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Interracial-Werbespot löst neue Welle von Antisemitismus aus
Ein interracial Werbespot hat im Netz antisemitische Verschwörungstheorien neu entfacht. Eine Analyse des Hassmusters hinter den Kommentaren.
Der Antisemitismus, der nach einem interracial Werbespot aufbricht
Werbung mit interracial Paaren ist zum perfekten Auslöser für digitalen Antisemitismus geworden. Eine einfache Kampagne mit einem Paar unterschiedlicher ethnischer Herkunft ruft innerhalb von Stunden ein ganzes Repertoire an Anschuldigungen hervor: angebliche Sozialingenieurik, verborgene Interessen, eine Verschwörung gegen die weiße Bevölkerung. Auffällig ist nicht die Kampagne selbst. Auffällig ist die Geschwindigkeit, mit der das Drehbuch aktiviert wird.
Manche behaupten, die multikulturelle Darstellung in den Medien sei eine bewusste Strategie von Eliten, die mit der jüdischen Gemeinschaft und der Freimaurerei verbunden seien. Dem halten andere Analysen einen Grundsatz des kritischen Denkens entgegen: Korrelation impliziert keine Kausalität. Dass eine Dating-Website gemischte Paare zeigt, ist kein Beweis für einen Plan, sondern Ausdruck einer Gesellschaft, die längst multikulturell ist.
Das Phänomen ist ein Symptom für Identitätsangst. Werteerziehung, politische Korrektheit und Zivilität werden in diesen Erzählungen als Werkzeuge zur Auslöschung des Individuums dargestellt, obwohl sie erst das friedliche Zusammenleben ermöglichen. Solange Algorithmen Empörung belohnen, kann jeder interracial Werbespot die Kontroverse neu entfachen. Sozialer und rechtlicher Druck grenzen das Terrain zunehmend ein; die Frage ist, ob das geschieht, bevor der nächste Spot kommt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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