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Ibex 35: Träume von 17.000 Punkten enden bei 10.000
Der Ibex 35 erreichte im Dezember 2010 nur knapp die Marke von 10.000 Punkten, während Immobilienwerte einbrachen und verdächtige Großorders den Markt bewegten.
Der Ibex 35 träumte von 17.000 Punkten und schloss bei 10.000
Gab es wirklich eine Weihnachtsrallye beim Ibex 35 im Dezember 2010? Der Index startete den Monat nahe der 10.000-Punkte-Marke und beendete ihn praktisch am selben Punkt. Die diskutierten 17.000 Punkte waren halb Scherz, ein Hinweis auf Zeiten der Euphorie. Die 10.000 Punkte waren real und schmerzhaft.
Eine kurzfristige Erholung, keine Genesung
Das dominante Szenario unter den täglichen Marktteilnehmern war eine Erholungswelle innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends. Referenzniveaus lagen zwischen 10.330 und 10.400 Punkten, mit einem etwas ambitionierteren Widerstand bei 10.550. Nichts von 17.000: Ein Gewinn von 3 %, bevor der Markt wieder drehte.
Der Druck kam von außen. Die deutsche Kanzlerin verschloss sich Eurobonds und einer Aufstockung des europäischen Rettungsfonds, eine Botschaft, die als Warnung an Länder mit hohen Defiziten gelesen wurde: Jeder muss seine eigenen Bücher ausgleichen. Der DAX, das Aushängeschild des Optimismus, begann negative Signale zu senden. Jenseits des Atlantiks wurde ein Anstieg des S&P 500 von 1.180 auf 1.220 Punkte erwartet, mit einer Projektion bis 1.255.
Der 7. Dezember und die Angst vor Bank Runs
Das rot markierte Datum war der 7. Dezember. Es kursierte ein Aufruf, Bankkonten als Protest zu leeren, und der Markt beobachtete argwöhnisch mögliche Auswirkungen auf bereits angeschlagene Institute. Die überwiegende Reaktion war skeptisch: Vier Verrückte ohne Geld würden nicht zum Abheben kommen. Am selben Tag fiel ein neues Kaufprogramm der Federal Reserve zusammen, das POMO, mit täglich 6 bis 8 Milliarden Dollar.
Der Immobiliensektor blutet an der Börse aus
Die Lage im Immobiliensektor war verheerend. FERGO AISA fiel im Jahresverlauf um 84 %, Quabit um 73 %, Colonial um 65 %, Metrovacesa um 63 %, Urbas um 61 %, Montebalito um 58 % oder Urbis um 56 %. Auch Cementos Portland (-46 %), Acciona (-42 %), Sacyr (-41 %), FCC (-33 %) oder Testa (-32 %) entkamen dem Schiffbruch nicht. Die Immobilienunternehmen, drei Jahre zuvor noch Lieblinge des Marktes, fanden keinen Boden.
Und das Detail, das niemand offen betrachten wollte: Santander notiert unter 5 Euro pro Aktie. Undenkbar zwei Jahre zuvor.
Wer bewegt den Ibex? Die großen Pakete
Die Handelssitzungen wurden kontraktweise verfolgt. Ein Tag mit extrem hoher Aktivität verzeichnete 1.263 verkaufte Kontrakte bis 11:15 Uhr, 3.068 gekaufte bis 16:40 Uhr und weitere 1.513 verkaufte bis zum Schluss, inklusive Auktion. An einem anderen Tag gab es eine einzelne Order über 2.242 Kontrakte bei 9.943 Punkten. Und plötzliche Käufe von 513 Kontrakten am Nachmittag, ohne erklärende Nachrichten.
Daraus entstand der Verdacht. Orders, die den Tagesrückgang nicht rechtfertigten, wurden als mittel- bis langfristiges Positionieren mit versteckten Absichten interpretiert, eine Bewegung, die Monate brauchen kann, um sich zu offenbaren. Bei geringem Volumen führt dies zu einem Markt, der sich wie ein Casino ohne Garantien verhält.
Wenig Brot und schlechtes Zirkusspiel, fasste jemand sarkastisch zusammen.
Das Sinde-Gesetz stört mitten in der Sitzung
Mitten im Börsentropfen mischte sich die Politik in die Charts ein. Die Polizei verhinderte Versammlungen vor dem Congreso de los Fruta (spanisches Parlament) und leitete Demonstranten zum Hotel Palace um, während das Sinde-Gesetz gerade beraten wurde. Es hieß, die PSOE habe den Eintritt der PNV in die Regulierungsbehörden vollzogen und die Konzession von Petronor im Baskenland verlängert, um das Gesetz zu retten, wobei CiU bereit war, sich zu enthalten. Ein Tauschgeschäft, das Freunde und Feinde gleichermaßen ärgerte.
Vom Parkett ins echte Leben
Einer der meistbeobachteten Händler kündigte seinen Wechsel zu US-Futures an. Vertraglich sei er zum Schweigen verpflichtet. Zwei andere beendeten, was sie die beste Operation ihres Lebens nannten: Sie zogen den Rollladen für Daytrading hoch, um Long-Positionen in Windeln und Short-Positionen in Partys einzugehen. Im Juni würden Flaschen im Raum auftauchen.
Jahresende. Anstoßen, Glückwünsche und Prognosen für 2011, die vom Absturz unter 8.400 Punkte bis zum wiederholten Witz reichten, dass der Ibex die 17.000 besuchen würde. Jemand schloss das Jahr mit der Liste der Immobilienabstürze ab. Ein anderer fügte halb ernst hinzu, dass der Markt am ersten Arbeitstag im Januar nach dem Geld aller greifen würde.
Die 17.000 waren nie ein Ziel. Sie waren der Witz, den man erzählt, wenn es nichts zu feiern gibt. Ein Jahr nach diesem Dezember hatte er immer noch denselben Reiz: keinen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Der spanische Leitindex Ibex 35 stieg im Dezember 2011 trotz Skepsis der Kleinanleger. Die EZB-Liquiditätsspritze trieb den Markt, während institutionelle Investoren dominierten.
Am 6. August 2012 pausierte die spanische Börse mitten in der Krise für drei Stunden. Der Ibex 35, das Verbot von Leerverkäufen und Bankia prägten den Handel.
Der Ibex 35 pendelte im April 2012 zwischen 7.205 und 6.950 Punkten. Sacyr fiel auf 0,66 Euro, während die schlimmste Kapitalflucht des Zyklus stattfand.
Zwischen 3.600 und 5.400 Euro für ein Gehalt von 1.800 Euro, mit einer Obergrenze von 100.000 Euro pro Konto: die Spanne des ruhenden Geldes bei der Bank.
Ein Nutzer berechnet, dass 150.000 Euro in Tabakaktien 11.000 netto pro Jahr bringen; für ein Leben von passivem Einkommen sind 500.000 Euro plus abbezahltes Haus nötig.