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Der Joghurt-Kefir-Krieg im Supermarkt: eine teure Verwechslung
Die Probiotika in Supermarkt-Kefir können durch die Pasteurisierung abgestorben sein. Lohnt es sich, mehr für ein Dessert ohne Vorteile zu zahlen?
Der Joghurt-Kefir-Krieg: Wenn der Supermarkt dich verwirren will
Einkaufen im Supermarkt ist zu einem Glücksspiel geworden. Man will Kefir kaufen und landet bei Joghurt, weil die Verpackungen Zwillinge sind. Die Pistazien-Anekdote – identische blaue Tüten, manche gesalzen, manche nicht – ist die perfekte Metapher für ein größeres Problem: Die Hersteller gestalten die Etiketten absichtlich mehrdeutig, damit sich die Verbraucher irren. Und man zahlt mehr für ein Produkt, das man für etwas anderes hielt.
Das eigentliche Problem: Die Pasteurisierung tötet die Vorteile
Hinter der Verwirrung verbirgt sich ein weiterer Streit: der um den echten Wert von fermentierten Supermarktprodukten. Während die einen behaupten, gekaufter Kefir sei genauso gesund, argumentieren andere mit Daten, dass die abschließende Pasteurisierung – angewendet auf Joghurt, Kefir, Sauerkraut und Einglegemtes – alle probiotischen Bakterien abtötet. Nach dieser These zahlt man einen Aufpreis für ein ganz gewöhnliches Dessert.
Die technische Diskussion ist einfach: Wird das Produkt nach der Fermentierung pasteurisiert, sterben die Bakterien. Egal, ob man es Kefir oder Joghurt nennt. Die Kennzeichnung hilft nicht: Selten wird angegeben, ob die Pasteurisierung am Ende erfolgt oder nur die Grundmilch betrifft. Der Verbraucher zahlt für einen Nutzen, den er nicht erhält.
Die Alternative: Selbermachen
Der Kreis schließt sich mit dem ewigen Rat – dem, den alle geben und fast niemand befolgt –: Mach es zu Hause. Selbstgemachter Kefir ist sechs Mal günstiger, enthält mehr Bioaktive und schmeckt besser. Aber man braucht Kefirknölle (die Körner) und ein Minimum an Geduld. Manche holen die Tradition zurück, andere verwechseln im Regal lieber weiter.
Am Ende lautet die Frage nicht, ob man Joghurt oder Kefir bevorzugt, sondern ob der Supermarkt einem das verkauft, was man glaubt zu kaufen. Vielleicht ist das eigentliche Problem gar nicht die Probiotika, sondern der Mangel an Transparenz. Und währenddessen schauen wir uns die Verpackung zweimal an.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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