Gräberschändungen in zwei Dörfern bei Valencia

In den Friedhöfen von Bufalí und Guadasséquies bei Valencia wurden dutzende Gräber geöffnet, Nischen zerstört und Leichen aus Särgen geworfen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Gräberschändungen in zwei Dörfern bei Valencia

Hände, die nachts Nischen öffnen, Überreste außerhalb der Särge und zerbrochene Grabplatten. Das war der Anblick auf dem Friedhof von Bufalí in der Provinz Valencia, nachdem Tage zuvor ähnliche Zerstörungen in Guadasséquies registriert worden waren – nur wenige Kilometer entfernt in derselben Comarca. Berichtet haben El Español, Levante-EMV und Antena 3. Keine der Publikationen erwähnt Kameras, Bewachung oder Zeugen: nur offene Gräber und Nachbarn, die sich fragen, wer eine ganze Nacht damit verbringt. Der Fall geht weit über diese beiden Dörfer hinaus.

Was ist über die Schändungen in Bufalí und Guadasséquies bekannt?

Das Muster wiederholt sich. Zugang zum Gelände, Öffnung dutzender Gräber, Entnahme der Leichen aus den Särgen und Zerstörung der Nischen. In Bufalí folgt die Schändung auf jene in Guadasséquies in derselben Region; erste Berichte im Thread datieren sie mindestens eine Woche vor Bekanntwerden des Falls zurück. Keine veröffentlichte Information identifiziert einen Täter oder bestätigt ein Motiv durch die Ermittlungen.

Die geografische Nähe erregt besondere Aufmerksamkeit: zwei kleine Gemeinden, zwei unbewachte Friedhöfe und dieselbe Methode. Bisher gibt es keine offizielle Erklärung, ob beide Fälle zusammenhängen. Ohne diese Bestätigung bleibt alles andere – wer, warum, mit welcher Hilfe – Spekulation.

Was suchen Grabschänder?

Die häufigste Hypothese zielt auf das Material bei Beerdigungen ab: Ringe, Reliquien, Goldstücke und teils Zahnprothesen. In der Debatte wurde behauptet, die Täter suchten Goldzähne. Dies ist eine Möglichkeit, kein bewiesener Fakt: Nichts bisher Veröffentlichtes bestätigt genau, was gestohlen wurde oder ob etwas fehlte.

Wiederkehrend ist die wirtschaftliche Logik des Plunders. Eine Nische zu öffnen erfordert Zeit, Werkzeug und Stille; die potenzielle Beute ist minimal und lässt sich nur auf informellen Märkten für Metalle und Gebrauchtwaren verkaufen. Geringer Profit, hohes Risiko und ein Schaden, der sich nicht in Euro bemisst, so die Kommentatoren.

Sicherheit: 17.682 kleine Friedhöfe ohne Nachtwache

Spanien hat laut Debattierenden ein arithmetisches Problem mit seinen Friedhöfen. Ein im Thread zitiertes Verzeichnis von 2006 nannte 17.682 kleine Friedhöfe, die meisten in Gemeinden ohne Mittel für privaten Sicherheitsdienst. Diskutiert wurden die Kosten eines Wachmanns für zwölf Stunden täglich, sieben Tage pro Woche – Ausgaben, die kleine Rathäuser kaum tragen können.

Früher, so erinnert man sich, gab es auf Friedhöfen Wächter und freilaufende Hunde zwischen den Gräbern bei Nacht. Diese Figur wirkt fast romantisch, bis jemand die Kosten für die Nachtrunde gegen die Wahrscheinlichkeit weiterer Vorfälle abwägt. Das Argument lautet oft: Wegsehen ist billiger.

Von Pharaonen bis zum Bürgerkrieg: Schändungen haben Tradition

Dies ist kein neues oder rein lokales Phänomen. Aus dem alten Ägypten wird der Raub an Pharaonengräbern zur Gewinnung von Gold und Juwelen angeführt; heute beschränkt sich die Beute bestenfalls auf Geldbörsen und Reliquien, wie im Thread verglichen wurde. Historische Parallelen reichen bis zum Spanischen Bürgerkrieg, etwa Bilder von Milizionären neben geschändeten Nonnen in Toledo, ein Thema politischer Kontroversen.

Erinnert wurde auch an die Grabstätte eines bei den Anschlägen vom 11M in Leganés getöteten Polizisten, um deren Untersuchung nie bestätigte Theorien kursierten. Zudem wurde die Schändung von Francos Grab genannt, um zu zeigen, dass die mediale Empörung davon abhängt, wer darunter liegt.

Wer war es? Unbewiesene Zuschreibungen

Ein Teil der Reaktionen sprang direkt auf die Nationalität der Täter. Man sollte Wissen von Vermutung trennen: Erste Berichte nennen keine Verdächtigen aufgrund ihrer Herkunft, und es gibt keine offizielle Bestätigung, dass Nationalität eine Rolle spielt. Im Thread wurde die Festnahme mindestens einer Person und ihre spätere Freilassung per Gerichtsbeschluss erwähnt, was keine offizielle Quelle detailliert bestätigte.

Der Versuch, ein Verbrechen als Argument gegen Gruppen zu nutzen, ist alt und funktioniert hier wie anderswo schlecht: Eine Grabschändung erklärt kein Pass, sondern Motiv, Mittel und Gelegenheit. Mit den verfügbaren Daten bleiben alle drei unbekannt.

Ohne Kameras, ohne Nachtwache und mit 17.682 kleinen Anlagen laut zitiertem Verzeichnis stimmt die Sicherheitsarithmetik nicht. Irritierend ist nicht die Barbarei, sondern die Leichtigkeit: zwei Friedhöfe, zwei Nächte, null Zeugen. Wie viele weitere Dörfer in dieser Lage sind, beantwortet kein Register.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (142 Antworten).

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