Günstigster Unterhalt: Alter Diesel oder Japaner

Ein 1.500€-Saxo verbraucht 3l/100km; ein Yaris hält 180.000km. Das günstigste Auto ist kein Neuwagen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Günstigster Unterhalt: Alter Diesel oder Japaner
Das günstigste Auto im Unterhalt ist nicht neu: alter Diesel oder Japaner

Es existiert nicht. Kein nagelneuer Kleinwagen verdient den Titel des „günstigsten Autos“, und die Schlussfolgerung aus der Suche Anfang 2014 ist für die Industrie unbequem: Das Auto mit den niedrigsten Anschaffungs-, Wartungs- und Treibstoffkosten sowie geringen Steuern steht nicht im Showroom, sondern in einer Gebrauchtwagenanzeige.

Der Ansatz war einfach. Den Kleinwagen finden, der beim Kauf, Unterhalt und Tanken am wenigsten kostet und die geringsten Abgaben zahlt. Unter diese Definition fallen alles von einem Schrotthaufen-Diesel für 1.500 Euro bis zu einem zehn Jahre alten japanischen Benziner. Die Antwort ändert sich je nach Gewichtung der einzelnen Wörter.

Der alte Diesel zum Ausschlachten: 3 Liter auf 100 km

Ein Citroën Saxo 1.5D oder ein Peugeot 106 mit mechanischer Einspritzung kosten rund 1.000–1.500 Euro und verbrauchen Zahlen, die jeden aktuellen Hybrid beschämen: 3,5 Liter auf 100 km im Durchschnitt, nahe 3 bei 90 km/h. Sie akzeptieren selbstgemachten Biodiesel und im Sommer sogar Öl. Eine Suche auf einem Anzeigenportal mit Dieselfilter und Obergrenze 1.500 Euro liefert laut Berechnungen mehr als zwei Dutzend Fahrzeuge. Bei 2.000–3.000 Euro taucht ein Ibiza TDI mit drei Zylindern und 75 PS auf, dem ein Verbrauch von 4 Litern zugeschrieben wird.

Das Gegengewicht ist ehrlich und hart: Sie sind gefährlich, langsam, instabil und unbequem, mit Traktor-Vibrationen und einer unangenehmen Kupplung. Innenraumgewichtsreduzierung und Tieferlegung verbessern den Verbrauch, nicht die Sicherheit.

Der fünf- bis sechs Jahre alte Japaner, der stärkste Konsens

Ein fünf bis sechs Jahre alter japanischer Benziner-Kleinwagen kostet 3.000–5.000 Euro und hält jahrelang. Der häufigste Fall: Ein Yaris, gekauft mit vier Jahren und 64.000 Kilometern für 5.000 Euro, der dreizehn Jahre und 180.000 Kilometer später immer noch in der Familie ist, ohne eine einzige Panne. Ein anderer Yaris, ein D4D von 2002, hatte elf Jahre und 200.000 Kilometer wie am ersten Tag, schlief draußen und hatte nur eine durchgebrannte Lampe in seiner Historie.

Die Verbrüche liegen zwischen 5 Litern für einen Aygo und 5,5–6 für einen Yaris, beide mit demselben 1.0 VVT-i-Motor. Ein Micra wird als robust und sparsam beschrieben. Die Empfehlung wiederholt sich: Japaner, Benzin und gut gepflegt.

Welches Neuwagen-Auto gibt es unter 8.000 Euro?

Neu kaufen ist nicht unmöglich, aber der Spielraum ist eng. Ein neuer Kia Picanto wurde für etwa 5.800 Euro mit 1.0-Motor und sieben Jahren Garantie angeboten. Ein Nissan Micra mit 80 PS für 7.990 Euro mit Klima, ABS, ESP, elektrischen Fenstern und Freisprecheinrichtung. Ein Suzuki Alto für 7.900 Euro inklusive PIVE-Plan (spanisches Kaufprämienprogramm). Ein Dacia Sandero für 8.300 Euro als Benziner, mit Reserverad gegen Aufpreis.

Das Kleingedruckte wiegt schwer: Der PIVE-Plan und Teilfinanzierung sind Bedingungen für diese Preise. Und die spärliche Ausstattung bedeutet, so das Argument, auch weniger Pannen.

Preisminimierung ist nicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis

Den Minimalpreis für einen neuen Stadtwagen zahlen und das Preis-Leistungs-Verhältnis maximieren sind unterschiedliche Strategien, und ihre Verwechslung führt zu sinnlosen Vergleichen. Wer das kleinste Auto verteidigt, bekommt zur Antwort, dass ein gebrauchter Skoda Fabia mehr Innenraum, mehr als doppelten Kofferraum und bessere Ausstattung bietet, für kaum 600 Euro mehr über die gesamte Lebensdauer verteilt. Die Gegenreaktion kommt schnell: Wenn man diesen Koeffizienten immer maximieren würde, landete man bei einem Modell der höheren Klasse nur weil es viel für wenig bietet, und dann beim nächsten, ohne Ende.

Manche kaufen das Minimum aus Überzeugung, nicht aus Kalkül. Und andere erinnern daran, dass weder Elektro- noch Hybridautos etwas lösen: Erstere sind unverschämt teuer und Letztere ein Wunschtraum.

Der Crashtest, den fast niemand beachtet

Nicht alles ist Verbrauch. Für Vielfahrer hat das Fahren in einer Sardinenbüchse Kosten, die nicht im Taschenrechner stehen. EuroNCAP hat Sterne für ältere Modelle herabgestuft, als die Tests verschärft wurden, sodass vier Sterne von 2002 nicht einem Vier-Sterne-Ergebnis von 2010 entsprechen. Bei Autos von 900–1.000 kg sollte man fünf Sterne fordern; in höheren Klassen fünf wenn neu, vier oder fünf wenn gebraucht.

Lohnt sich die Umrüstung auf Autogas (LPG)?

Tanken für 0,75 Euro pro Liter und 40 % geringere Betriebskosten sind auf dem Papier verlockend. Die Arithmetik diktiert jedoch: Bei einem bescheidenen Kleinwagen mit geringer Laufleistung amortisiert sich die Umrüstung nicht. Für Vielläufer mit nahen Tankstellen ändert sich die Rechnung und die Amortisation kann in zwei bis drei Jahren erreicht werden.

Die Kategorie bleibt verwaist. Der Tata Nano, das billigste Auto der Welt, wurde nie in entwickelten Märkten verkauft, und kein Hersteller hat niedrige Kosten zur Flagge gemacht. Mit diesen Voraussetzungen bleibt der Thron des günstigsten Autos wahrscheinlich in den Händen eines gebrauchten Yaris, obwohl niemand gegen einen 1.500-Euro-Diesel-Saxo wetten sollte, solange die HU ihn fahren lässt.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (106 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver