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China und Europa werfen sich gegenseitig denselben Kolonialismus in Afrika vor
China in Afrika löst einen gegenseitigen Angriff aus: europäischer Kolonialismus, Wucherknechtschaft und Tibet in ein und demselben historischen Vorwurf.
Afrika, der Spiegel, in dem sich China und Europa gegenseitig dasselbe vorwerfen
Was ist schlimmer für Afrika: die Erinnerung an den europäischen Kolonialismus oder die Gegenwart chinesischer Investitionen? Die Frage ist nicht neu, doch ein Meme hat sie wieder ins Zentrum der Debatte gerückt. Manche halten fest, dass die Präsenz Pekings in der historischen Bilanz unendlich besser ist als die der Europäer: Es gab keine abgehackten Hände, keine absichtlich geschürten Bürgerkriege, keine Hungersnöte. Andere entgegnen, dass diese Lesart die moderne Sklaverei des Wuchers vergisst und dass China mit Tibet eine eigene unbezahlte Rechnung offen hat. Die Diskussion rutscht schnell ins historische „Und du auch“: Berberüberfälle, die Harems des Sultans, spanische oder französische Regierungen.
China als besserer Kolonisator oder als anderer Kolonisator?
Das Argument zugunsten Chinas behauptet nicht, dass es uneigennützig ist. Die schärfste Formel lautet: Auch China hackt keine Hände ab und stürzt keine Länder in Bürgerkriege. Die Antwort folgt sofort: Die Europäer taten das ebenfalls nicht als allgemeine Kolonialpraxis, und die finanzielle Kontrolle war das wirksamste Herrschaftsinstrument – eine Abhängigkeit, die weder Armeen noch Verstümmelungen braucht. In der Mitte steht die Auffassung, dass die Rechte, zumindest in der Karikatur, bereit wäre, Afrika das enteignete Talent und die Ressourcen zurückzugeben.
Zweihundert Jahre dasselbe Lied
Das, was einer Einigung in diesem Twitter-Krieg am nächsten kommt, ist die Erkenntnis, dass wir seit 200 Jahren dieselbe Litanei drehen. Das Meme, ganz gleich in welcher Richtung, wird an einem Mac 4K gefertigt, und dieses Detail ist nicht belanglos: Die Debatte darüber, wer besser ausgeplündert hat, wird aus dem unangefochtenen Privileg der Gegenwart geführt. Die letzte Ironie: Das Problem Spaniens ist, wie das Afrikas, immer noch dasselbe wie eh und je: seine Regierenden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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