Halloween: Der Slasher verliert, Bergman gewinnt die Diskussion

Kein Freitag der 13. und keine 13 Halloween-Teile: Der Plan driftet ab zu Ben Hur, spanischem Horror der 70er und Klassikern, die schlecht gealtert sind.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Halloween: Der Slasher verliert, Bergman gewinnt die Diskussion
Halloween ohne Slasher: die Marathonrunde, die keiner durchhält

Die Frage schien einfach: Ein Slasher- oder Pavor zu Halloween? Die Antwort, die sich im Gespräch durchsetzt, ist ein klares Nein, gespickt mit Einschränkungen. Weder Freitag der 13. noch Texas Chainsaw Massacre noch alle dreizehn Halloween-Teile in chronologischer Reihenfolge — das Gerücht eines kompletten Marathons kursiert, aber niemand bestätigt, dass er wirklich durchgezogen würde. Der Plan, der an Boden gewinnt, ist ein anderer: Ben Hur und drei Ave Marias. Jeder betet, wie er kann.

Warum werden die Slasher-Reihen an Halloween aufgegeben?

Die Abnutzung des Genres ist das meistgenannte Argument. Von der Michael-Myers-Reihe überleben nur der erste und zweite Teil; der dritte wird als misslungenes Produkt abgetan, das damals an den Kinokassen floppte, und vor der Mode gewarnt, ihn zu verteidigen, um alternativ zu wirken. Ein hartes Urteil von jemandem, der sagt, dass ein Achtzigerfilm schon wirklich Müll sein müsse, um Müll genannt zu werden.

Anspruchsvoller psychologischer Pavor kommt ebenfalls nicht ungeschoren davon. Bergman wird als Beispiel unerträglichen Kinos genannt: Von Wilde Erdbeeren bleibt in Erinnerung, dass es weder Erdbeeren gab noch etwas Wildes daran war, und von Die Stunde des Wolfs, dass man ihn nur mit Vorspulen überstanden hat. Einzig Persona kommt davon. Die Grunddiagnose: Das Autorenkino hat sich schlechter erhalten als der Slasher, und Fellini wird immer mit Amarcord zitiert, weil niemand den Rest gesehen hat.

Spanischer Pavor: die Alternative, die wirklich empfohlen wird

Es gibt einen Mittelweg, der mehr Zustimmung findet: das Genre aus Spanien. Wer kann ein Kind töten? (Narciso Ibáñez Serrador, 1976) wird für seine Beklemmung bei hellem Tageslicht gefeiert; Tesis (Amenábar, 1996) fesselt eher als Thriller denn als Slasher; [REC] (Balagueró und Plaza, 2007) gilt als kurz und intensiv, ideal für die Nacht; dazu kommen Das Waisenhaus (Bayona, 2007), The Others (Amenábar, 2001) und El día de la bestia (Álex de la Iglesia, 1995), Pavor mit schwarzer Komödie in Madrid an Heiligabend.

Die Liste hat ein grundsätzliches Problem für den Zweck des Abends: Fast alles ist Atmosphäre und zurückhaltende Schrecken, kein Blutbad. Wer einen echten Slasher suchte, geht leer aus.

Vom Halloween-Ritual zum Wochenend-Marathon

Auch das Straßenritual fällt flach. Süßigkeiten von Haus zu Haus erbitten gilt als Sache einer anderen Zeit, mit einem Kommentar über die bereits angesammelten grauen Haare. Die Feier verlagert sich ins Wohnzimmer: Manche feiern Halloween jedes Wochenende und haben noch die drei H40-Teile auf der Wiederschaulisteh.

Das praktische Problem ist der Arbeitskalender. Eine Nachtschicht von 22 bis 6 Uhr, sonntags inklusive, lässt keinen Spielraum für Marathons. Und da stockt das Gespräch: Zwischen dem Frühaufsteher, dem Nachteule und dem, der lieber an die Decke starrt und grübelt, löst keine Filmliste das Problem.



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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (27 Antworten).

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