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Google stürzt 12 Prozent ab und reißt den Tech-Sektor mit
Google verlor nach seinen Quartalszahlen 12 Prozent – der größte Sturz seiner Geschichte – und riss Amazon, Intel und den gesamten KI-Sektor mit. Die Aktie ist wieder bei 288 Dollar.
Google sackt 12 Prozent ab und der Markt sucht die Schuldigen
Minus 8,5 Prozent zum Börsenschluss. Zwei Stunden später: minus 12 Prozent. Der größte Einbruch seiner Geschichte an einem einzigen Handelstag, laut einer Rechnung, die im Forum kursiert. Google legte seine Zahlen vor, und der Markt verpasste dem Konzern – den Handelszeitpunkt als Vorwand nehmend – die schlimmste Tracht Prügel, an die sich jemand erinnert: Die Aktie fiel auf 288 Dollar zurück, das Niveau von vor einem Jahr. Auffällig ist nicht die Zahl, sondern das Tempo. Und was da alles mitgerissen wird.
Die erste Lesart: Die Zahlen waren nicht gut. Die zweite, unbequemere: Das Geschäftsmodell, das die großen Tech-Konzerne zu Cashflow-Maschinen gemacht hat, ist undurchsichtig geworden. Sie geben Geld für künstliche Intelligenz aus, als gäbe es kein Morgen, diese KI bedroht ihr Werbegeschäft, und ihre Beteiligungen an Firmen wie SpaceX oder Anthropic werden gehandelt wie radioaktive Assets. Der Markt weiß nicht mehr, wie er das bewerten soll.
Das Capex, das die Gewinne auffrisst
Das Argument, das an den Analyseschreibtischen kursiert, ist immer dasselbe: Google, Amazon und Meta waren planbare Geschäfte mit gewaltigen Cashflows. Jetzt weisen sie negativen Cashflow aus – angeblich nur vorübergehend – und ein monströses Capex für Rechenzentren. Was früher mit einer einfachen Tabellenkalkulation analysiert wurde, ist zu kapitalintensiver Infrastruktur mit Ausgaben von einem anderen Stern geworden.
Manche halten das Rennen für tragfähig, solange freier Cashflow und die Kasse reichen. Und wenn alles schiefgeht, genügt ein Druck auf den STOPP-Knopf: keine Investitionen mehr in Rechenzentren, schlagartig zurück in die Gewinnzone und die Anlagen an Dritte vermieten. Das Pessimismus-Szenario geht von zehn Jahren Rennen aus. Das Optimismus-Szenario davon, dass es zwischen 2026 und 2028 abgebremst wird.
Der Kanarienvogel in der KI-Grube
Googles Absturz wird nicht nur als Google-Problem gelesen. Er wird als Signal gelesen. Wenn der Riese an einem Handelstag 12 Prozent verliert, wie geht es dann den anderen? Amazon legte seine Zahlen vor und gab zum Börsenschluss weitere 10 Prozent ab. Intel 20 Prozent. Die Anbieter von KI-Infrastruktur – Oracle, Micron und Konsorten – kassierten ihren Teil. Der ganze Sektor wankt.
Am meisten verblüfft das Detail um Berkshire Hathaway. Seine Manager stiegen vor zwei Monaten mit 17 Milliarden Dollar ein, als die Aktie bei 350 notierte – wenn auch mit Rabatt. Die Frage, die in der Luft hängt, ist die alte: Hatte Warren Buffett nicht gesagt, man solle sich nicht in Geschäfte einmischen, die man nicht versteht? Allerdings sei daran erinnert – so ein Forennutzer –, dass der Buffett, der früher investierte, nicht mehr der ist, der heute das Ruder führt.
Hohe Zinsen, kurze Duration
Da die Inflation wieder anzieht, sucht ein Teil des Marktes nach Aktien mit kürzerer Duration: reife Unternehmen mit Cashflows und Dividende. Die Finanzierungskosten der Tech-Konzerne steigen, und die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen – mindestens 25 Basispunkte mehr – trifft besonders die Werte, die Gewinne zehn Jahre im Voraus einpreisen.
Das Ergebnis ist eine Korrektur, die manche als Chance sehen. Wer bei 160 Dollar eingestiegen ist und im Schrecken nachgekauft hat, ist sich sicher. Auch wer nur zugeschaut hat: Die Aktie stand bei 285, als Berkshire einstieg. Kann man jetzt kaufen oder sollte man auf einen größeren Crash warten? Der Markt gibt immer Signale, heißt es. Das Problem: Man sieht sie erst im Rückspiegel.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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