J.C. Penney: Hohe Schulden, schwache Nachfrage, Trade bricht ein

J.C. Penney verlor im dritten Quartal 5,1 % Umsatz und 1,94 Dollar pro Aktie; der Verkauf durch Kyle Bass beendete die Erholung.

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J.C. Penney: Hohe Schulden, schwache Nachfrage, Trade bricht ein
J.C. Penney: Der Trade scheitert nach dem Ausstieg von Kyle Bass

J.C. Penney verbrennt weiterhin Bargeld, und kaum jemand möchte die Aktie im Portfolio halten. Die Diagnose ist eindeutig und hart: hohe Verschuldung, ein brutaler Kurseinbruch und ein sehr schlechtes Image bei US-Verbrauchern, wie ein Forennutzer aus den USA berichtet. Dennoch war das Unternehmen monatelang eine der meistbeachteten Wetten an der amerikanischen Börse. Der Grund lag nicht im Geschäft selbst, sondern in der Lücke zwischen dem Wert der Schulden und dem Wert für die Aktionäre.

Vom Desaster unter Ron Johnson bis zur leeren Kasse

Der Ursprung hat einen Namen: Ron Johnson, ehemaliger Apple-Manager, führte ein Festpreis-Konzept ein, das die Filialen leerfegte und den Umsatz kollabieren ließ. Seitdem versucht das Unternehmen, die von ihm angerichteten Schäden zu reparieren. Der Führungswechsel brachte eine schnelle Übernahme und ein Signal, das als Hoffnungsschimmer gewertet wurde: Der Umsatz fiel zumindest nicht mehr ins Bodenlose. Wenig, aber besser als ein unkontrollierter Absturz.

Auf dieser Basis stützte sich die Bullish-These auf etwas anderes als Wachstum. Wenn es dem Unternehmen gelänge, den Cashflow zu stabilisieren, könnte sich der Unternehmenswert von den Gläubigern hin zu den Aktionären verschieben. Das ist keine Ergebnisverbesserung, sondern eine vollständige Neugewichtung des Enterprise Value. Und wenn das passiert, geschieht es schlagartig, ohne Vorwarnung und ohne Kompromisse.

Quartalszahlen: Weniger Umsatz, höhere Verluste

Der Nettoumsatz sank auf 2,78 Milliarden Dollar gegenüber 2,93 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal, ein Rückgang von 5,1 %. Die Bruttomarge fiel von 32,5 % auf 29,5 %. Der Verlust pro Aktie schnellte auf 1,94 Dollar hoch, verglichen mit 0,56 Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die vergleichbaren Umsätze in bestehenden Filialen gingen um 4,8 % zurück.

Der einzige Lichtblick kam vom Online-Kanal mit einem Quartalswachstum von 24,5 %, obwohl der Markt dies eher als erwarteten Effekt der bereits angekündigten Optimierungen wertete. Bei diesen Margen und Fixkosten stellte sich nicht mehr die Frage nach dem Wachstumspotenzial, sondern danach, wie viele Quartale Liquidität noch vorhanden sind. Die Gewinn- und Verlustrechnung würde ohnehin schlecht aussehen; im Fokus stand der Cashflow.

Ausschluss aus dem S&P 500 und mechanischer Kursdruck

Ingersoll-Rand ersetzte J.C. Penney im Index durch Allegion, seine Abspaltung für Sicherheitslösungen, wodurch J.C. Penney seinen Platz im S&P 500 verlor. Das Unternehmen wechselte zum S&P 400 mit Wirkung nach Börsenschluss am 29. November. Dies war mehr als nur symbolisch: Fonds, die den großen Index abbilden, waren regelkonform zum Verkauf gezwungen, unabhängig von ihrer Meinung.

Kyle Bass verkauft, Short Interest erreicht Höchststand

Der endgültige Schlag kam mit dem Verkauf der Beteiligung durch Kyle Bass. Die Aktie fiel stark und zog alle mit, die auf eine Erholung gesetzt hatten. Die Warnung war deutlich: Mit dem Short Interest auf Rekordhoch zwang die erste breite rote Kerze zum Handeln. Wer nicht reagierte, erlitt den vollen Verlust.

Einige argumentieren, dass angesichts dieses Szenarios eine Long-Position keinen Sinn ergibt, da weitere starke Kursverluste wahrscheinlich sind. Das Gegenargument lautet, dass die Schließung solcher Millionen von Short-Positionen nicht in zwei Monaten erledigt ist und dass, falls das Geschäft Zukunftspotenzial zeigt, der Einstieg erneut zu günstigen Konditionen möglich wird. First Solar wird oft als Beispiel für diese Mechanik angeführt.

Optionen, CFDs und implizite Volatilität von 85 %

Im Forum kursierte eine Optionsstrategie für Anleger, die das Aktienrisiko nicht tragen wollten. Demnach boten Optionen mit Verfall im Mai 2014 bei einem Kurs von 8,37 Dollar eine implizite Volatilität von rund 85 %, was Strategien ermöglichte, die sowohl von einem Anstieg auf 12 Dollar als auch vom anschließenden Verfall der Prämie profitierten.

Bei gehebelten Positionen wurde der CFD aufgrund des Dollar-Euro-Wechselkurses und des kurzen Zeithorizonts empfohlen. Es gab Einstiege bei 8,00 Dollar, Stop-Loss bei 6,35 Dollar und Ziel bei 12 Dollar, mit dynamischem Trailing-Stop zum Schutz der Position ab 8,60 Dollar. Jeder wählte seine eigene Strategie, und nicht alle trafen die richtige Entscheidung. Eine Ausführung erfolgte bei 9,30 Dollar.

CEO kauft, SEC ermittelt

Mitten im Getümmel kaufte CEO Mike Ullman 112.000 Aktien des Unternehmens. Die andere Seite zeigte sich im 10-Q-Bericht: Das Unternehmen offenbarte eine Untersuchung der SEC, ein Detail, das der Markt mit einem Nachbörsenverlust von 1,1 % quittierte.

Mit dem Fondsverkauf, der laufenden Untersuchung und bevorstehenden Weihnachtskampagnen bleibt das Ende ungeschrieben. Wer ausgestiegen ist, kehrt zurück, wenn der Preis stimmt; wer drin blieb, betrachtet denselben Chart mit anderen Augen. Falls das Geschäft beweist, dass der Cashflow hält, kann die Neubewertung von der Schuldenseite hin zum Aktionär immer noch erfolgen. Falls nicht, hat die Aktie erhebliches Abwärtspotenzial, und der richtige Zeitpunkt für einen Einstieg liegt noch in der Zukunft.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (152 Antworten).

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