Haus am Meer: Preise an der Hälfte der spanischen Küste über 3.000 €/m²

Die Immobilienpreise an der spanischen Küste übersteigen an der Hälfte des Küstenstreifens 3.000 €/m². In Premiumlagen von Alicante kostet der Quadratmeter bis zu 8.000 €. Hat das noch Sinn…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Immobilienpreise an der Küste: Der Traum vom Haus am Meer rückt in weite Ferne

Dem neuesten Fotocasa-Bericht, der von El País vorab veröffentlicht wurde, zufolge liegt der durchschnittliche Wohnungspreis in mehr als der Hälfte der Küstenstädte über 3.000 Euro pro Quadratmeter, dem Landesdurchschnitt. In Premiumlagen sieht die Realität jedoch noch drastischer aus: In Alicante kostet eine Neubauwohnung mit zwei Schlafzimmern fast 500.000 Euro, was je nach Angebotsdaten zwischen 7.000 und 8.000 Euro pro Quadratmeter entspricht. In Benidorm sieht es nicht anders aus. Der Traum von einem Zweitwohnsitz am Meer ist zu einem Luxus geworden, den sich nur noch wenige leisten können.



Hat es Sinn, ein Haus am Meer zu kaufen, das man nur einen Monat im Jahr nutzt?

Die ökonomische Logik kollidiert mit der Nostalgie. Wer rechnet, stellt fest, dass eine Wohnung, die den Großteil des Jahres leer steht, eine schlechte Investition ist – es sei denn, man vermietet sie tageweise oder wochenweise. Auch die Alternative, den Urlaub immer am selben Ort zu verbringen, überzeugt nicht jeden. Doch die Nachfrage treibt die Preise weiter nach oben. Manche Analysten glauben, dass noch Luft bis zu den 8.000-9.000 Euro pro Quadratmeter besteht, wie sie in Großstädten wie Madrid oder Barcelona üblich sind.



Das Küstengesetz und die Erinnerung an die 90er

Parallel dazu entflammt die Debatte über die Anwendung des spanischen Küstengesetzes (Ley de Costas, das Gesetz über die Bebauung der Küste) neu. Während im Norden, etwa in Gorliz, Gebäude nach Ablauf der Konzessionen abgerissen wurden, herrscht im Süden der Eindruck, das Gesetz werde selektiv angewendet. In Almería führte der Druck bereits zum Abriss von Hotels. Die Erinnerung derer, die in den 90er Jahren in Cabo de Gata für einen Appel und ein Ei kaufen konnten, steht in scharfem Kontrast zu den heutigen Preisen. Andere sehnen sich nach den dreimonatigen Sommern der Zeit vor dem Sozialismus, als ein Haus am Meer ein fast universelles Recht war. Heute ist die Realität: Wohnen an der Küste ist etwas für ganzjährige Bewohner oder Rentner, die sich sechs Monate dort aufhalten können; für alle anderen ist es zu einem unerreichbaren Luxus geworden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).

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