Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Irene Montero: von „Wir wollten nie Machtstellungen“ zum Range Rover in Las Matas
Das Archiv mit dem Satz „Wir wollten nie Machtstellungen“ kollidiert mit der Privatschule, dem Range Rover und den mehr als 1.100 durch das spanische „Nur Ja heißt Ja“-Gesetz gemilderten Urteilen
Von „Wir wollen keine Machtstellungen“ zum Range Rover mit Begleitschutz in Las Matas
Was bleibt von dem Diskurs übrig, der versprach, sich nie an den Pfründen festzuklammern? Das Pressearchiv antwortet mit einer unbequemen Rechnung: Dieselbe Politikerin, die versicherte, ihre Partei strebe keine öffentlichen Ämter an, taucht laut einem in dieser Diskussion zitierten Zeugnis auf, wie sie ihre Kinder an einer Privatschule in Las Matas abgibt —rund 700 Euro monatlich—, aus einem luxuriösen Range Rover und mit Begleitschutz. Der Kontrast zwischen Botschaft und Praxis ist die Achse, um die sich eine Debatte mit 220 Beiträgen dreht, die sich über mehr als drei Jahre erstreckt hat.
Der Kern der Sache ist nicht ästhetisch. Es ist die Lücke zwischen dem, was gepredigt, und dem, was praktiziert wird. Und diese Lücke hat in der Politik ihren Preis.
Das Archiv, das nichts vergisst: „Wir wollten nie Machtstellungen“
Ausgangspunkt ist ein altes Video, in dem die damalige Politikerin erklärte, ihre Partei suche keine Sitze im Parlament, sondern wolle „das Leben der Menschen verändern“. Diesem Clip wird anderes Material entgegengehalten: der Vorwurf, sie habe sich im Europaparlament eingerichtet, ihr Mandat nicht aufgegeben und führe einen Lebensstil, der sich schwer mit dem Bekenntnis zur kämpferischen Sparsamkeit vereinbaren lässt.
Die häufigste Kritik betrifft den **Wohnungsmarkt**. Es wird behauptet, die Politikerin habe ihr eigenes Wohnproblem gelöst, während die von ihr vorangetriebenen Politiken —Beschränkungen für neue Bauvorhaben, Eingriffe in den Mietmarkt— den Zugang zu Wohnraum für alle anderen verteuerten. Es ist der klassische *Rette sich, wer kann* auf Staatskosten. Das Argument zieht, weil es an eine ganz konkrete Empörung anknüpft: die derjenigen, die sehen, wie harte Regeln für die einen gelten, während Ausnahmen die anderen schützen.
Das „Nur Ja heißt Ja“-Gesetz und die mehr als 1.100 gemilderten Urteile
Der zweite große Block der Debatte ist juristisch. **Mehr als 1.100 Urteile gegen Sensual wurden infolge des vom Gleichstellungsministerium vorangetriebenen Gesetzes nach unten korrigiert**. Die Zahl wird beharrlich wiederholt und von einem besonders schmerzhaften Fall begleitet: dem des rückfälligen Vergewaltigers, der wegen des Mordes an Diana Quer verurteilt wurde und dessen lebenslange Freiheitsstrafe mit Überprüfungsvorbehalt die Politikerin im Gesetzgebungsprozess angeblich abgelehnt hatte.
Hier ist Präzision geboten. Die Überprüfung der Urteile ist eine in Gerichtsbeschlüssen dokumentierte Tatsache; die unmittelbare politische Verantwortung der Ministerin für jede einzelne Milderung ist umstritten und kein rechtskräftiges Urteil. Was das Material aber enthält, ist etwas anderes: die Behauptung, die Politikerin selbst sei **verurteilt worden, einen Mann ohne Beweise als Missbraucher bezeichnet zu haben**, und habe weder die entsprechende Entschädigung gezahlt noch das Urteil publik gemacht. Das ist die Angabe, die am meisten schmerzt, denn sie kehrt die Rollen um: Diejenige, die gegen verbale Gewalt Gesetze erließ, wurde wegen deren Ausübung verurteilt.
Körperlicher Verschleiß als politische Metapher
Ein großer Teil des Gesprächs driftet zum Äußeren ab. Es ist die Rede von Gewichtsverlust, von schwindenden Gesichtszügen, von einem Verfall, der der öffentlichen Exposition und dem Verschleiß des Amtes zugeschrieben wird. Die klarste Reflexion des Materials ist nicht die, die am Körperlichen schwelgt, sondern die, die auf die Kosten hinweist, Jugend und Kindererziehung der ersten politischen Reihe zu opfern. *Im Rampenlicht verschleißt man*, fasst ein Beitrag zusammen, der mehr Aufmerksamkeit verdient als die meisten.
Manche verweisen auch auf ästhetische Heuchelei: Dieselbe Politikerin, die gegen Schönheitsideale und Diskriminierung von Dicken kämpft, passe nach dieser Lesart in die Standards, die sie angeblich ablehnt. Die Kritik ist alt und etwas hinterhältig, aber sie kursiert.
Der Pakt mit der Macht und der Verdacht gegen das Wählerverzeichnis
Der letzte Abschnitt der Debatte verlässt die persönliche Ebene und wendet sich dem Institutionellen zu. Es wird behauptet, die Regierung von Pedro Sánchez und ihre Partner wollten das Wählerverzeichnis verändern, um sich trotz der ihnen zugeschriebenen Korruptionsfälle an der Macht zu halten. Es ist ein schwerwiegender Vorwurf, der im Material als politischer Verdacht, nicht als bewiesene Tatsache erscheint, und so sollte man ihn auch lesen.
Dazu kommt der historische Vergleich mit kommunistischen Funktionären, die ihre Karriere mit Dienstwagen und Begleitschutz beendeten, während die Basis Jahre auf einen Serienwagen wartete. Die Analogie ist eher ein Stich als eine Analyse, erklärt aber, warum das Narrativ der bekämpften Kaste bei denen an Zugkraft verloren hat, die es einst gekauft hatten.
Am Ende lautet die Frage, die über der ganzen Angelegenheit schwebt, nicht, ob das Äußere hält oder ob der Diskurs schlecht altert. Sie lautet, ob noch jemand glaubt, dass der Range Rover und das „Wir wollen keine Machtstellungen“ in denselben Satz passen. Angesichts des Archivs: nein.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (223 Antworten).
Pablo Echenique twitterte eine Nachricht, die viele als Unterstützung für Vox deuteten. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: von Spott bis Empörung. Wir analysieren es.
Eine Ernährungsberaterin, die sich als queer und antifaschistisch bezeichnet, wird für grenzenlose Body-Positive-Botschaften kritisiert. Befreiung oder Verantwortungslosigkeit?
Ein anonymer Bericht behauptet, Pedro Sánchez' Arztbesuche in Spanien dienten Injektionen von Testosteron und Peptiden, nicht Herzproblemen. Eitelkeit oder Krankheit?
Das Ingreso Mínimo Vital in Spanien normalisiert Leistungen, doch Frühverrentungen in Banken und Telekombranche gibt es seit 30 Jahren. Wer darf nicht arbeiten?