und die PSOE wollen die Regeln des Pflichtregisters für Saison-, Tourismus- und Zimmervermietungen, die das Wohnungsministerium per Dekret im Dezember 2024 erlassen hat, in dieses Gesetz integrieren. Dies bedeutet, dass jede Vermietung im digitalen Einheitsfenster des Ministeriums registriert sein muss, Plattformen keine nicht registrierten Objekte anbieten dürfen und Anzeigen den Referenzindexpreis sowie die letzte Miete enthalten müssen.

Die Sozialisten nutzen das Gesetz, um ein Sanktionssystem gegen Online-Plattformen (wie Airbnb, Booking, Vrbo, Rentalia und Expedia) einzuführen, mit Bußgeldern von bis zu 600.000 Euro für illegale Inserate. Strafen für Plattformen und Vermieter reichen von 3.000 Euro für leichte Verstöße über 30.000 Euro für schwere bis zu 600.000 Euro für sehr schwere Verstöße. PSOE und ihre Partner sind sich einig, dass Saisonmieten mindestens einen Monat dauern sollten.

Der katalanische Konflikt: Preisintervention auch bei Zimmern

Katalonien hat die Preisintervention gesetzlich auf die Zimmervermietung ausgeweitet und damit dem staatlichen Entwurf vorgegriff. Branchenanalysen behaupten, dass die Preise in Barcelona aufgehört haben zu steigen und erste Rückgänge verzeichnen, während die Abschaffung der Tourismusvermietung bis 2028 diesen Trend vertiefen soll. Aggressive Prognosen deuten darauf hin, dass der Markt durch das Verschwinden von Ausweichmöglichkeiten noch enger wird und nur noch günstige Angebote bleiben, was Schlagzeilen wie „Mieten fallen“ ermöglichen würde.

Gegenargumente warnen, dass Eigentümer verkaufen oder Wohnungen leer stehen lassen, wenn der regulierte Preis nicht rentabel ist. Die zentrale Frage im Debatte bleibt, ob Preisobergrenzen das Angebot so stark reduzieren, dass der bekannte Markt verschwindet. Kritiker erinnern daran, dass Mietpreiskontrollgesetze der 1950er und 1960er Jahre den Mietmarkt vier Jahrzehnte lang ruinierten.

Auswirkungen auf Mieter und Investoren

Auf der anderen Seite berechnen Eigentümer von Ferienwohnungen die Auswirkungen. Ein Investor mit 30 Immobilien an der Küste, die für Sommervermietungen genutzt werden, sieht sein Geschäft gefährdet. Ein anderer Eigentümer stellt das Dilemma dar: Bei Verkauf verliert er 10 % ITP plus Notar- und Gemeindesteuern; bei Umzug in ein Gebiet mit Preisobergrenze konkurriert er mit hundert Familien um eine Wohnung, wobei das Angebot minimal ist. Die offene Frage lautet, ob die Obergrenze die Mieten senkt oder das Angebot zum Erliegen bringt.

Der politische Machtkampf ist noch ungelöst. Junts hält den Schlüssel in der Hand, und seine Weigerung, Zimmer auszunehmen oder Fristen festzulegen, könnte den Text kippen. Unterdessen feiert das Wohnraumgesetz seinen zweiten Jahrestag mit 120.000 weniger Mietwohnungen und einem Preisanstieg von 26,5 %, ein oft wiederholtes Argument. Mit diesen Voraussetzungen wird es schwer sein, jemanden zufrieden zu stellen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (141 Antworten).

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