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Halloween-Aufrufe: 70 TikTok-Konten im Spiel
Fast die Hälfte der 70 TikTok-Konten, die die Halloween-Aufrufe beworben haben, wurde in diesem Jahr erstellt, und 29 wurden innerhalb einer Woche umfunktioniert.
Siebzig TikTok-Konten hinter der Nacht der Barrikaden
Die Hälfte der TikTok-Konten, die die Aufrufe für die Nacht des 31. Oktober verstärkten, wurde noch in diesem Jahr erstellt. Zehn davon im Oktober. Mindestens 29 änderten in jener Woche ihren Benutzernamen und übernahmen Slogans der französischen Blocus-Bewegung. Die Daten, die Newtral.es veröffentlicht hat, beschreiben eine hastig aufgebaute digitale Verstärkungsoperation rund um ein Kalenderdatum: Halloween. Die Aufrufe kursierten in Madrid, Barcelona, Bilbao, Algeciras (Cádiz) und San Pedro de Alcántara (Málaga), mit Aufrufen zu unterschiedlichen Zeiten und ohne eine einheitliche Uhrzeit in Madrid. In Barcelona war das Treffen um 17:00 Uhr auf der Plaça de Catalunya und um 20:00 Uhr am Passeig de Gràcia angesetzt. Die größte Kundgebung, am 31. Oktober, wurde schließlich abgesagt.
Was hinter den umfunktionierten Konten steckt
Das Muster ist nicht spontan. Fast die Hälfte der identifizierten Profile entstand in diesem Jahr, der Rest verteilt sich auf die Jahre 2018 bis 2025, so die zitierte Analyse. Die Ästhetik imitiert die der Blocus-Bewegung: Barrikaden, Feuer, Streiks. Mehrere Profile leiten Nutzer in WhatsApp-Gruppen weiter, um „das Gespräch fortzusetzen und weitere Anweisungen zu erhalten“ – eine Methode, die bereits beim ersten Aufruf eingesetzt wurde. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Protest über geschlossene Messenger organisiert wird, doch die Geschwindigkeit fällt auf: Konten, die in derselben Woche der Mobilisierung umfunktioniert wurden.
Die Frage, die in der Luft liegt, ist, wer dahintersteckt. Manche behaupten, die Operation diene ausländischen Interessen; andere verweisen auf eine einfache Übertragung des französischen Modells. Keine der beiden Hypothesen lässt sich anhand des verfügbaren Materials belegen. Das einzige Überprüfbare ist die Infrastruktur: Dutzende neue Profile, geänderte Namen und eine Weiterleitung zu WhatsApp.
Vom 26. bis zum 31.: der durchgestochene Kalender
Der 31. Oktober war nicht das einzige Datum. Andere Konten sprachen von Mobilisierungen an den Tagen 26., 27. und 29. Das heißt, ein Zeitraum von fast einer Woche mit sich überschneidenden Aufrufen und ohne erkennbare Koordination zwischen den Städten. In Madrid gab es nicht einmal eine gemeinsame Uhrzeit. Dieses Durcheinander deutet eher auf eine Netzwerkstruktur hin als auf eine organisierte Führung: viele kleine Knotenpunkte, replizierte Botschaften und ein symbolisches Datum als Dach.
Die Absage der Hauptkundgebung am 31. Oktober lässt die Frage offen, ob die übrigen Aufrufe deaktiviert werden oder sich neu formieren. Mit 70 Konten, die für das Datum warben, und 29 umfunktionierten Konten innerhalb einer Woche ist die digitale Spur nachvollziehbar. Ob jemand ihr folgen will, ist eine andere Frage.
Erlischt der Zünder, oder wird nur das Datum verschoben?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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