Der 350-W-Entfeuchter, der Wäsche über Nacht trocknet

Ein 350-W-Entfeuchter trocknet eine Wäscheladung über Nacht und kostet nur einen Bruchteil dessen, was ein Wäschetrockner verbraucht. Der Trick für die Wäsche in der Wohnung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der 350-W-Entfeuchter, der Wäsche über Nacht trocknet
Der Entfeuchter, der den Wäschetrockner mit 350 Watt in den Ruhestand schickt

Die Wäsche abends vor dem Schlafengehen aufhängen und morgens trocken vorfinden. Ohne Trockner. Ohne Drama. Diese Szene beschreibt jemand, der nach zwei Jahren erzwungenen Zusammenlebens mit dem Gerät, das ihm seine Frau aufgedrängt hatte, herausfand, dass ein ungenutzter Zimmer mit einem kreuzförmigen Wäscheständer von Lidl dieselbe Arbeit erledigte, während er schlief. Die Stromersparnis, sagt er, ist beträchtlich. Das Kleingedruckte stand in der zweiten Antwort: der Entfeuchter. Darin lag der Trick.

Die eigentliche Entdeckung war nicht der Wäscheständer, sondern das Gerät daneben. Ein Entfeuchter mit maximal 350 Watt Verbrauch, so leise, dass er kaum wahrnehmbar ist, wie alle sagen, die ihn täglich benutzen, und der die Luft trocknet, damit diese die Feuchtigkeit aus der Kleidung zieht. In einem kleinen, warmen Raum verschwindet die Wäsche innerhalb weniger Stunden. Dasselbe Gerät, das schwitzende Wände bekämpft, die schwere Küstenluft erträglicher macht und als Zusatzheizung dient, wenn die Gashermlampe wieder mal zickt.

Was verbraucht ein Entfeuchter im Vergleich zu einem Wäschetrockner?

Die Rechnung, die in der Diskussion kursiert, ist grob, aber richtungsweisend: 350 Watt maximale Leistung gegenüber den mehr als 2.000, die ein herkömmlicher Wäschetrockner schlucken kann. Manche fügen hinzu, dass das Gerät die Wärme aus der Kondensation nicht einfach verschwendet, sondern an den Raum zurückgibt, sodass sich die Kosten im Winter teilweise dadurch ausgleichen, dass die Heizung nicht eingeschaltet werden muss. Der Wäschetrockner dagegen bläst diese Wärme durch einen Schlauch nach draußen oder verliert sie in der rotierenden Trommel.

Der Vergleich hat Befürworter und Kritiker. Ein Wäschetrockner trocknet in einer Stunde; der Entfeuchter braucht die ganze Nacht. Das ist die eigentliche Kluft. Wer um elf aufhängt und um sieben abnimmt, hat gewonnen; wer das Hemd um acht Uhr morgens braucht, um zur Tür hinauszusprinten, nicht. Manche bemerken auch, dass luftgetrocknete Wäsche wie zerknittert aussieht, während Trocknerwäsche flauschig wird. Geschmackssache.

Der Lärm, der Tank und die Feuchtigkeit, die zu viel oder zu wenig ist

Die praktischen Zweifel sind nicht gering. Läuft der Tank bei einer ganzen Ladung über? Wie viel Wasser sammelt er? Stört er nachts? Die häufigste Antwort: Das Gerät ist praktisch unhörbar, und der Tank hält problemlos eine Ladung aus, sollte aber trotzdem geleert werden. Das entstehende, destillierte Wasser gießt am Ende Blumen oder füllt das Bügeleisen. Hausgemachte Kreislaufwirtschaft.

Die Geografie entscheidet. An der kantabrischen Nordküste Spaniens, wo die Luftfeuchtigkeit wie ein Mitbewohner ist, schlägt sich der Entfeuchter selbst durch: Er verbessert das Raumklima, mildert das Kälteempfinden und verhindert, dass sich Schimmel an den Wänden bildet. In der Mitte der Halbinsel dagegen halten manche das Gegenteil: Wenn die Heizung die Luft ohnehin austrocknet, ist die Feuchtigkeit aus der aufgehängten Wäsche sogar willkommen. Ein Fünf-Euro-Hygrometer und ein keramischer Luftbefeuchter auf dem Heizkörper lösen das andere Ende des Problems.

Der Wäschetrockner ist nicht tot: Er hat sein Publikum

Nicht jeder kann sich das Experiment leisten. Manche haben keinen freien Raum, manche wohnen in einer Wohnung ohne Außenbereich zum Wäschetrocknen, und manche wollen einfach nicht auf den Komfort verzichten. Auch jene, die den Trockner kauften, um dem Frittiergeruch zu entgehen, der aus dem Innenhof aufstieg, und der Nachbarin, die zu unpassenden Zeiten ihren Wischmopp ausschüttelte. Und jene, die darauf verweisen, dass der Trockner Bügelarbeit spart – was auch eine Art ist, die Kosten zu berechnen.

Der Konsens, falls es einen gibt, ist bescheiden: Der Entfeuchter ist ein Multifunktionsgerät, das Wäsche trocknet, Feuchtigkeit aus den Wänden zieht und das Raumklima verbessert. Der Wäschetrockner ist eine teure Monokultur, die eine einzige Sache sehr schnell erledigt. Für die, die warten können, geht die Rechnung auf. Für die anderen auch.

Die Prognose, mit Vorbehalt: Wenn der Strompreis weiter Ausschläge macht, wird der eine oder andere den Lidl-Wäscheständer mit anderen Augen betrachten. Und mehr als zwei werden merken, dass die eigentliche Erfindung nicht der Wäscheständer war.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (26 Antworten).

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