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Gratis-Pizza bei Domino's: Der Gutschein, der im Spam und mit Fehlercodes endete
Das Domino's-Glückrad verschenkte 30.000 Pizzen gegen eine E-Mail-Adresse. Codes, die nie ankommen, Beilagen, die eine Bestellung verlangen, und ein Trick, der sich längst erschöpft hat.
Gratis-Pizza bei Domino's: vom viralen Gutschein zum Code, der nie ankommt
Funktioniert das Pizza-Glückrad von Domino's wirklich? Ja, aber mit Kleingedrucktem. Die Aktion mit 30.000 Gratis-Pizzen verteilte echte Gutscheine —mittlere Spezialitätenpizzen, nicht die einfachen Pizzen mit einem Belag— gegen die Hinterlassung einer E-Mail-Adresse und drei tägliche Drehungen am Glücksrad. Der Preis lässt sich nicht sofort einlösen: Ein Code kommt per E-Mail, man muss sich auf der Website der Kette registrieren, die Bestellung aufgeben und den Rabatt anwenden. Und da fangen die Probleme an.
Das System belohnte Hartnäckigkeit. Ein Teilnehmer bestätigt rund 15 Pizzen, die er durch tägliches Spielen bekommen hat, mit Spitzen von zwei oder drei am Tag in den Zeitslots, in denen der Gewinnzähler stieg. Ein anderer berichtet von einer Gratis-Pizza pro fünf verschiedenen E-Mail-Adressen, je drei Drehungen. Die Mechanik machte das Gewinnspiel zu einer fast industriellen Aufgabe: Wegwerf-E-Mail-Konten, temporäre Adressen und ein Browser, der am Stopp-Button hängen blieb.
Der Zähler der 30.000 Pizzen und sein Kleingedrucktes
Die Aktion hatte ein Limit. Als die 30.000 Pizzen erreicht waren, kamen keine Codes mehr; Tage später fiel der Zähler auf 29.000 und das System geriet ins Straucheln: Entweder gewann man nichts, oder der Preis kam nie im Postfach an und man musste ein Ticket beim Kundenservice eröffnen. Wer früh dran war, aß die Pizza. Wer zu spät kam, aß das Formular.
Manche behaupten, der Trick sei gewesen, nur zu den Stunden zu spielen, in denen der Zähler voranging; dagegen spricht, dass dieses Muster mit dem Limit erschöpft war. Die skeptische Lesart —alles nur ein Schwindel— wurde durch die ersten erfolgreichen Einlösungen widerlegt. Die optimistische Lesart —man gewinnt immer— ebenfalls.
Sind die Beilagen gratis oder verlangen sie eine Pizza-Bestellung?
Hier liegt das Missverständnis, das am weitesten umgeht. Die Flügel, Kartoffeln und Knoblauchbrote, die am Rad erscheinen, sind kein eigenständiger Gewinn: Sie werden auf eine Bestellung angerechnet. Die Pizza dagegen lässt sich allein einlösen, ohne verpflichtenden Einkauf. Ein Teilnehmer häufte Beilagen „en masse“ an, während er auf die Pizza wartete; ein anderer freute sich über drei Beilagen in einer einzigen Drehrunde, ohne so recht zu wissen, wie viele in eine Bestellung passen.
Die entscheidende Zahl: Die heutige mittlere Pizza hat die Größe, die die einzelne Pizza vor acht Jahren hatte. Der Gewinn ist echt. Die Großzügigkeit, diskutabel.
Werbemüll, Spam und ein Rad, das nicht mehr so dreht wie früher
Jede Drehung kostet eine E-Mail-Adresse. Die Aktion erlaubt mehrere Adressen pro Person, und das öffnete Tür und Tor: temporäre Konten, alternative Domains und Postfächer, die nie das Licht des Posteingangs erblicken. Zwei Kontrollkästchen regeln die Weitergabe von Daten und Werbeabos; wer sie nicht anhakt, sagt, keinen Spam erhalten zu haben, wobei die Stichprobe zu klein für Schlüsse ist.
Das System war auch überlastet. Ein Versuch mit 27 verschiedenen Konten brachte keinen einzigen Gewinn. Die Aktion kehrte später in einem anderen Format zurück —1.000 Pizzen täglich— und ohne den früheren Kniff: Jetzt muss man jeden Tag sein Glück versuchen und warten. Das Rad dreht sich weiter. Was sich nicht mehr dreht, ist der Trick.
Am Ende lautet die Frage nicht, ob die Pizza gratis ist. Sondern: Wie viel ist deine E-Mail wert, wie viele Drehungen hält die Geduld durch, und wer bezahlt die Flügel, die nie bestellt wurden?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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