Jazztel fordert 200 Euro von einem Spanier, der nie Kunde wurde

Jazztel verlangt 200 Euro Installationsgebühren von einem Verbraucher, der den Anbieterwechsel storniert hatte; Vodafone will eine Rechnung erstatten, die er gar nicht herunterladen kann.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Jazztel-Rechnung für einen Kunden, der nie existierte

Es gibt ein Paradox, das Telekomunternehmen mit verblüffender Leichtigkeit lösen: die Abrechnung einer Leistung, die der Kunde gar nicht abschließen wollte. Ein Verbraucher, der den Wechsel zu Jazztel storniert hatte, hat zu Hause eine Rechnung über 200 Euro Installationskosten erhalten, zuzüglich 42 Euro Mehrwertsteuer – nachdem ihm ein Vodafone-Vertriebsmitarbeiter versprochen hatte, diese Kosten zu übernehmen. Es fehlt nur noch die digitale Rechnung, um den Kreis zu schließen. Und hier beginnt das Absurde: Er ist nicht als Jazztel-Kunde erfasst (er hatte den Wechsel storniert) und kann daher nicht auf den Kundenbereich zugreifen, um sie herunterzuladen.

Die 200 Euro des Streits

Der Betroffene hatte bereits einen Anschluss zu Hause; Orange hatte ihn vor einiger Zeit installiert. Jazztel hat nach seiner Darstellung lediglich den Router angeschlossen und die Leitung freigeschaltet. Dafür 200 Euro plus 42 Euro Mehrwertsteuer zu verlangen, ist das, was manche Analysen ohne Umschweife ungerechtfertigte Bereicherung nennen: Es gab weder einen gültigen Vertrag noch eine erbrachte Leistung. Das Unternehmen hat allerdings eine Formel gefunden, ohne Operator von jemandem zu kassieren: Die Rechnung wird per Post geschickt, der digitale Zugang bleibt gesperrt, weil keine Kundenzugangsdaten vorliegen. „Weder Kunde noch umsonst“, fasst der Verbraucher zusammen. Er will nur das Dokument, um es an Vodafone weiterzuleiten und sich den Betrag erstatten zu lassen.

Vodafone: die nächste Station des Absurden

Das Kundenbindungsangebot von Vodafone stellte eine Alternative auf: 30 Euro monatliche Ermäßigung oder die Übernahme der Jazztel-Installationskosten. Nachdem die zweite Option gewählt war, stieß sie auf die eigene Bürokratie von Vodafone: Zwischen dem, was ein Vertriebsmitarbeiter sagt, und dem, was die Zahlungsabteilung tut, liegt – aktuellen Fällen zufolge – ein Abgrund. Und die Skepsis ist nicht unbegründet: Der Verbraucher glaubte, 40 Euro zu zahlen, und zahlte bereits 50. Die Geschichte der „Preise für immer“ hilft auch nicht: Orange versprach stabile Tarife und verlangte am Ende 80 Euro; ONO machte es mit seinem Dauerpreis genauso, bis Vodafone das Unternehmen übernahm. Zwischen Unehre und Krieg endet der spanische Glasfaserkunde meistens mit beidem.

Der vernünftige Weg führt über die Kündigung der SEPA-Lastschrift, um Abbuchungen zu verhindern, den Gang zur kommunalen Verbraucherberatung und, falls nötig, die Rückforderung der 200 Euro über die Bank. Wer keinen Streit will, weicht zu einem Anbieter ohne Vertragsbindung und Lockangebote aus: O2 erscheint mit 23 Euro im Monat ohne Tricks, und Digi wird gelobt. Allerdings beginnt der Rabatt „für immer“, nach einem Werbeeuphemismus zu riechen: Das Beispiel ONO lastet schwer.

Lohnt es sich, wegen 200 Euros mit jemandem zu streiten, der einen nie zum Kunden werden ließ? Die Frage bleibt offen, aber die praktische Antwort schreibt längst der Geldbeutel: Immer mehr Verbraucher wenden sich Anbietern zu, die sie nicht mit unmöglichen Angeboten anrufen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (65 Antworten).

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