Gute Radios unter 200 Euro: Was lohnt sich?

Gute Radios unter 200 Euro: Tecsun ab 30 €, Sony um 180 €, USB-DVB-T-Empfänger oder 2.1-Lautsprecher. Was man je nach Nutzung und Senderlage in der Stadt kaufen sollte.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Gute Radios unter 200 Euro: Was lohnt sich?
Gute Radios unter 200 Euro: Was lohnt sich?

Ein hochwertiges Radio zu kaufen wirkt wie ein Luxus aus einer anderen Zeit. Bis man den Lautsprecher eines Billig-Laptops einschaltet und feststellt, dass UKW wie aus einer Blechdose klingt. Das Problem ist nicht der Empfänger: Es liegt daran, dass der PC, den wir als Radio nutzen, Lautsprecher hat, die nicht einmal für Talkrunden taugen. Die Frage, die jede Empfänger-Suche eröffnet, ist immer dieselbe: Wie viel muss man ausgeben, um einen Unterschied zu merken?

Von 30 bis 200 Euro: der Bereich, in dem alles entschieden wird

Die erste Information, die den Markt ordnet, stammte von jemandem, der ein Gerät suchte: mehr als 200 Euro wollte er nicht ausgeben. Unter dieser Grenze gibt es drei Wege, und keiner davon ist das Radio der alten Schule. Der erste ist, Lautsprecher an den Computer anzuschließen: Ein 2.1-Set mit Subwoofer schlägt jeden Low-End-Empfänger für weniger, als ein anständiges Radio kostet. Der zweite ist ein USB-DVB-T-Tuner mit UKW und DAB, der den PC in einen digitalen Empfänger verwandelt und nach Aussage der Tester die bestmögliche Radioqualität bietet. Der dritte ist ein tragbares Multiband-Radio, mit Tecsun als Referenzmarke und Modellen ab 30 Euro bis hinauf zu 180.

Die Falle liegt darin, Empfang mit Klang zu verwechseln. Ein sehr empfindlicher Empfänger findet Sender, die ein anderer nicht einmal erahnt, aber wenn der Lautsprecher schlecht ist, kommt die Qualität nie an. Und umgekehrt: Gute Lautsprecher reparieren kein Signal, das mit Rauschen ankommt.

Lohnt es sich, für ein Radio zu zahlen, wenn UKW qualitativ begrenzt ist?

Es gibt ein Argument, das jede Begeisterung im Keim erstickt: Die Qualität von UKW ist begrenzt, und MW ist noch schlechter. Nach dieser Logik ist ein Vermögen für Radioausrüstung verschwendetes Geld, und es reichen gute Empfindlichkeit, anständige Filter und akzeptable Lautsprecher. Das Gegenargument kommt von Leuten mit jahrelanger Erfahrung: Der Unterschied zwischen einem billigen und einem guten Empfänger ist deutlich spürbar, wenn das Band voll ist. In Städten mit belegtem Frequenzspektrum trennt ein empfindlicher Tuner Sender, die sich auf einem mittelmäßigen Gerät gegenseitig überlagern.

Dort taucht die Marke auf, die bei den Empfehlungen dominiert, wenn Empfindlichkeit das Kriterium ist: Sangean. Wer nur UKW in einer Stadt mit sauberem Band hört, kommt mit jedem Empfänger aus. Wer in Madrid, Barcelona, Valencia oder Mallorca lebt, dem raten wir, nicht unter einen empfindlichen Empfänger zu gehen.

Internet, DVB-T und Satellit: die Alternativen, die kaum jemand erwähnt

Der echte Qualitätssprung liegt nicht im UKW-Bereich. Er liegt im Internet. Wer amerikanische Big-Band-Sender, klassische Musik oder ausländische Radiosender sucht, hat ein Problem: Über UKW gibt es nur das, was da ist, und Radio Clásica ist die Qualitätsausnahme des spanischen öffentlich-rechtlichen Radios. Die Lösung, die immer wieder genannt wird, ist ein Internetradio oder Lautsprecher am Computer. Logitech hat ein spezielles Modell dafür, und der Preis ist eine andere Geschichte.

Es gibt zwei weniger bekannte Wege. Satellitenradio mit Sendern über Astra. Und den USB-DVB-T-Empfänger, der als SDR-Radio funktioniert und nach gründlichen Tests besser klingt als jedes Multiband-Portable. Der Haken: Zum Fernsehen ist das Ding schwach.

Der Faktor, den niemand beachtet: die Qualität der Laptop-Lautsprecher

Ein Tontechniker hat es klargemacht: Teure Lautsprecher für den Laptop zu kaufen ist verschwendetes Geld. Der Grund ist einfach: Die Audiokette beginnt an der Quelle und endet am Lautsprecher, und ein Low-End-Laptop hat Einschränkungen, die kein externer Lautsprecher ganz beheben kann. Die vernünftige Empfehlung ist ein günstiges 2.1-Set, das die internen Lautsprecher bereits deutlich übertrifft.

Wer ohne Kabel hören will, hat eine andere Option: kabellose Funkkopfhörer am PC. Damit kann man sich im Haus frei bewegen, ohne jemanden zu stören, und nach Angaben von Daily Nutzern hält der Akku über anderthalb Jahre.

Marken und Modelle: die echte Landkarte

Tecsun gilt als die Marke mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis bei Multiband-Portables. Das Modell PL660 kostet je nach Händler etwa 60 bis 80 Euro, hat schmale Filter und eignet sich gut für DX. Das Sony ICF-SW7600GR klingt etwas besser, kostet aber rund 180 Euro. Das Degen DE1103 ist günstiger, gut im MW-Bereich, und hat einen verzweiflungstreibenden Makel: Um die Lautstärke zu erhöhen, muss man eine Taste drücken und am Drehregler drehen.

Am anderen Ende: Tivoli. Das Model One ist seit über fünf Jahren auf dem Markt, und Besitzer beschreiben es als einen der besten Käufe ihres Lebens. Es hat keine Speicherplätze, man muss am Drehregler drehen, um den Sender zu wechseln, und genau darin liegt sein Charme. Der Preis ist über die Jahre gestiegen.

Das praktische Fazit: Wenn das Ziel Sender sind, die nicht über UKW zu empfangen sind, zählt die Verbindung mehr als der Empfänger. Wenn das Ziel UKW ist, entscheidet die Empfindlichkeit. Und wenn das Ziel Klang ist, ist der Lautsprecher der Flaschenhals. Wie viel von dem 200-Euro-Budget fließt in was?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (34 Antworten).

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