Günstige Retro-Konsolen: 620 Spiele für 20 € und der Haken

Retro-Konsolen ab 14 €: Die meisten der 620 Spiele sind NES-Titel. Gebrauchte Wii, DSi oder PSP sind besser, wenn Kinder Super Mario wollen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Günstige Retro-Konsolen: 620 Spiele für 20 € und der Haken
Günstige Retro-Konsolen: 620 Spiele für 20 € und was niemand erwähnt

Der Kauf einer Retro-Konsole für ein kleines Kind scheint die einfachste Anschaffung zu sein: 20 Euro, zwei Controller und hunderte Super-Mario- und Sonic-Spiele auf dem Wohnzimmer-Fernseher. In Wirklichkeit verbergen diese Anzeigen mit 620 Spielen, die auf chinesischen Plattformen beliebt sind, laut Forenteilnehmern eine Bibliothek, die fast ausschließlich aus NES-Titeln (einer Konsole von 1983) besteht. Wer etwas Haltbares für ein wachsendes Kind sucht, stößt auf einen fragmentierten Markt voller Akronyme, schlecht konfigurierter Emulatoren und steigender Preise, sobald Communities sie entdecken.

Was eine 620-Spiele-Konsole wirklich ist

Das Low-End-Flaggschiff ist laut Testern billiges Plastik mit einer eingelöteten Karte. Die beworbenen 620 Spiele sind praktisch alle NES-Titel: 8-Bit-Spiele, die über vier Jahrzehnte alt sind. Dort erscheinen klassische Super-Mario- und Original-Sonic-Titel, aber kaum mehr. Das Problem ist nicht die Menge, sondern die Grenze. Ein Kind, das damit beginnt, hat es nach wenigen Wochen durchgespielt und will Neues.

Die am häufigsten genannte Alternative in diesem Preissegment ist die SF2000, die je nach Verkäufer zwischen 14 und 22 Euro liegt. Laut einem Nutzer deckt sie alles von klassischer NES bis Game Boy Advance und Sega-16-Bit-Konsolen ab. Ein anderer Teilnehmer merkt an, dass sie Super Nintendo nicht flüssig emuliert, aber für Anfänger reicht. Man sollte jedoch prüfen, ob der Verkäufer gute Bewertungen hat und ob man versehentlich nur den Controller kauft, ein häufiger Fehler auf diesen Plattformen.

Warum der Emulator wichtiger ist als die Konsole?

Laut mehreren Teilnehmern entscheidet vor allem, ob das Gerät die Installation von RetroArch erlaubt – dem freien Emulator, der Zugang zu nahezu allen Retro-Systemen bietet –, ob der Kauf nützlich ist oder zum Briefbeschwerer wird. Ohne ihn bleibt die Konsole im werksseitigen Katalog gefangen. Mit ihm bestimmt der Nutzer den Katalog. Manche argumentieren, dass es ohne RetroArch selbst für 15 Euro keinen Sinn ergibt; Erfahrungen von Nutzern verschiedener Generationen dieser Geräte deuten in dieselbe Richtung.

In der nächsten Kategorie finden sich Konsolen mit eingebettetem Android oder Linux, ähnlich wie TV-Sticks, die mit Coupons etwa 40 Euro kosten. Sie emulieren 8- und 16-Bit-Systeme gut, stoßen bei PSP aber an Grenzen. Für ein Kind, das mit Mario beginnt, reicht das. Die Community um diese Modelle – vorkonfigurierte Images, Spiellisten, Firmware-Updates – ist derzeit der wichtigste Mehrwert.

Die Gebraucht-Alternative: Wii, PSP und DSi

Wenn das Budget auf 20 oder 40 Euro steigt, bietet der Gebrauchtmarkt Optionen, die keine billige China-Importware erreichen kann. Eine Wii gibt es für 20 oder 30 Euro, ist leicht modifizierbar und unterstützt Emulatoren und Spiele. Nachteil: Sie benötigt Analogeingänge am Fernseher, die viele moderne TVs nicht mehr haben. Die Grafikqualität ist gering, aber kleine Kinder stört das nicht. Zudem enthält sie intuitive Spiele wie Wii Sports für ungeschickte Hände.

Eine Nintendo DSi, die mit einer einfachen SD-Karte gehackt werden kann, kostet zwischen 30 und 50 Euro und bietet Zugriff auf den gesamten DS-Katalog mit vielen Mario-Spielen. Eine PSP 2000 oder 3000 erlaubt TV-Ausgabe, wird aber teuer, und die Original-Akkus sind am Ende ihrer Lebensdauer. Die günstigste Option, falls ein altes Handy vorhanden ist: Kostenlose Emulatoren installieren und einen Bluetooth-Controller verbinden. Null Euro.

Der Sprung, den niemand machen will: Raspberry Pi und Mini-PCs

Der Raspberry Pi, lange Jahre die Lieblingslösung für Heim-Emulatoren, ist unbezahlbar geworden. Modelle, die einst 10 oder 15 Euro kosteten, handeln nun über dem ursprünglichen Preis, und die neueste Generation erfordert aktive Kühlung. Die Community hat das Ökosystem so stark weiterentwickelt, dass Gebrauchtkauf teurer ist als Neuware. Wer anspruchsvolle Systeme emulieren will, findet gebrauchte Mini-PCs mit 8 GB RAM und M.2-Speicher während Rabattaktionen unter 120 oder 130 Euro. Diese Geräte sind leistungsfähig genug für anspruchsvolle Plattformen, aber überdimensioniert für ein Kind, das nur Mario springen sehen will.



Mit allen Vorbehalten lautet die Prognose, dass der Markt für günstige Retro-Konsolen zweigeteilt bleibt: 20-Euro-Plastik für den Einstieg und markierte Gebrauchtgeräte für alle, die Langlebigkeit über ein Schuljahr hinaus wünschen. Was sich nicht ändern wird, ist das Kriterium: Wenn das Gerät RetroArch nicht unterstützt, ist der Katalog schnell erschöpft. Und ein gelangweiltes Kind fragt wieder nach dem Tablet.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (109 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver