Hausumkehrungosmose: die Einsparung, über die der Installateur schweigt

Der Filterwechsel bei einer Umkehrungosmose kostet 200 € mit Installateur oder 50 € in Eigenregie. Das Ergebnis ist ultrareines, saures Wasser. Lohnt sich das? Daten und Warnungen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Umkehrungosmose: Sparpotenzial oder Ersatzteilgeschäft?

Eine häusliche Umkehrungosmose-Anlage kostet 1.500 € inklusive Wasserenthärter. Der erste Filterwechsel durch den Installateur: 200 €. Selber machen: unter 50 €. Der Unterschied ist 75 % günstiger, aber das ist nicht der einzige blinde Fleck der Branche.

Ein realer Fall: Nach Jahren der Marken-Wartung fand ein Nutzer einen Anbieter für generische Ersatzteile und wechselte die Filter in 20 Minuten. Standardkartuschen mit 5 Mikron kosten ab 3,50 € pro Stück. Installateure verlangen bis zu 120 € für eine Wartung, bei der kaum mehr als Teile ab- und angeschraubt werden. Das Geschäft steckt nicht in der Maschine, sondern im Verbrauchsmaterial.

Unterdessen wirft Osmosewasser Fragen auf: Durch die Entfernung der Mineralsalze sinkt der pH-Wert auf 5-6 und die Leitfähigkeit fällt von 500-2000 Mikrosiemens/cm (Trinkwasser) auf 5-200. Aquarianer wissen: Ohne Remineralisierung tötet das Wasser die Fische durch Entionisierung. Für den menschlichen Gebrauch warnen manche, dass „zu reines“ Wasser dem Körper Ionen entziehen könne. Ein Glas tötet zwar nicht, aber die langfristigen Folgen des Mineralmangels sind umstritten.

Das Abwasser, bis zum Dreifachen der produzierten Menge, wird verschwendet. Ein Bypass, um einen Teil davon zurückzugewinnen und die Leitfähigkeit zu erhöhen, ist eine Bastellösung, die kaum jemand kennt.

Echte Einsparungen gibt es also – aber nur, wenn man nicht in die Falle der offiziellen Wartung tappend. Die verblüffende Zahl: Ein Wassertest-Set fürs Labor kostet weniger, als der Installateur für einen einzigen Besuch verlangt.

Die versteckten Kosten von ultrareinem Wasser

Jeder Filterwechsel kann zwischen 50 € (Eigenregie) und 200 € (Installateur) kosten. Die Hersteller empfehlen jährliche Wechsel. Kommt noch ein Wasserenthärter dazu, der alle drei Monate Salzsäcke verbraucht (rund 30 € pro Sack), explodieren die Jahreskosten. Doch viele Nutzer berichten, dass Osmosewasser nach Bläschen schmeckt (gelöstes CO2) und sauer ist – weshalb manche remineralisierende Nachfilter einbauen, die wiederum extra kosten.

Gesundheit: Risiko oder Mythos?

Der Mythos, reines Osmosewasser sei „lebensgefährlich“, hält sich hartnäckig. Tatsächlich nimmt der menschliche Körper Mineralien hauptsächlich über die Nahrung auf, nicht über das Wasser. Die WHO hat angemerkt, dass entmineralisiertes Wasser auf Dauer nicht ideal ist, aber es gibt keine schlüssigen Studien über Schäden durch den häuslichen Konsum. Die Diskussion ist offen, und jeder entscheidet selbst, ob er für „neutrales“ Wasser zahlen oder die Härte des Leitungswassers akzeptieren will.



Verwandte Diskussionen im Forum

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (34 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver