Gold zu Barren schmelzen: Realer Verlust gegen 18 Euro Auszahlung

Ein Privatmann sammelt 80 Gramm geerbtes Gold und stellt fest, dass sich das Einschmelzen nicht lohnt: Der reale Verlust liegt bei 3-5 %, doch der Goldschmied bietet nur 18 Euro pro Gramm, wenn…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Gold zu Barren schmelzen: Realer Verlust gegen 18 Euro Auszahlung
Gold zu Barren schmelzen: Realer Verlust gegen 18 Euro Auszahlung

Geht beim Einschmelzen wirklich Gold verloren? Die scheinbar technische Frage verbirgt ein Geschäft, das jährlich Milliarden bewegt. Ein Privatmann sammelt zwischen 50 und 80 Gramm geerbten Schmuck und trifft auf einen Goldschmied, der ihm 18 Euro pro Gramm bietet und warnt, dass sich das Einschmelzen nicht lohne, weil «4 oder 5 Gramm» verdampften. Der Verdacht auf Betrug ist berechtigt: Gold verdampft nicht, aber die Antwort ist nicht so einfach. Nach den Berechnungen, die im Thread kursieren, liegt der Preis für 18-karätiges Gold bei rund 27 Euro pro Gramm, während reines Gold über 40 liegt. Die Differenz zwischen beiden erklärt, warum das Geschäft der Goldankäufer keineswegs Wohltätigkeit ist.

Was Schmelzverlust bedeutet und warum Gold nicht verdampft

Gold verdampft bei Lötbrenner-Temperaturen nicht, aber die Legierung erleidet doch Verluste. Im Goldschmiedehandwerk spricht man von «Schwund»: das Metall, das beim Feilen, Polieren, Löten oder Ausgießen des Tiegels verloren geht. Ein Teilnehmer beziffert diesen Schwund bei handwerklichen Verfahren auf 3 bis 5 %. Ein anderer erklärt, dass in der industriellen Schmelze der akzeptierte Schwund für Silber bei 0,35 % liegt, hier jedoch zwischen 0,4 % und 1 % angesetzt wird. Die Differenz zwischen dieser Zahl und dem, was der Goldschmied im Fall behauptet —bis zu 10 %— ist zu groß.

Ein weiterer Faktor erschwert die Rechnung: die Reinheit. Schmuck aus 18 Karat enthält 75 % reines Gold; der Rest ist Kupfer, Silber oder andere Metalle. Beim Schmelzen oxidieren oder trennen sich diese Metalle, und das Endgewicht des Barrens ist geringer, dafür ist sein Feingehalt höher. Ein Teilnehmer berichtet, er habe ein Stück mit 750 Feingehalt eingeschmolzen und 870 erhalten: Er verlor Gewicht, gewann aber Reinheit. Der Goldschmied, der bei einer kleinen Menge einen Verlust von «4 oder 5 Gramm» behauptet, verwechselt realen Schwund mit Legierung.

Das Geschäft der Goldankäufer: 18 Euro pro Gramm gegen 40

Das Angebot von 18 Euro pro Gramm für 18-karätiges Gold liegt weit unter dem Marktpreis. Nach den kursierenden Berechnungen wird 18-karätiges Gold mit etwa 27 Euro pro Gramm bezahlt, 24-karätiges mit 40. Eine schnelle Rechnung: 75 Gramm zu 27 Euro ergeben 2.025 Euro. Zu 18 Euro: 1.350. Die Differenz von 675 Euro ist die Marge, die der Zwischenhändler einstreicht. Kein Einzelfall: Das Geschäft der Goldankäufer hat sich in den letzten Jahren im Sog der Metallblase vervielfacht.

Die Alternative, zu Hause mit einem Lötbrenner zu schmelzen, ist verlockend, hat aber einen Haken. Ohne Temperaturkontrolle oxidiert das Gold, und der Schwund explodiert. Außerdem erfordert der Verkauf kleiner 24-Karat-Barren Zertifizierung und einen Käufer. Der informelle Markt zahlt für eingeschmolzenes Gold ohne Garantien weniger als für den Originalschmuck. Ein antikes Stück oder eines mit Steinen kann als Objekt mehr wert sein als als Metall.

Verkauf über eBay oder an Goldankäufer: Wo gibt es den besten Preis?

Die Plattform eBay hat sich als alternativer Kanal etabliert, um Gold zum Marktpreis zu verkaufen, mit geringen Gebühren. Das Problem ist das Risiko: Versand, Streitfälle, Fälschungen. Goldankäufer bieten sofortige Liquidität, allerdings mit einem Abschlag von 30 % oder mehr. Die Entscheidung hängt von Eile und Menge ab. Bei 50 Gramm kann die Differenz zwischen beiden Kanälen 500 Euro übersteigen.

Die Debatte über die Goldblase schwebt über der gesamten Operation. Manche halten den Preis für historisch hoch und den jetzigen Verkauf für vernünftig. Andere warnen, die Goldankauf-Euphorie werde nicht ewig dauern und das Metall werde weiter steigen. Darüber, dass das Einschmelzen von Schmuck zum Verkauf als Barren für Privatleute nicht lohnend ist, herrscht Einigkeit: Die Kosten für Raffination und Zertifizierung fressen die Marge auf.

Am Ende verkaufte der Privatmann sein 18-karätiges Gold zu 40 Euro pro Gramm. Ein Preis, der nach den kursierenden Berechnungen reinem 24-karätigem Gold entspricht. Entweder wusste der Käufer nicht, was er kaufte, oder der Verkäufer nicht, was er verkaufte. Am Goldmarkt hat Unwissenheit immer ihren Preis.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (20 Antworten).

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