Kiew erwacht mit den Nachwehen iranischer Kamikaze-Drohnen
Zwei Explosionen im Zentrum von Kiew und ein drittes Gerät, das mitten im Flug abgeschossen wurde. Das war die Bilanz einer Morgendämmerung, die die Bewohner wieder in die Schutzbunker trieb, während mehrere Drohnen weiterhin über der Hauptstadt kreisten. Die Geräte, die Russland in dieser Welle einsetzt, sind keine hochpreisigen Präzisionsraketen, sondern iranische Kamikaze-Drohnen, die laut Berichten billig und effektiv sind. Der Spitzname „Geranium“, ironisch gemeint, fasst den Ton der Berichterstattung zusammen.
Der Angriff beschränkte sich nicht auf einen Punkt. Die Zentrale von Ukrenergo gehört zu den Gebäuden, die in der Welle markiert wurden, und dieselben Geräte tauchten in derselben Nacht auch in anderen ukrainischen Städten wie Odessa auf. Da sich die Berichte auf die Explosionen in der Hauptstadt konzentrieren, geht das Detail einer Offensive, die sich über mehrere Fronten erstreckt, in den Schlagzeilen unter. Eine dritte Drohne wurde abgefangen.
Was sind die iranischen Kamikaze-Drohnen, die auf Kiew fallen?
Es sind Einweggeräte: Sie stürzen mit einer Sprengladung auf das Ziel und kehren nicht zurück. Im kursierenden Material werden sie bei ihren technischen Namen genannt, mit Schreibweisen, die jeder improvisiert, und bei ihren Spitznamen. Der entscheidende Punkt ist, dass es sich um billige und effektive Erfindungen handelt, die seit Jahren gegen viel teurere westliche Systeme getestet werden, ohne dass jemand eine offensichtliche Lösung gefunden hat. Die Sanktionen gegen Iran bestehen seit langem, haben aber die Produktion nicht gestoppt, die in diesem Konflikt ihre beste Bühne findet. Käufer achten darauf, wie sie abschneiden.
Anwohner schießen mit Jagdgewehren in den Himmel
Unter den verbreiteten Videos fällt eines besonders auf: Nachbarn, die aus ihren Fenstern mit Jagdwaffen in die Luft schießen. Ein Bild, das als spontaner Widerstand gelesen wird, aber auch als Sicherheitsproblem. Was hochfliegt, muss wieder fallen, und eine frei fallende Kugel behält genug Energie, um jeden darunter zu töten.
Daher stammt der wiederkehrende Witz über schräg abgefeuerte Schüsse und die Erinnerung an Experimente, die bestimmte Legenden widerlegten. Mitten im Chaos öffnen sich Fenster und man schießt blind, was für die Personen im Wohnzimmer gefährlicher sein kann als für das Gerät am Himmel. Die Bevölkerung selbst wird Teil des Risikos.
Vom Stromexport zum Aufruf, das Licht auszuschalten
Der Schlag gegen die Energieinfrastruktur lässt sich in einer Zeile zusammenfassen: Laut Berichten ist die Ukraine in kurzer Zeit vom Verkauf von Energie an Europa dazu übergegangen, ihre Bürger zu bitten, alles abzuschalten, mit Restriktionszeiten bis tief in die Nacht. Geplante Abschaltungen hören auf, Sparmaßnahmen zu sein, und werden zum Kriegsinstrument.
Zu diesem Bild kommt das Detail der Satelliten, die wegen Zahlungsrückstands kurz nachdem Russland seine Operationen im Orbit begann, den Dienst einstellten. Beides könnte Zufall sein; verkettet laden sie jedoch zum Verdacht ein, wie Beobachter anmerken.
Die slawische Scheidung: Von der Gründung der UdSSR zur Hinwendung zur NATO
Das Gespräch nimmt historisch an Höhe zu. Die Ukraine, Weißrussland und Russland gründeten 1922 die UdSSR. Fast ein Jahrhundert später stellt sich die wiederholte Frage, wie ein Land mit solchen Bindungen es geschafft hat, Moskau gegenüberzustehen und sich der NATO und der EU zuzuwenden. Unter den häufigsten Erklärungen ist die, dass die russische Kampagne die Slawen nicht eint, sondern trennt, mit einer Ablehnung, die sogar bei denen verfängt, die zu Hause Russisch sprachen.
Mit einem Pro-Kopf-BIP, das laut zitierten Zahlen kaum 3.000 Dollar überschreitet – auf dem Niveau von Algerien oder Bolivien –, kollidiert das Argument, der Westen habe die Ukraine mit Wohlstandsversprechen gekauft, mit der Realität eines immer noch armen Landes. Das versprochene Geld, so manche Stimmen, sei nie bei den Menschen angekommen. Vor diesem Hintergrund fragt man sich, welche reale Verbindung in nur einer Generation mit Brüssel aufgebaut werden kann.
Wo die Analyse ins Stocken gerät
Am Ende bleibt die ewige Zweifel, die niemand ausräumt. Man kann diskutieren, ob diese Angriffe militärischen Wert haben oder reine Bestrafung der Bevölkerung sind. Man kann debattieren, wer länger durchhält, der Absender oder der Empfänger. Was in keiner Version zusammenpasst, ist, warum eine Offensive, die die Beziehung zum slawischen Nachbarn ruiniert, Tausenden Schlaf raubt und Iran einen Verkaufskatalog schenkt, als Meisterzug dargestellt wird. An der Spitze der Operation steht ein General, dem im Thread ein sehr beredter Spitzname zugeschrieben wird. Niemand weiß bisher, wie groß er ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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