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Jabaroot droht, Sánchez' Pegasus-Daten auf Telegram zu veröffentlichen
Jabaroot bietet auf Telegram die Originaldaten zum Pegasus-Angriff auf Sánchez an, während ein 2024 mit 2,6 Gigabyte geflohener marokkanischer Ex-Spion ins Zentrum des Falls rückt.
Sánchez' Pegasus-Affäre: 2,6 Gigabyte, die Jabaroot auf Telegram anbietet
Jabaroot hat bislang noch kein einziges Byte über die Bespitzelung von Pedro Sánchez veröffentlicht. Die Gruppe, die die Daten von 70.000 marokkanischen Beamten ans Licht brachte, stellte Anfang September auf Telegram eine Frage — „Wen interessieren die Originaldaten von Pegasus zu Pedro Sánchez?“ — und seitdem ist die einzige überprüfbare Antwort Schweigen. Ihr Kanal ist seit dem Tag nach jener ersten Veröffentlichung offline. Die Drohung steht im Raum. Keine Datei in Sicht.
Was über den ehemaligen Nummer zwei des marokkanischen Geheimdienstes bekannt ist
Bislang war die marokkanische Verbindung zur Bespitzelung des Regierungschefs ein Gerücht ohne Unterschrift. Die Titelseite von ABC vom 8. September 2026 veränderte den Rahmen: Nach Angaben der Zeitung entwarf und leitete Mehdi Hijaouy, ehemaliger Nummer zwei des Auslandsgeheimdienstes Marokkos, die Operation, infizierte Sánchez' Handy und verließ 2024 das Land mit den Informationen im Gepäck. Die Zeitung fasste es in einen Satz zusammen, der Gold wert ist: „wie es gemacht wurde, an wem es begangen wurde und der Inhalt der 2,6 Gigabyte“. Der Ex-Spion soll sich in Spanien aufhalten.
Dieser Detail verdient Aufmerksamkeit. Wenn die Darstellung stimmt, ist nicht von einem anonymen Angriff aus dem Schwarzmarkt die Rede, sondern vom Architekten der Operation. Das würde ändern, wer die Schlüssel zur Sache in der Hand hält.
Warum manche bezweifeln, dass diese Dateien existieren?
Die Skepsis ist nicht einstimmig, hat aber Substanz. Eine Strömung hält dagegen, dass Pegasus als Software verkauft wird und nicht als Dienstleistung: Der Hersteller liefert das Werkzeug und distanziert sich davon, was der Kunde damit macht. Nach diesem Modell hätte nur derjenige die Daten, der die Bespitzelung beauftragt hat — und wenn er sie wirklich hätte, so das Argument, wären sie längst ans Licht gekommen.
Das technische Gegenargument kursiert ebenfalls: Pegasus muss nicht in der Nähe des Telefons sein. Es genügt, dass das Gerät eine Internetverbindung hat und einen Link erhält — per SMS oder über eine beliebige Messaging-App —, ohne dass das Ziel etwas anfasst. Die Hürde ist nicht physisch, sondern eine Frage davon, wer die Kopie aufbewahrt.
Der Kalender, der nie eingehalten wird
Mitte September war weiterhin nichts erschienen. Der wiederkehrende Witz lautet, alles werde in 72 Stunden auffliegen — und wir haben bereits mehrere 72-Stunden-Fristen hintereinander hinter uns. Zunächst war von der ersten Septemberhälfte die Rede, dann von Anfang Oktober. Parallel dazu läuft eine unbequemere Hypothese: dass die Veröffentlichung ein Teil des Machtkampfs um Ceuta ist, mit einem für Sonntag, den 20. September, ausgerufenen Sturm und Marokko, das seine Karten spielt, weil es seinen Gesprächspartner als ausgedient betrachtet.
Manche lesen genau das Gegenteil daraus. Kommt alles auf einmal heraus, steht jemand außerhalb des CNI dahinter; sickert es nach und nach durch, ist eine andere Hand am Werk. Der Countdown startet sich jedes Mal neu, sobald er abgelaufen ist.
Möglicherweise erscheinen die Dateien morgen. Möglicherweise erscheinen sie nie. Mit dem, was auf dem Tisch liegt — ein abgeschalteter Kanal, ein geflohener Ex-Spion und ein Datum, das sich verschiebt, ohne dass es jemand verschiebt —, verkauft jeder, der Gewissheiten verspricht, Nebel.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Die Hackergruppe Jabaroot behauptet, 72 GB Pegasus-Daten von Pedro Sánchez zu besitzen. Die spanische Regierung zeigt sich jedoch skeptisch und ignoriert die Drohungen.
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