Das Radio, das bei 80 km/h aus dem Auto fiel und weiter funktionierte
Ein Forennutzer berichtete, dass ein Sony ICF-F10-Radio aus einem fahrenden Auto mit mehr als 80 Kilometern pro Stunde fiel und trotzdem weiter funktionierte. Dies ist kein Werbeslogan, sondern das Zeugnis eines Enthusiasten, der es vor über zwanzig Jahren besaß. Die Anekdote fasst den Kern einer jahrelangen Diskussion unter Radiolandschaftlern zusammen: Mehrere Teilnehmer argumentieren, dass ältere Geräte langlebiger sind als aktuelle. Mitten darin stellt sich die unbequeme Frage: Gibt es noch etwas Anständiges für weniger als 20 Euro?
Verdacht gegen umetikettierte Empfänger
Die anfängliche Beschwerde ist konkret. Ein Amateur hatte ein Sanyo, das "großartig" klang. Es starb. Er kaufte ein Tecsun, animiert durch gute Bewertungen, und obwohl er zugibt, dass es ein besseres Gerät ist, klingt es schlechter. Laut diesem Nutzer sind die meisten in Europa verkauften Radios umetikettierte chinesische Modelle. Er erinnert sich, dass aktuelle Grundig-Radios umetikettierte Tecsuns sind; von alten weiß er es nicht.
Im Thread wird wiederholt, dass der Preis nicht immer mit der Empfangsqualität korreliert. Ein 200-Euro-Empfänger kann exzellent sein; ein 20-Euro-Gerät überraschend gut. Der Schlüssel liegt, so betonen die Techniker, nicht nur im Gerät, sondern in der Antenne.
Sony, die am häufigsten genannte Marke
Wenn eine Marke in Empfehlungen auftaucht, dann Sony. Die Modelle ICF-SW7600, SW7600G und SW33 werden immer wieder genannt. Ein Amateur besitzt drei. Ein anderer erzählt, dass seinem SW7600 alle Kondensatoren ersetzt wurden, als der Hersteller selbst sagte, es sei nicht reparierbar, und jetzt "klingt es wie Engelsmusik". Der Konsens lautet: "So etwas baut man heute nicht mehr."
Das ICF-F10, das vom Unfall betroffen war, bleibt ein Modell, auf das ein Nutzer ein Auge geworfen hat. Albertini glaubt, dass das ICF-F12S, das in Schwellenländern verkauft wird, ein gutes Radio sein wird. Das ICF390BLK ist das billige Modell, das alopaco kaufte und empfahl. Von Sony zweifelt ein Teilnehmer daran, dass sie die alte Qualität halten, und merkt an, dass sie nicht billig sind.
Der Preis der Exzellenz
Am anderen Ende steht Tivoli Audio. Sein Model One wird für seinen Empfang gelobt, inklusive Seitenband. Es kostet 200 Euro. Ein Amateur verkaufte es für 60 Euro und erhielt Anrufe aus ganz Spanien: "Hätte ich das gewusst, hätte ich das Doppelte verlangt." Er verkaufte es, weil er das spanische Radio nicht mehr ertragen konnte, nicht wegen eines Defekts.
Ein Forennutzer empfiehlt den deutschen Gebrauchtmarkt: gebrauchte Grundig- und Saba-Radios in hervorragendem Zustand für wenige Euro. Seiner Meinung nach werden Qualitätsradios zu niedrig-mittleren Preisen nicht mehr hergestellt.
Die Antenne ist wichtiger als das Gerät
Hier kommt die technische Nuance, die den Mythos des Wundergeräts entkräftet. "Die Antenne ist das Wichtigste, solange wir Mindeststandards bei den Geräten respektieren", fasst ein Amateur zusammen. Für Kurzwelle (HF) ist eine lange Drahtantenne am einfachsten. Für hochfrequentes VHF und UHF funktioniert eine Discone-Antenne mit Strahler für 50 MHz gut. Und das Kabel: Eine hohe Antenne nützt nichts, wenn sie mit 25 Metern mittelmäßigem Kabel verbunden ist. Mindestens RG213.
Die Installation ist zudem das Komplizierteste: Platz, Genehmigungen, optische Auswirkungen. Daher entschied sich ein Nutzer für eine Eigenbau-Lösung. Er baute ein Radiocassettengerät mit zwei Lautsprechern in die Schublade eines alten Lautsprecherkastens, inklusive Zigarettenanzünder-Buchse und gespeist von einer Quelle aus seiner Zeit. "Es klingt phänomenal."
Das Schnäppchen für 18,80 Euro
Für diejenigen, die nur SER und Cope (spanische Privatradiosender) hören wollen, hält ein Nutzer ein billiges Radio für ausreichend; schließlich kaufte alopaco das Sony ICF390BLK. Man findet es für 20 Euro geliefert nach Hause; ein Amateur kaufte es für 18,80. Die spätere Bewertung ist enthusiastisch: "Guter Empfang und ein großer, sehr kraftvoller Sound für weniger als 20 Euro." Ein anderer hat dasselbe Modell in digitaler Version und nutzt es im Badezimmer: "Es hält alles aus, ist wie neu."
Für ordentlichen Kurzwellenempfang ist die Wahl das Tecsun PL-600 mit einer Außenantenne. Und für alle, die etwas Seriöseres ohne Pleite wollen, das Baofeng UV-5R: 34 Euro, großartiger Audio, verbesserbare Firmware.
Relikte, die noch funktionieren
Am anderen Ende des Spektrums stehen Geräte, die nicht mehr hergestellt werden. Ein Hallicrafters SX-42 von 1947, mit UKW und Plattenspieler-Eingang, Audiodstufe mit zwei 6V6-Röhren im Push-Pull. Ein Sansui TU-666 von 1974, seitdem in Familienbesitz, der während der Transition genutzt wurde, um Polizeifrequenzen im unteren UKW-Bereich zu hören. Ein Zenith Transoceanic Royal 3000-1 von 1962, mit Germanium-Transistoren in Fassungen und Punkt-zu-Punkt-Verdrahtung, ohne Leiterplatte.
Es gibt auch solche, die ihr eigenes Radio mit drei Röhren und einer Maria Fontaneda Keksdose bauten. Und solche, die sich an das Kristallradio als ultimativen Beweis des Do-it-yourself-Geists erinnern: eine Germanium-Diode und emaillierter Kupferdraht, aufgewickelt auf eine Klorolle.
Ein Nutzer erinnerte sich, dass die BBC ihre Kurzwellensendungen nach Europa vor Jahren eingestellt habe, wenn er sich richtig entsinne. Ein anderer sagte, er höre es über das Handy, via WLAN oder Mobilfunkdaten. Die Diskussion hinterlässt den Eindruck, dass es beim "echten" Radio immer weniger Sender zum Einstellen gibt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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