Die 200-Euro-Rechnung für eine stornierte Rufnummernmitnahme

Eine Abbuchung von 200 Euro für eine stornierte Mitnahme zu Jazztel in Spanien: wie man sie anfechtet und Alternativen wie O2 oder Digi.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

So wird Ihnen 200 Euro für eine stornierte Mitnahme abverlangt

Ein Vodafone-Kunde erhält einen Anruf von einem angeblichen Jazztel-Agenten: Er soll 200 Euro per Karte für die Glasfaser-Installation zahlen. Er gerät in Panik, ruft bei Jazztel an und wird beruhigt: Die Rechnung werde automatisch am 10. oder 11. abgebucht. Die Geschichte beginnt dort jedoch nicht. Dahinter steckt eine stornierte Rufnummernmitnahme, eine Installation, die nie hätte stattfinden dürfen, und eine Firma, die sich als sein Anbieter ausgab, um ihn zu einem anderen Anbieter zu wechseln.

Der Fall ist ein Beispiel dafür, was passiert, wenn die Rufnummernmitnahme zum Minenfeld wird. Der Kunde hatte ein Vodafone-Angebot mit 24-monatiger Bindung für 30 Euro im Monat, doch ein externer Agent rief an, behauptete, seine Rechnung werde explodieren, und überzeugte ihn zum Wechsel zu Jazztel. Als er stornierte, verlangte Vodafone die Bezahlung der Jazztel-Installation. Ist das legal? Nur wenn es im Vertrag steht, warnen die skeptischeren Stimmen.

Warum man Geld für eine Installation verlangt, die Sie nicht nutzen

Der Mechanismus ist einfach: Bei einer Mitnahme baut der neue Anbieter seine Infrastruktur aus. Wenn Sie wenige Tage später kündigen, muss jemand für diesen Einsatz zahlen. Die Anbieter fordern dies vom Kunden, selbst ohne klare Vertragsklausel. In diesem Fall bestätigte Jazztel, dass die Rechnung automatisch erstellt würde, ohne Kartenzahlung. Doch Vodafone, der ursprüngliche Anbieter, war es, der die 200 Euro für die Installation des Konkurrenten forderte.

Hier ist die Verwirrung Teil des Spiels. Die Firma, die den Kunden täuschte, Telecom & Legal Solutions Iberia, war weder Vodafone noch Jazztel, sondern ein externer Agent, der Ihre Daten nutzt, um die Mitnahme einzufädeln. Das ist kein Einzelfall: Betroffene berichten von Anrufen, bei denen sich die Anrufer als Ihr Anbieter ausgeben, um Ihnen eine falsche Preissenkung anzubieten, während sie in Wirklichkeit Ihren Anbieterwechsel vereinbaren.

Wie Sie sich wehren: schriftlich, aufgenommen und per Lastschrift

Die goldene Regel aus den gesammelten Erfahrungen ist einfach: Zahlen Sie nie im Voraus etwas, das nicht schriftlich begründet ist. Verlangen Sie eine E-Mail mit den Bedingungen, identifizieren Sie den Agenten mit einem Code und lassen Sie sich die Unterlagen sofort zusenden. Wurde bereits per Lastschrift abgebucht, können Sie Ihre Bank zur Rückbuchung anweisen. Bei Karte oder Überweisung gibt es kein Zurück.

Bei Beträgen unter 3.000 Euro ist das monitorio-Verfahren (ein vereinfachtes spanisches Mahnverfahren) ein Weg, den einige Betroffene bereits genutzt haben, zusammen mit Beschwerden bei der Verbraucherschutzbehörde. Doch bevor es vor Gericht geht, ist die praktischste Option, die Zahlung zu verweigern und jede Interaktion zu dokumentieren.

Alternativen: O2 und Digi, der Fluchtweg

Zu den am häufigsten genannten Empfehlungen gehört O2, die Marke von Telefónica, die ihr eigenes Netz nutzt und bürokratische Kopfschmerzen vermeidet. Auch Digi, mit Tarifen um die 35 Euro im Monat in aktuellen Fällen, für Glasfaser und Mobilfunk. Gegenüber den 30 Euro des Vodafone-Gegenangebots könnte ein Wechsel zu O2 rund 20 Euro im Monat sparen, etwa 240 im Jahr, ganz ohne neue Kabelverlegung. Entscheidend ist aber die Netzabdeckung.

Der Fall hat einen verwirrenden Punkt: Der Kunde blieb trotz des Betrugs bei Vodafone. Die Mitnahme dauerte einen Tag. Und die 200-Euro-Rechnung für eine Installation, die er nicht nutzt, wird automatisch abgebucht. Das Auffälligste ist nicht, dass es die Anbieter versuchen. Sondern dass es Kunden gibt, die nach dem ganzen Theater weiter für etwas zahlen, das sie nie bestellt haben.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (86 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver