Jata verkauft in Spanien chinesischen Haarschneider als "Made in Spain"

Ein Käufer entdeckt "Made in China" auf einem Jata-Haarschneider, der auf der Website als in Spanien gefertigt beworben wird – ohne Hinweis auf der Verpackung

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Jata verkauft einen in China hergestellten Haarschneider als "Made in Spain"

Es gibt ein Etikett, das zum besten Verkaufsargument und zugleich zum dehnbarsten geworden ist: "Hergestellt in Spanien". Die Website von Jata rühmt sich mit "Tradition, Qualität und Garantie" und mit dem nationalen Gütesiegel. Ein Verbraucher kaufte einen ihrer Haarschneider und stieß auf das "Made in China", das auf dem Gerät selbst eingraviert war. Auf der Verpackung keine Spur davon. Das ist der zentrale Vorwurf eines Falls, der einen alten Unmut zusammenfasst.

Der Rest der Geschichte fügt dem mehr hinzu: ein Plastikkopf mit zerbrechlicher Anmutung, ein Lithium-Akku, der sich nur per USB aufladen lässt, und eine Schnittleistung, die den Käufer laut seiner Aussage doppelt so lange arbeiten lässt wie mit dem vorherigen Gerät. Die Beschwerde fügt zwei unangenehme Details hinzu. Das Foto des Kundendienstes auf der Website soll angeblich ein gekauftes Stockfoto sein. Und das Unternehmen, mit über einem halben Jahrhundert Geschichte, lebe weiterhin von öffentlichen Geldern.

Was die Jata-Website sagt und was das Gerät sagt

Die Diskrepanz zwischen Versprechen und Lieferung ist für den Käufer irreführende Werbung. Die Marke erklärt auf ihrer Seite, sie fertige in Spanien; das Produkt trägt den chinesischen Ursprung aufgedruckt. Der Käufer erfuhr es erst beim Öffnen der Schachtel, denn die Verpackung wies nicht darauf hin. Darin liegt der Kern des Ärgers: Es ist nicht nur, dass das Gerät aus dem Ausland kommt, sondern dass die Verpackung es verschweigt.

Es ist kein Einzelfall und nichts Neues, meinen mehrere Teilnehmer. Das nationale Etikett wirkt als Preis-Köder, und die rechtliche Lücke, es zu dehnen, ist bestens bekannt. Laut einem der Berichte im Thread genügt es in der Praxis, ein Etikett anzunähen, ein Teil zu montieren oder die letzte Veredelung in Spanien vorzunehmen, um das Siegel anzubringen; es werden importierte Kleidungsstücke erwähnt, denen bei Ankunft im Land das "Made in Spain" angenäht wurde, weil dieser letzte Schritt die Herkunftsangabe rechtfertigte. Dieselbe Masche, nur mit einem anderen Produkt.

Das Gütesiegel und das öffentliche Geld

Der Marke wird außerdem vorgeworfen, von öffentlichen Geldern zu leben. Das Unternehmen zeigt Gütesiegel und erhält nach diesen Kritiken staatliche Beihilfen trotz seines Alters und seiner Größe. In der Vorstellungswelt der Verbraucher ist das offizielle Siegel zu einem umgekehrten Indikator geworden: Je mehr es präsentiert wird, desto größer der Verdacht. Eine so ungerechte wie verbreitete Lesart, aber Fälle wie dieser liefern ihr Munition.

Das Muster des chinesischen Rebrandings

Nach Aussage eines Teilnehmers geht das Phänomen über eine einzelne Marke hinaus: Mehrere heimische Hersteller bringen dasselbe chinesische Produkt unter verschiedenen Namen in den Handel und ändern lediglich die Farbe eines Knopfs oder das Logo. Die Namen wechseln; die Fabrik nicht. Derselbe Nutzer behauptet, Orbegozo, Cecotec oder Jata selbst teilten sich Katalog und Herkunft, und dasselbe Gerät, das hier für 50 Euro unter lokaler Marke verkauft wird, erscheine auf internationalen Plattformen für 15 oder 20 Euro – ohne Logo.

Welche Haarschneider-Marken sind empfehlenswert?

Die Antwort, die sich herauskristallisiert, verweist auf die Klassiker. Wahl mit amerikanischem Ursprung und Moser gehören zu den Marken, die Friseure und Barbiere nutzen; es gibt Kabelmodelle für etwa 30 Euro, ausreichend für den Hausgebrauch. Die deutsche Babyliss produziert nach mehreren Berichten noch immer netzbetriebene Geräte, die über drei Jahrzehnte halten. Der immer wiederkehrende Rat: Finger weg vom Akku. Ein Gerät mit Stecker hat kein so kurzes Verfallsdatum.

Der Akku als programmiertes Verfallsdatum

Mehrere Teilnehmer beschreiben ein unangenehmes Muster: Die Störung tritt genau nach Ablauf der Garantie auf, die in Spanien zwei Jahre beträgt. Fernseher, die nach zwei oder drei Jahren den Geist aufgeben, Akkus, die Sekunden halten und fast so viel kosten wie das neue Gerät. Die Erklärung, die kursiert, ist nicht Verschwörungstheorie, sondern Ökonomie: Wenn nichts kaputtginge, würde niemand kaufen.

Der Kontrast zur Vergangenheit ist unvermeidlich. Ein Verbraucher erinnert sich an einen Philips Made in Korea, gekauft 1998 für 2000 Peseten, der fünfundzwanzig Jahre später noch funktionierte. Ein anderer besitzt eine deutsche Babyliss von drei Jahrzehnten ohne einen Tropfen Öl. Das Argument, das den Thread durchzieht: Die Elektronik der Neunziger hielt, weil sie im eigenen Land gefertigt wurde; heute wird das Bauteil dort produziert, wo es am billigsten ist, und die Qualitätskontrolle verliert sich in der Kette.

Und an dieser Stelle stockt die Analyse. Denn derselbe Verbraucher, der die schlecht verarbeiteten Importe anprangert, kauft einen MacBook, der ihm zehn Jahre hält, und sieht darin keinen Widerspruch. Die Grenze zwischen dem Produkt, das täuscht, und dem, das einfach nur billig ist, zieht nicht das Etikett: Sie zieht der Preis. Währenddessen verkauft sich das "Hergestellt in Spanien", das niemand überprüft, weiter.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (82 Antworten).

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