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Japons Geldmenge schrumpft mit Rekordtempo – droht eine Krise?
Japan entzieht der Wirtschaft mit Rekordgeschwindigkeit Liquidität: Die Geldbasis fiel im August um 15,7 Prozent. Zeichnet sich eine Krise ab?
Die Bank of Japan entzieht der Wirtschaft Geld in einem seit 2008 beispiellosen Tempo. Das treibt die Renditen japanischer Anleihen bereits nach oben und erschwert den Kampf gegen die Inflation und die Schwäche des Yen.
## Liquidität wird abgepumpt
Die **Bank of Japan** (BOJ) hat beschlossen, dass es Zeit ist, die Ernte aus Jahren expansiver Geldpolitik einzufahren. Und das in einem Tempo, das seit der Finanzkrise von **2008** nicht mehr zu sehen war. Im **August** schrumpfte die Geldbasis Japans im Jahresvergleich um **15,7 %**. Zum Vergleich: Ökonomen hatten einen geringeren Rückgang von **13,5 %** erwartet.
Die BOJ pumpt aktiv Liquidität aus dem System ab. Wie? Vor allem, indem sie Anleihen in ihrem Portfolio auslaufen lässt, ohne das Geld reinvestieren. Dadurch sank die durchschnittliche umlaufende Geldbasis von **554,9 Billionen Yen** im Juli auf **543,0 Billionen Yen** im August.
## Die Anleihen steigen
Diese Entnahme von Yen aus dem System hat eine direkte Folge: Es zirkuliert weniger Geld, um japanische Staatsanleihen zu kaufen. Infolgedessen haben die **JGB** (Japan Government Bonds) in allen Laufzeiten **31-Jahres-Hochs** erreicht. Das heißt, die Verschuldungskosten für den japanischen Staat steigen.
Die BOJ versucht, ihre Geldpolitik zu normalisieren, nachdem sie mehr als ein Jahrzehnt lang Geld gedruckt hat, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das Problem: Sie versucht genau das, während die Inflation bereits deutlich erhöht ist und der Yen schwach ist. Diese Kombination macht die Lage zunehmend heikel.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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